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Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 2.200-Euro-Rechner

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Seite 3: Die Hardware im Detail II

Die Grafikkarte:

Schon im Mittelklasse-System werkelt eine NVIDIA GeForce GTX 1070. Für unseren High-End-Rechner mussten wir deswegen natürlich noch eine Schippe obendrauf legen. Wir haben uns hier für das GP104-Flaggschiff von NVIDIA entschieden. Der Pascal-Chip wurde bereits im Mai vorgestellt, zählt rund 7,1 Milliarden Transistoren und stellt auf vier Graphics Processing Clustern jeweils 20 Streaming Multiprozessoren und damit 2.560 Shadereinheiten bereit. Außerdem sind an jeden Shadercluster acht Textureinheiten gekoppelt, womit der GeForce GTX 1080 160 TMUs zur Seite stehen. Gefertigt wird der Chip im 16-nm-FinFET-Verfahren bei TSMC. Beim Speicherausbau setzt man auf einen 256 Bit breiten Datenbus. Der Speichercontroller setzt sich dabei aus acht Blöcken mit je 32 Bit zusammen. An jeden Block sind acht ROPs angeschlossen, womit 64 Rasterbackends bereitstehen.

Bei den Taktraten fährt NVIDIA ein gewohnt hohes Level und lässt Chip und Speicher mit 1.607 bzw. 2.500 MHz arbeiten. Im Boost kann er aber auch mindestens 1.733 MHz erreichen. Unsere ZOTAC GeForce GTX 1080 AMP! Edition ist hier sogar noch schneller unterwegs. Sie bringt es auf Taktraten von 1.683/1.822/2.500 MHz. Gekühlt wird sie von einem mächtigen Dual-Fan-Kühler, der mit dicken Kupfer-Heatpipes und zahlreichen Aluminiumlamellen bestückt ist. Obendrauf gibt es eine aufgemöbelte Strom- und Spannungsversorgung und eine Backplate. Trotz ihrer High-End-Auslegung wird die ZOTAC-Karte im Leerlauf bis zum Erreichen eines bestimmten Temperatur-Levels komplett passiv und damit völlig lautlos auf Temperatur gehalten. Als kleines Highlight gibt es eine schicke Spectra-Beleuchtung obendrauf.

Etwas weniger auffällig ist die Inno3D GeForce GTX 1080 iChill X3, für Übertakter ebenfalls zu empfehlen wäre die EVGA GeForce GTX 1080 Classified ACX 3.0. Kostenpunkt alleine für unsere Grafikkarte: 665 Euro.

Mögliche Alternativen:

Weitere GPU-Tests finden sich in unserer Grafikkarten-Kategorie.

 

Das Netzteil:

Mit Strom versorgt wird unser High-End-Rechner über ein 660 W starkes Netzteil der Platinum-Reihe von Seasonic. Wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, darf sich der ATX-Stromspender mit einem Platinum-Zertifikat schmücken und zeigt sich damit noch einmal ein gutes Stück effizienter als die Netzteile der beiden anderen Rechner unserer Buyer's Guides 2016. Die einzelne 12-V-Leitung leistet 55 Ampere, die kleineren 3,3- und 5,0-V-Leitungen stellen hingegen 25 Ampere bereit. Ein Kabelmanagement gibt es natürlich ebenfalls, was den Luftstrom im Gehäuse verbessert, da nur die auch wirklich benötigten Kabel im Rechner hängen. Ausreichend Kabelmaterial gibt es ohnehin: Alleine für die Grafikkarten bietet das Seasonic-Netzteil vier 6+2-Pin-Stecker, dazu gibt es die üblichen Stecker für das Mainboard und den Prozessor, aber auch zehn SATA-Stecker, vier 4-Pin-Molex-Stecker und einen Adapter für ein älteres Floppy-Laufwerk. Gekühlt wird das voll-modulare Netzteil von einem kugelgelagerten 120-mm-Lüfter, der auch unter Volllast angenehm leise seine Dienste verrichten soll. Das Besondere dabei: Per Dippschalter auf der Rückseite kann zwischen einem aktiven und semi-passiven Betrieb umgeschaltet werden. 

In unserem Preisvergleich werden für das Seasonic Platinum Series 660W derzeit knapp 140 Euro ausgerufen. Komplett passiv, dafür mit weniger Leistung geht es mit dem Enermax DigiFanless 550W, ebenfalls eine gute Alternative wäre das be quiet! Dark Power Pro P11 mit 650 W. 

Mögliche Alternativen:

Weitere PSU-Tests finden sich in unserer Netzteil-Kategorie.

 

Der Massenspeicher:

Unser Budget von 2.200 Euro macht es uns möglich, nicht nur ausschließlich auf schnelle Solid-State-Laufwerke zu setzen, sondern vor allem auch auf ein schnelles M.2-Modul mit PCI-Express-Anbindung. Unsere Wahl fiel hier auf ein Toshiba OCZ RD400 mit 256 GB Speicherkapazität. Das M.2-2280-Laufwerk soll dank NVMe und drei PCIe-Lanes eine Datenübertragungsrate von bis zu 2.600 MB/s lesend bzw. 1.150 MB/s schreibend erreichen. Bei zufälligen 4K-Zugriffen sollen zwischen 140.000 und 210.000 IOPS möglich sein. Die MCL-Chips stammen aus eigenem Hause und werden in 15 nm gefertigt. Beim Controller setzt man auf den hauseigenen Toshiba Fujisan mit vier Kanälen.

Für die Spielesammlung haben wir uns für ein zweites Laufwerk entschieden und zusätzlich eine Samsung SSD 850 Evo im 2,5-Zoll-Format verbaut. Das Laufwerk mit TLC-Speicher ist mit Schreib- und Leseraten von 540 bzw. 520 MB/s etwas langsamer.

Preislich müssen für beide Laufwerke derzeit etwa 160 und 155 Euro eingeplant werden. Eine mögliche Alternative zum Toshiba-Laufwerk ist die Samsung 950 Pro oder 960 Pro, wer lieber auf Magnetspeicher setzt, dem empfehlen wir die Seagate Barracuda 7200.14 2TB.

Mögliche Alternativen:

Weitere SSD-Tests finden sich in unserer Storage-Kategorie.

 

Das Gehäuse:

All das verstauen wir in einem Dark Base Pro 900 von be quiet!. Dieses ist mit Abmessungen von 242,7 x 585,5 x 577,2 mm (B x H x T) ein mächtiges Tower-Gehäuse. Dafür nimmt es jeden Formfaktor beim Mainboard auf, lässt zwei 5,25-Zoll-Laufwerke, bis zu sieben 3,5-Zoll-Festplatten und bis zu 15 2,5-Zoll-Laufwerke verbauen, wobei von letzteren jeweils zwei in einem 3,5-Zoll-Käfig montiert werden. Das Belüftungskonzept kann sich ebenfalls sehen lassen: Bereits vormontiert sind in der Front drei riesige 140-mm-Lüfter, ein weiterer 140-mm-Rotor ist an der Rückwand untergebracht. Optional lassen sich bis zu vier weitere Lüfter im Deckel, zwei am Boden und ein weiterer am Seitenteil verbauen. be quiet! setzt im Übrigen auf Echtglas beim Seitenteil und auf gebürstetes Aluminium an der Front sowie auf teuren Stahl.

Dafür ist es mit einem Preis von derzeit knapp über 200 Euro alles andere als ein Schnäppchen. Das gibt mancher alleine für seine Grafikkarte aus. Ebenfalls empfehlenswert sind das Phanteks Enthoo Evolv und das Thermaltake Suppressor F51.

Mögliche Alternativen:

Weitere Gehäuse-Artikel finden sich in unserer Gehäuse-Kategorie.

Wer noch etwas an der Kühlung feilen möchte und bereit ist, ein paar Euro mehr auszugeben, der kann sein System mit einem be quiet! Silent Wing-Lüfter aufwerten. 

 

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Kommentare (75)

#66
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Vizeadmiral
Beiträge: 6460
Da ich in diesem Thread mehrfach gelesen habe, und auch die Benchmarks es zeigen, kann selbst dieses System 4K auf max settings nicht bei allen aktuellen Spielen die FPS halten.

Frage: Welches System müsste man nehmen oder was an dem vorgeschlagenen Tauschen damit das doch möglich ist?
#67
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da die auflösung eine aufgabe der grafikkarte ist... .mehr grafikpower. restsystem ist da wurscht....

also entweder eine TXP oder eine 2. 1080... und mit den SLI nebenwirkungen leben.

netzteil natürlich angepasst etc...

alternativ settings runter. alles nach rechts ballern wird aufgrund der ganzen extra features wie hairworks etc... immer sinnloser und man sollte sich damit auch mal auseinander setzen.
#68
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Vizeadmiral
Beiträge: 6460
@Scrush: Kurz gesagt, man kriegt derzeit kein System um 2500€ inkl. Monitor dass diese Anforderungen erfüllt. Oder?

Ich fragte nämlich nicht ohne Hintergedanken. Bin seit 2006 komplett raus aus dem Thema und plane mir demnächst einen potenten Rechner für 4K und VR zocken zuzulegen. Mein Budget wird ca. bei 2500€ (ohne VR Brille vorerst) liegen. Daher versuche ich mich derzeit wieder etwas an das Thema ranzutasten, damir die letzten 10 Jahre einfach die Erfahrung fehlt.
#69
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Beiträge: 23709
es kommt auf die spiele an

csgo, lol, etc.. quasi die classic esl games sind in 4k selbst mit einer 960/970/290/390 etc.. möglich. (minimum 60fps auf der gpu seite)

witcher3, division, crysis, etc... ist in 4k nur mit abstrichen möglich.(ca 60fps auf der gpu seite).

ohne angabe, nur schwer möglich da eine passende aussage zu treffen.

mach doch am besten nen thread auf. ^^
#70
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Vizeadmiral
Beiträge: 6460
Zitat Scrush;25109482
es kommt auf die spiele an

csgo, lol, etc.. quasi die classic esl games sind in 4k selbst mit einer 960/970/290/390 etc.. möglich. (minimum 60fps auf der gpu seite)

witcher3, division, crysis, etc... ist in 4k nur mit abstrichen möglich.(ca 60fps auf der gpu seite).

ohne angabe, nur schwer möglich da eine passende aussage zu treffen.

mach doch am besten nen thread auf. ^^


Danke für Deine Antwort!
Ich mache definitiv einen Thread auf sobald es spruchreif ist (derzeit fehlt mir noch das nötige Kleingeld und noch ein wenig zu stressig in der Arbeit). Dann werde ich auch meine Vorstellungen und Wünsche ausführlicher erklären und mal schauen was mit dem Budget geht.

MfG
Laessig
#71
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Fregattenkapitän
Beiträge: 3034
Zitat Zulgohlan;25109245
4k mit allen Details ist so gut wie immer die gpu der Flaschenhals

Kommt drauf an. Wenn Du es so einstellst, dass Du 144 FPS hast, eher nicht. Spiele, die auf einen Kern abgestimmt sind, können das oft gar nicht leisten, und in Spielen mit 6-8 Threads sieht ein Quadcore dann kein Land mehr.
Aber in 4K gibt es das noch nicht, zumindest nicht mit IPS- Panel, weshalb für mich persönlich [email protected] aktuell das HighEnd ist. Wenn jemand die Auflösung lieber nimmt, statt den flüssigen Bewegungen, ist das natürlich seine eigene Ansicht, die ich ihm auch nicht streitig machen möchte...
#72
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Registriert seit: 24.11.2005

Großadmiral
Beiträge: 14882
Das mit dem Quadcore trifft aber nur auf I5s zu. ZB bei Watchdogs 2 hat ein I7 mit 4 Kernen und 8 Threads im CPU Limit 40% mehr FPS als ein gleichgetakteter I7 ohne HT..
#73
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Registriert seit: 29.08.2012

Fregattenkapitän
Beiträge: 3034
Hier nochmal das Bild von GTA V. In dem Moment hatte ich laut Frametime 107,5 FPS. Das Limit war definitiv meine CPU, da meine Grafikkartenauslastung zeitweise herumschwankte.
[ATTACH=CONFIG]382581[/ATTACH]

Deshalb: Ein HighEnd- Rechner sollte erst mal schauen, dass er einen Octacore mit sehr starken Einzelkernen hat, dann erst würde ich an die Grafikkarte denken. Und je nachdem, wie Zen wird, werde ich dann auch auf die meiner Meinung nach mittelfristig einzige sinnvolle Lösung wechseln. Deshalb wie oben erwänht, der Hinweis, dass so ein Teil eventuell innerhalb eines Monats schon nur noch die Hälfte wert sein könnte... Aktuell würde ich definitiv kein HighEnd kaufen.
#74
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Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2113
Ich muss hier jetzt doch noch mal etwas schreiben, damit das andere nicht als allgemeingültiges Mantra interpretieren.
Das was du schreibst mag bei einem absoluten High-End Rechner stimmen. Und bei dem einen Szenario, was du hier aufführst. Die Mehrleistung einer schnelleren Grafikkarte kann man aber in jedem Fall "nutzen". Wenn man am "Frame-Limit" ist halt in mehr Bildqualität. Die Mehrleistung eines Hexa/Octa-Core kann man nur in bestimmten Szenarien nutzen. Wird höhere Single- bis Quad-Core-Leistung benötigt, bringen Hexa/Octa-Cores ebenfalls nichts aufgrund der geringeren Taktung. Dort ist ein 6700K schneller.

Für den 2200€ "High-End" Gaming-Rechner macht eine Titan X + 6700K in 4K mehr Sinn als ein Hexa-Core mit 1080. Ein Octa-Core passt nicht ins Budget, bzw. nur mit Abstrichen an anderen Komponenten. Das ich mir das nicht kaufen würde steht auf einem anderen Blatt.

Und High-End zu kaufen macht ja fast nie Sinn.
#75
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Registriert seit: 31.12.2008
Darmstadt
Admiral
Beiträge: 23709
es kommt auch immer auf die games an. mein 6700k 4,5 + 3k ram limitiert auch in gta v extremst. ich kann bei weitem nicht auf max sichtweite + gras spielen um die 66fps @ 66hz zu halten und habe relativ ähnliche settings wie mit dem 3570k. sichtweiten 2-3 klicks höher. gras immer noch auf minimum.

da bringt mir auch die titan X Pscal nichts. wenn die cpu ihr limit bei unter 60fps hat dann wird wohl niemand auf die idee kommen das gpu limit darunter zu drücken.^^

dafür kann ich mit der 1080 in 1080p + 4x msaa + HD Schatten spielen und hab noch luft :D
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