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Buyer's Guides 2016: Bauvorschlag für einen 600-Euro-Rechner

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Seite 3: Die Hardware im Detail II

Die Grafikkarte:

Hoch gegriffen haben wir bei der Grafikkarte, die eigentlich wichtigste Komponente für den Spieler. Sie macht mit einem Preis von knapp über 200 Euro fast ein Drittel der Gesamtkosten unseres Einsteiger-Systems aus. Wir haben uns hier für die ASUS ROG Strix Radeon RX 470 OC entschieden. Sie basiert auf der Polaris-10-GPU, welche mit ihren 5,7 Milliarden Schalteinheiten auf einer Chipfläche von 232 mm² auch auf dem größeren Schwestermodell zum Einsatz kommt. Anstatt der 36 Compute-Units wie bei der Radeon RX 480 setzt die RX 470 aber nur auf 32 Shadercluster. Jede dieser Compute Units stellt 64 Shadereinheiten bereit und kommt so auf insgesamt 2.048 Streamprozessoren.

Diese sollen sich laut AMD eigentlich mit einem Basis- und Boost-Takt von 926 bzw. 1.206 MHz ans Werk machen. Unser Modell erreicht hier einen Takt von bis zu 1.270 MHz und ist damit leicht übertaktet. Zu den 2.048 Shadereinheiten gesellen sich 128 TMUs und 32 ROPs. Beim Speicherausbau haben wir uns für die größere 4-GB-Variante entschieden – weniger Speicher kann in einigen Benchmarks schon zu einem Leistungsverlust führen. Das Speicherinterface ist wie beim großen Topmodell 256 Bit breit, gesetzt wird weiterhin auf schnelle GDDR5-Chips, die sich mit einem Takt von 1.750 MHz ans Werk machen und so eine Speicherbandbreite von 224 GB/s erreichen.

Die maximale Leistungsaufnahme gibt AMD mit 120 W an. Ein CrossFire-Verbund ist damit auf dem MSI B150M Mortar durchaus möglich. Moderne Technologien wie FreeSync, DirectX 12 und Vulkan werden natürlich ebenfalls unterstützt. Die Mindestanforderungen für VR-Brillen werden erfüllt. Etwas günstiger geht es beispielsweise mit der Sapphire Radeon RX 460 OC oder der ASUS GeForce GTX 1050.

Mögliche Alternativen:

Weitere GPU-Tests finden sich in unserer Grafikkarten-Kategorie.

 

Das Netzteil:

All das lassen wir von einem Corsair Vengeance V400 mit Strom versorgen. Wie der Name bereits vermuten lässt, stellt das ATX-Modell eine Ausgangsleistung von 400 W bereit, was für unsere Komponenten mehr als ausreichend ist. Jede der drei 12-V-Leitungen leistet 25 Ampere, die kleineren 3,3- und 5,0-V-Schienen bringen es hingegen auf jeweils 20 Ampere. Gekühlt wird das Netzteil von einem 92-mm-Lüfter, welcher selbst unter Volllast angenehm laufruhig seine Dienste verrichten soll. Dank 80Plus-Bronze-Zertifikat zeigt es sich recht effizient. Auf ein modulares Kabelmanagement muss man bei diesem Preis allerdings verzichten. In unserem Preisvergleich werden für das Corsair Vengeance V400 derzeit knapp 50 Euro ausgerufen. Eine mögliche Alternative: Das Cooler Master GM-Series G550M.

Mögliche Alternativen:

Weitere PSU-Tests finden sich in unserer Netzteil-Kategorie.

 

Der Massenspeicher:

Wir finden: Auf eine SSD für das Betriebssystem und die wichtigsten Programme sollte bei der Anschaffung eines neuen Rechners nicht verzichtet werden. Wir spendieren unserem 600-Euro-Rechner deswegen ein schnelles Solid-State-Laufwerk. Wir haben uns hier für eine Samsung SSD 750 Evo mit einer Kapazität von 256 GB entschieden. Dies dürfte für die eigene Spielesammlung nicht wirklich lange reichen, weswegen man hier mittelfristif einen zusätzlichen klassischen Massenspeicher einplanen sollte. Dafür ist das Laufwerk mit einer sequentiellen Lese- und Schreibrate von bis zu 540 bzw. 520 MB/s deutlich schneller als jede Magnetspeicherfestplatte. Die Arbeitsgeschwindigkeit steigt enorm.

Außerdem haben wir in Zeiten von Steam, Origin, uPlay und GOG Galaxy auf ein optisches Laufwerk verzichtet – das spart noch einmal ein paar Euro ein, die wir an anderer Stelle sinnvoll ausgeben können.

Mögliche Alternativen:

Weitere SSD-Tests finden sich in unserer Storage-Kategorie.

 

Das Gehäuse:

Wie eingangs erwähnt, legen wir großen Wert auf ein hochwertiges Gehäuse. Anstatt unsere geliebte Hardware in einem billigen Plastik-Gehäuse zu verstauen, entschieden wir uns bei unserem 600-Euro-Rechner für ein Fractal Design Define S. Das 60-Euro-Gehäuse ist teilweise gedämmt, bringt schon die nötigen Gehäuselüfter mit und ermöglicht zudem eine einfache und stabile Montage der Hardware. Selbst für ein durchdachtes Kabelmanagement ist gesorgt. Außerdem ermöglicht das geräumige Gehäuse eine leise Kühlung.

Mögliche Alternativen:

Weitere Gehäuse-Artikel finden sich in unserer Gehäuse-Kategorie.

Wer noch etwas an der Kühlung feilen möchte und bereit ist, ein paar Euro mehr auszugeben, der kann sein System mit einem be quiet! Silent Wing-Lüfter aufwerten. 

 

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Kommentare (68)

#59
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Registriert seit: 29.06.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2815
Naja, ist eher suboptimal...

Ich hätte den i3 4170 genommen schneller zum gleichen Preis und dabei am Mainboard 20 € gespart.
Am Gehäuse kann man auch noch sparen und die Samsung SSD ist auch nicht unbedingt das Preisoptimum. Das Geld in eine größere SSD, mehr RAM oder ein Betriebssystem stecken ist imho sinnvoller. Allein weil die 90 € für Win10 fehlen sind die 600 € eher ein Mondpreis für den "Kunden".

Mfg Bimbo385
#60
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Registriert seit: 21.07.2004
Wien
Flottillenadmiral
Beiträge: 5603
Zitat bimbo385;25096063

Ich hätte den i3 4170 genommen schneller zum gleichen Preis und dabei am Mainboard 20 € gespart.

Was ist an dem i3-4170 schneller? Ich behaupte jetzt mal frech daß der i3-6100 schneller ist. Warum? Gleicher Takt, gleicher Cache, aber aktuellere Architektur. Und DDR4 bringt eventuell auch noch das ein oder andere Prozent an Mehrleistung.
Mainboard ist Geschmacks- bzw. Ausstattungssache. Je nach Ausstattung, Angebot und Modell sind da 10-20 EUR dazwischen.

Zitat bimbo385;25096063

Am Gehäuse kann man auch noch sparen und die Samsung SSD ist auch nicht unbedingt das Preisoptimum. Das Geld in eine größere SSD, mehr RAM oder ein Betriebssystem stecken ist imho sinnvoller. Allein weil die 90 € für Win10 fehlen sind die 600 € eher ein Mondpreis für den "Kunden".

Mfg Bimbo385

Gehäuse ist ebenfalls Geschmackssache, für so Budget Rechner tendiere ich aber auch eher zu günstigeren Gehäusen, ja. Die SSD passt halt ins Budget, auch wenn ich mehr als 250 GB als sinnvoll in einem Gaming Rechner finde, aber da mit Gewalt eine größere zu nehmen sprengt den sowieso schon knappen 600 EUR Rahmen. Mehr RAM ebenfalls.
Und ja - das Sys ohne Windows ist halt auch begrenzt ein kompletter Rechner, aber es fehlen ja auch noch Maus, Keyboard, Monitor und eventuell Boxen oder ein Headset etc. Bei vielen der Sachen geht man aber davon aus daß das die Leute schon haben bzw. sich halt nach Geschmack selbst was aussuchen, da noch extra was zu empfehlen macht nicht viel Sinn und sorgt für noch größere Diskussionen.
#61
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Registriert seit: 29.06.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2815
Zitat
Was ist an dem i3-4170 schneller? Ich behaupte jetzt mal frech daß der i3-6100 schneller ist. Warum? Gleicher Takt, gleicher Cache, aber aktuellere Architektur. Und DDR4 bringt eventuell auch noch das ein oder andere Prozent an Mehrleistung.


Hmm, OK hab noch mal genau geschaut und je nach Benchmark ist der i3-4170 bei Single Thread Leistung ein Stückchen weiter vorne, bei anderern der i3-6100. Nehmen sich also nichts.

Beim Rest sind wir uns einig ;-)

Schönes Wochenende!
#62
Registriert seit: 07.01.2015

Matrose
Beiträge: 19
Auf eine SSD zu verzichten fände ich Quatsch.

Ist meist die Komponente, die im alltägliche Umgang mit dem Gerät zunächst mal den größten Geschwindigkeitsschub bietet, ob nun beim Booten oder bei der alltäglichen Bedienung. Generell ist halt Gaming und 600€ eher der Bereich, in dem man nach gutem Gebrauchten suchen sollte.
#63
Registriert seit: 27.11.2016

Matrose
Beiträge: 1
Reicht ein 400W Netzteil tatsächlich aus?
#64
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Registriert seit: 10.12.2006
Süd-Bayern
Fregattenkapitän
Beiträge: 3025
CPU ~60 Watt
Board ~10 Watt
Speicher ~5 Watt
SSD/HHD ~5 Watt
Graka ~130 Watt

Ja, reicht...
#65
Registriert seit: 01.02.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 161
Mir ist nicht ganz klar, was der "schrottige" Prozessor-Kühler in dem Rechner verloren hat? Wenn man sich mal die Position der Kühlkörper für die Spannungswandler um den CPU-Sockel herum anschaut, dann sieht man, dass der Boxed-Kühler hier eindeutig die bessere Wahl ist. ;) Das Geld für den Kühler kann man sich somit sparen! Wenn es unbedingt ein anderer Kühler zum Geldverbrennen sein muss, dann kann man auch einen klassichen Top Blower nehmen, der die "Spawas" mitkühlt. Ansonsten ist sowas kontraproduktiv und killt höchstens mal das Board! ;)
#66
Registriert seit: 27.11.2016

Matrose
Beiträge: 2
bin gerade auf der suche nach einen günstigen gaming pc. fand den test eigentlich ganz gut.nach durchgucken der kommentare bin ich jetzt doch verunsichert....
habe diesen in ebay gefunden und fand den eigentlich ganz gut für 599 euro... http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=272464971166

was meint ihr?
#67
customavatars/avatar105480_1.gif
Registriert seit: 31.12.2008
Darmstadt
Admiral
Beiträge: 23709
welche spiele?

welcher monitor?

macht doch am besten einen eigenen thread auf

die ebay kiste ist nicht gut. aber da ist auch das OS dabei. Hier nicht
#68
Registriert seit: 27.11.2016

Matrose
Beiträge: 2
monitor hab ich 24" fullHD.
Spiele hab ich schon die aktuellen wie watchdog und bf1.

ich möchte halt gerne ein paket was insgesamt ganz gut passt.
was mir noch fehlt ist die SSD und i5 oder höher wollte ich schon.
bei grafikkarte wäre mir am liebsten eine gtx 1060...6GB :) aber da bin ich gleich 100 euro über der gtx 1050 4gb....:(
mainboard ist mir wurscht. bring eh keine mehrleistung...
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