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Buyer's Guide: Bauvorschlag für einen 500-Euro-Rechner

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Seite 3: Die Hardware im Detail II

Die Grafikkarte:

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Die für Spieler wichtigste Komponente ist die Grafikkarte. Hier entschieden wir uns für eine leicht übertaktete Radeon R9 380 von MSI, die zugleich eines der günstigsten Modelle mit Tonga-GPU ist. Sie stellt 1.792 Streamprozessoren, 112 Textureinheiten und 32 Rasterendstufen bereit und kann auf einen 2.048 MB großen GDDR5-Videospeicher zurückgreifen, welcher über ein 256 Bit breites Speicherinterface an die GPU angeschlossen wird. Während sich die Referenzversion von AMD mit einem Chip- und Speichertakt von 970 respektive 1.375 MHz ans Werk macht, drehte MSI bei seiner Version minimal an der Taktschraube und lässt zumindest den Grafikprozessor mit 10 MHz mehr arbeiten – von einer Übertaktung kann man hier eigentlich nicht sprechen. Dafür verbaute man einen eigenen Dual-Slot-Kühler mit dicken Kupfer-Heatpipes, zahlreichen Aluminiumfinnen und zwei großen Axiallüftern. Die Grafikkarte ist insgesamt in Schwarz/Weiß gehalten.

Wer lieber eine NVIDIA-Grafikkarte haben möchte, für den ist die ASUS GeForce GTX 950 StriX OC eine gute Alternative, diese ist je nach Benchmark jedoch nicht ganz so schnell wie die Radeon R9 380. Sparfüchse, die mit weniger 3D-Leistung auskommen, sollten sich die Sapphire Radeon R7 370 Dual-X OC oder die Gigabyte GeForce GTX 750 OC näher anschauen, die es schon für unter 100 Euro gibt. Darunter sollten sich Spieler aber nicht mehr orientieren, die kleineren Modelle sind für aktuelle Spieletitel einfach zu leistungsschwach.

Mögliche Alternativen:

Weitere GPU-Tests finden sich in unserer Grafikkarten-Kategorie.

 

Das Netzteil:

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Beim Netzteil setzen wir auf ein 400-Watt-Modell von be quiet!. Dieses stellt nicht nur ausreichend Leistung für spätere Hardware-Upgrades bereit, sondern arbeitet dabei auch noch erfreulich leise. Viel auszusetzen gibt es am gut 47 Euro günstigen ATX-Stromspender nicht. Mögliche Alternativen aber wären die V-Serie von Cooler Master, das Corsair VS450 oder ein Modell der 80Plus-Serie von Super Flower.

Mögliche Alternativen:

Weitere PSU-Tests finden sich in unserer Netzteil-Kategorie.

 

Der Massenspeicher:

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Wer einmal eine SSD über einen längeren Zeitraum genutzt hat, der möchte nicht mehr ohne arbeiten. Wir haben uns deswegen für ein Einstiger-Modell von Crucial entschieden. Die Crucial BX100 wird auch in unserem Forum dank ihrer hohen Leistung und ihres günstigen Preises gerne empfohlen, bietet mit 120 GB in unserem Fall aber gerade einmal ausreichend Speicherplatz für das Betriebssystem und die wichtigste Software und vielleicht noch ein, zwei Spiele. Da aktuelle Grafikkracher wie Grand Theft Auto V oder The Witcher 3 teilweise über 50 GB Plattenplatz für sich beanspruchen, sollte man hier vielleicht zu einem Modell mit größerer Kapazität oder gar zu einer herkömmlichen Magnetspeicherfestplatte wie der Seagate Barracuda greifen. Wer aber einmal eine SSD im System hatte, will diese nicht mehr missen. Aufgrund der hohen Performance entschieden wir uns trotz der geringen Kapazität für ein preisgünstiges Modell. Unsere Empfehlung: Das Betriebssystem und die häufig genutzten Programme auf einer SSD installieren, Spiele hingegen auf einer Festplatte – viel längere Ladezeiten bei den Spielen gibt es (meist) nicht.

Zudem haben wir in Zeiten von Steam, Origin und uPlay auf ein optisches Laufwerk verzichtet – selbst Microsoft liefert seine aktuelle Betriebssystem-Generation bereits auf einem USB-Stick aus. Wer über keine schnelle Internet-Leitung verfügt und noch einige Datenträger besitzt, der sollte sich zusätzlich ein DVD- oder gar Blu-ray-Laufwerk anschaffen.

Mögliche Alternativen:

Weitere SSD-Tests finden sich in unserer Storage-Kategorie.

 

Das Gehäuse:

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Das Gehäuse ist immer Geschmackssache. Wir entschieden uns bei unserem 500-Euro-Rechner für das Thermaltake Versa H23 für knapp 33 Euro. Dieses bietet nicht nur ausreichend Platz für unsere Hardware, sondern kommt auch mit einem aggressiven Gamer-Design daher. Wer es schlichter mag greift besser zum Corsair Carbide 100R oder zum BitFenix Neos. Das perfekte Gamer-Gehäuse für den Einstiegs-Rechner gibt es allerdings nicht.

Der günstige Preis macht sich allerdings bei der Verarbeitungsqualität bemerkbar. Unserem Gehäuse fehlte nicht nur ein Standfuß, auch gab es vor allem bei den hinteren Steckkarten-Slots viele scharfe Kanten. Immerhin ließen sich die Laufwerke ohne Werkzeug unterbringen. Ebenfalls störend: Wer die Grafikkarte im obersten Slot nutzt, kann dicke HDMI- oder DisplayPort-Stecker nicht einsetzen. Hier ist ein zu dicker Rahmen auf Seiten des Gehäuses im Weg. Beim DVI-Ausgang aber gab es keine Probleme.

Mögliche Alternativen:

Weitere Gehäuse-Artikel finden sich in unserer Gehäuse-Kategorie.

Wer noch etwas an der Kühlung feilen möchte und bereit ist, ein paar Euro mehr auszugeben, der kann sein System mit einem be quiet! Silent Wing-Lüfter aufwerten. 

 

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Kommentare (51)

#42
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Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5259
in der Preisklasse würde ich auch einen FX-4xxx oder FX6xxx empfehlen. 8GB Ram, günstiges Board. Wenn 120GB nicht ausreichen eine HDD anstatt SSD. Und als Grafikkarte eine Radeon, die noch ins Budget passt mit mindesten 3GB VRam.
#43
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3596
Zitat NiceGuyAut;23945848
sehe ich auch so, neu zu kaufen bringt Dir bei der Preis leistungs KLasse nicht wirklich was...

lg


Das ist in Argument das hier gar nicht zieht in meinen Augen. Denn nicht jeder will gebraucht kaufen. Zumal Gebrauchtpreise stark schwanken können. Und in dem Guide geht es auch um einen Neu-PC. Das passt schon.
#44
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Registriert seit: 05.01.2007
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1585
Zitat
1. Der Pentium ist ein ausgezeichneter Prozessor für HTPCs und günstige sowie sparsame Office-Systeme. In einem Gaming-PC ist er aber eine glatte Fehlbesetzung. 2 Kerne sind aktuell einfach zu wenig.
Ich würde definitiv einen gleich teuren AMD FX-Quad empfehlen (den ihr ja auch als Alternative empfohlen habt). Klar ist die Effizienz bei dem Pentium deutlich besser, aber darum geht es hier ja nicht (zumindestens nicht primär). Und vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist AMD in diesem Segment einfach die deutliche bessere, weil performantere Wahl.


Das kommt immer drauf an.

Wenn man weiss, was gespielt wird, dann kann man auch was zusammenstellen was genau passt.

Bei so Spielen wie LoL, WoW, Heros of the Storm usw. reicht eine Dual Core CPU, oder ein i3.
Diese sollte dann aber starkt sein, als eher kein FX.

Ansonsten sollte man wenn man es nicht weiss, einfach nen i5 nehmen, oder von mir aus nen FX 6300.
Da lieber bei der Karte abstriche machen als wie bei der CPU.
#45
Registriert seit: 15.01.2015

Korvettenkapitän
Beiträge: 2207
und genau für die erstgenannten Spiele reicht vielleicht auch der Pentium, aber da ist Grafikkarte dann eher für Triple-4K gedacht :/
#46
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Registriert seit: 05.01.2007
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1585
Zitat flxmmr;23949983
und genau für die erstgenannten Spiele reicht vielleicht auch der Pentium, aber da ist Grafikkarte dann eher für Triple-4K gedacht :/


Nicht nur vielleicht, aber der Pentium braucht mehr Takt um auf die gleiche Leistung zu kommen in diesen Spielen wie der i3.
Es fehlt eben HT. Besser noch nen i3 nehmen mit 4MB Cache. Ist man aber schon min 130€ los für die CPU.
#47
Registriert seit: 20.01.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1933
Ich würde lieber einen 300 Euro Office-PC und eine gebrauchte Xbox One/PS4 kaufen...der sinnvollere Weg für Zocker :)
#48
Registriert seit: 15.01.2015

Korvettenkapitän
Beiträge: 2207
kommt drauf an was man zockt... – mit i3+GTX950 ist auf jeden Fall Konsolen"qualität" drin (also [email protected])
#49
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Registriert seit: 05.01.2007
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1585
Zitat cookie_dent_;23950127
Ich würde lieber einen 300 Euro Office-PC und eine gebrauchte Xbox One/PS4 kaufen...der sinnvollere Weg für Zocker :)


Und die Spiele für 70€ pro Spiel gleich dazu :)
Dazu kommt noch, das die Consolen das meistens noch nicht mal schaffen mit den 30fps.

Es gab für mich immer nur einen Grund eine Play Station zu kaufen. Und das war immer Final Fantasy.

Und bei 300 für Office + 300 für Console, kann man auch gleich 600 in nen PC stecken ;)
#50
Registriert seit: 24.04.2004

Kapitänleutnant
Beiträge: 1778
Zitat N!TRO-10kV;23946532
Also ich persönlich finde die Komponenten in dem Buyers-Guide für einen 500 € PC auch nicht optimal gewählt. Vor allem die Kombination des Dual-Core Pentium mit der R9 380 finde ich unausgewogen.

Aber auch einige Argumente kann ich so nicht ganz nachvollziehen.
Kein Skylake, weil die Mainboards so teuer sind? Auch für Skylake gibt es DDR3-Boards für ~60€.

Ich habe mich vor Kurzem auch damit beschäftigt, was man für 500 € spieletaugliches bekommen könnte und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

[LIST]
[*]Intel Core i3-6100, 2x 3.70GHz, boxed / ~120 EUR (dürfte ja kurzfristig verfügbar werden)
[*]H110-Board mit 4x DDR3 / ~60 EUR
[*]4GB, DDR3L-1600, CL11 / ~30 EUR (4 GB sollten für einen PC dieser Leistungsklasse noch ausreichen)
[*]Geforce GTX 750 Ti 2 GB / ~120 EUR
[*]SSD 250 GB / ~80 EUR (Alternativ 1 TB HDD für ~50 EUR)
[*]Gehäuse / ~30 EUR
[*]be quiet! System Power 7 350W / ~40 EUR
[*]Opt. Laufwerk / ~10 EUR
[/LIST]
= ~490 EUR + ein "gebrauchtes" Win7 für kleines Geld.

Ist aus meiner Sicht (persönliche Meinung) ausgewogener.


So wichtig ist die CPU zum zocken ja nicht, und 4 GB RAM sind sehr mager. Allerdings 4 Kerne wären schon gut... SSD weglassen (leider), optisches Laufwerk weglassen. Dann ist auch Geld für RAM da. Wobei man ja sicher auch ne externe Platte z.B. hat, die kann man neben einer 120er SSD für Daten und Spiele nutzen. Dann passt es wieder.
#51
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3596
Zitat kadajawi;23953514
So wichtig ist die CPU zum zocken ja nicht


Das stimmt auch nur wenn die Grundleistung der CPU stimmt. Zumal es durchaus eine Menge Spiele die CPUs zum Frühstück fressen. Außerdem.... es gibt Spiele die mit 2 Kernen/Threads gar nicht starten ;)
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