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Buyer's Guide: Bauvorschlag für einen 500-Euro-Rechner

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Seite 2: Die Hardware im Detail I

Der Prozessor:

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Für unseren 500-Euro-Rechner setzen wir noch auf ein Modell der älteren Haswell-Generation und nicht auf ein Modell der aktuellen Skylake-Familie. Hierfür gibt es mehrere Gründe: Zum einen ist bislang noch kein einziges Modell unterhalb der 90-Euro-Marke verfügbar, zum anderen halten sich die Leistungs- und Effizienzgewinne vor allem in dieser Leistungsklasse stark in Grenzen. Große Abstriche bei Leistung und Effizienz macht man hier nicht, spart dafür aber bares Geld, denn unser Intel Pentium G3420 ist derzeit schon ab knapp 64 Euro erhältlich und erfordert keinen teuren DDR4-Speicher oder ein teures Skylake-Mainboard.

Während die High-End-Modelle der Skylake-Generation mit vier Rechenkernen ausgestattet sind, muss der Pentium G3420 mit zwei Kernen auskommen und zudem auf das HyperThreading-Feature verzichten, womit der Zweikerner maximal zwei Threads gleichzeitig bearbeiten kann. Dafür fallen die Taktraten vergleichsweise hoch aus und liegen schon im Basistakt bei 3,2 GHz, wobei es keinen zusätzlichen Boost-Takt bei der Nutzung eines einzigen Kernes gibt. Der Prozessor macht sich durchgehend mit dieser Geschwindigkeit ans Werk. Sogar eine integrierte Grafiklösung wäre vorhanden, die Intel HD Graphics ist mit ihren vier Execution-Units und Taktraten von 350 bis 1.150 MHz für Spieler aber völlig uninteressant und genügt gerade einmal für sehr alte Spieletitel.

Wer viel Multitasking betreibt und gerne Videos bearbeitet, ist mit einem AMD FX-6300 besser bedient, denn er stellt gleich sechs native Rechenkerne bereit. Wer hingegen ein paar Euro sparen möchte, greift zum kleineren Intel Pentium G3250, Übertakter zum G3258 Anniversary Edition. Dank eines überarbeiteten IHS soll er deutlich kühler bleiben und so noch höhere Taktraten erreichen.

Mögliche Alternativen:

Weitere CPU-Tests finden sich unter in unserer Prozessoren-Kategorie.

 

Der CPU-Kühler:

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Auf einen zusätzlichen CPU-Kühler haben wir bei unserer Auswahl verzichtet, wird die Boxed-Version des Intel Pentium G3420 mit einem Intel-Kühler ausgeliefert. Dieser ist jedoch nicht ganz so leistungsstark wie die Modelle anderer Hersteller und wird unter Umständen etwas lauter. Gute Alternativen wären hier der EKL Alpenföhn Ben Nevis, der Artic Freezer l11 oder der Scythe SCKTN-400 Katana 4. Sie kosten zwischen 20 und 30 Euro und eigenen sich teilweise auch für unsere AMD-Alternative.

Mögliche Alternativen:

Weitere Kühler-Tests finden sich in unserer Kühlungs-Kategorie.

 

Das Mainboard:

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Beim Mainboard entschieden wir uns für ein ASRock B85M Pro4 im Micro-ATX-Format. Trotz der schlanken Abmessungen hält das Board alles bereit, was der Durchschnitts-Gamer benötigen könnte. Das sind vier DDR3-Speicherbänke, ein PCI-Express-x16-Grafikkartenslot, ein weiterer x16-Slot, welcher elektrisch allerdings nur über vier Lanes angesprochen wird, sowie zwei herkömmliche PCI-Steckplätze. SATA III und USB 3.0 gibt ebenso wie Gigabit-LAN und Onboard-Audio. Mit einem Preis von knapp 61 Euro ist der B85-Untersatz annähernd so günstig wie die Pentium-CPU. 

Für die AMD-Alternative in Form des FX-6300 greift man am besten zum MSI 970A-G43, welches ebenfalls über ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis verfügt. Wer ASUS bevorzugt, sollte sich das H81M-Plus des Herstellers ansehen, speziell für die Übertakter-Variante empfiehlt sich das ASRock H97 Anniversary, welches zahlreiche Overclocking-Features bietet und speziell für den Intel Pentium G3258 Anniversary Edition entwickelt wurde, trotzdem aber kein allzu großes Loch in den Geldbeutel reist.

Mögliche Alternativen:

Weitere Mainboard-Tests finden sich in unserer Mainboard-Kategorie.

 

Der Speicher:

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Beim Speicher entschieden wir uns für insgesamt 8 GB DDR3-Arbeitsspeicher aus dem Hause Corsair. Zwar laufen aktuelle Spiele und Windows 10 auch mit der Hälfte an Arbeitsspeicher problemlos, jedoch bezahlt man für die doppelte Menge nur einen sehr geringen Aufpreis, weshalb wir uns für die zukunftsfähigere Variante entschieden und gleich 8 GB Speicher verbaut haben. Die Module der Vengeance-LP-Reihe laufen mit 1.600 MHz und bringen es auf Zugriffszeiten von CL 9-9-9-24. Schärfere Timings bringen bei Haswell nur einen geringfügigen Leistungsschub und das nur in synthetischen Benchmarks, denn in der Praxis machen sich diese kaum bemerkbar.

Mögliche Alternativen wären Dual-Channel-Kits von Crucial oder G.Skill, die teils auf einen aufwendigen Heatspreader verzichten.

Mögliche Alternativen:

Weitere RAM-Tests finden sich in unserer Arbeitsspeicher-Kategorie.

Fertig ist das Grundgerüst aus Mainboard, Prozessor, Kühler und Arbeitsspeicher. Stecken wir nun die restlichen Komponenten hinzu und spendieren ihr ein schönes Zuhause. 

 

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Kommentare (51)

#42
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Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5277
in der Preisklasse würde ich auch einen FX-4xxx oder FX6xxx empfehlen. 8GB Ram, günstiges Board. Wenn 120GB nicht ausreichen eine HDD anstatt SSD. Und als Grafikkarte eine Radeon, die noch ins Budget passt mit mindesten 3GB VRam.
#43
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3597
Zitat NiceGuyAut;23945848
sehe ich auch so, neu zu kaufen bringt Dir bei der Preis leistungs KLasse nicht wirklich was...

lg


Das ist in Argument das hier gar nicht zieht in meinen Augen. Denn nicht jeder will gebraucht kaufen. Zumal Gebrauchtpreise stark schwanken können. Und in dem Guide geht es auch um einen Neu-PC. Das passt schon.
#44
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Registriert seit: 05.01.2007
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1586
Zitat
1. Der Pentium ist ein ausgezeichneter Prozessor für HTPCs und günstige sowie sparsame Office-Systeme. In einem Gaming-PC ist er aber eine glatte Fehlbesetzung. 2 Kerne sind aktuell einfach zu wenig.
Ich würde definitiv einen gleich teuren AMD FX-Quad empfehlen (den ihr ja auch als Alternative empfohlen habt). Klar ist die Effizienz bei dem Pentium deutlich besser, aber darum geht es hier ja nicht (zumindestens nicht primär). Und vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist AMD in diesem Segment einfach die deutliche bessere, weil performantere Wahl.


Das kommt immer drauf an.

Wenn man weiss, was gespielt wird, dann kann man auch was zusammenstellen was genau passt.

Bei so Spielen wie LoL, WoW, Heros of the Storm usw. reicht eine Dual Core CPU, oder ein i3.
Diese sollte dann aber starkt sein, als eher kein FX.

Ansonsten sollte man wenn man es nicht weiss, einfach nen i5 nehmen, oder von mir aus nen FX 6300.
Da lieber bei der Karte abstriche machen als wie bei der CPU.
#45
Registriert seit: 15.01.2015

Korvettenkapitän
Beiträge: 2213
und genau für die erstgenannten Spiele reicht vielleicht auch der Pentium, aber da ist Grafikkarte dann eher für Triple-4K gedacht :/
#46
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Registriert seit: 05.01.2007
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1586
Zitat flxmmr;23949983
und genau für die erstgenannten Spiele reicht vielleicht auch der Pentium, aber da ist Grafikkarte dann eher für Triple-4K gedacht :/


Nicht nur vielleicht, aber der Pentium braucht mehr Takt um auf die gleiche Leistung zu kommen in diesen Spielen wie der i3.
Es fehlt eben HT. Besser noch nen i3 nehmen mit 4MB Cache. Ist man aber schon min 130€ los für die CPU.
#47
Registriert seit: 20.01.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1933
Ich würde lieber einen 300 Euro Office-PC und eine gebrauchte Xbox One/PS4 kaufen...der sinnvollere Weg für Zocker :)
#48
Registriert seit: 15.01.2015

Korvettenkapitän
Beiträge: 2213
kommt drauf an was man zockt... – mit i3+GTX950 ist auf jeden Fall Konsolen"qualität" drin (also [email protected])
#49
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Registriert seit: 05.01.2007
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1586
Zitat cookie_dent_;23950127
Ich würde lieber einen 300 Euro Office-PC und eine gebrauchte Xbox One/PS4 kaufen...der sinnvollere Weg für Zocker :)


Und die Spiele für 70€ pro Spiel gleich dazu :)
Dazu kommt noch, das die Consolen das meistens noch nicht mal schaffen mit den 30fps.

Es gab für mich immer nur einen Grund eine Play Station zu kaufen. Und das war immer Final Fantasy.

Und bei 300 für Office + 300 für Console, kann man auch gleich 600 in nen PC stecken ;)
#50
Registriert seit: 24.04.2004

Kapitänleutnant
Beiträge: 1778
Zitat N!TRO-10kV;23946532
Also ich persönlich finde die Komponenten in dem Buyers-Guide für einen 500 € PC auch nicht optimal gewählt. Vor allem die Kombination des Dual-Core Pentium mit der R9 380 finde ich unausgewogen.

Aber auch einige Argumente kann ich so nicht ganz nachvollziehen.
Kein Skylake, weil die Mainboards so teuer sind? Auch für Skylake gibt es DDR3-Boards für ~60€.

Ich habe mich vor Kurzem auch damit beschäftigt, was man für 500 € spieletaugliches bekommen könnte und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

[LIST]
[*]Intel Core i3-6100, 2x 3.70GHz, boxed / ~120 EUR (dürfte ja kurzfristig verfügbar werden)
[*]H110-Board mit 4x DDR3 / ~60 EUR
[*]4GB, DDR3L-1600, CL11 / ~30 EUR (4 GB sollten für einen PC dieser Leistungsklasse noch ausreichen)
[*]Geforce GTX 750 Ti 2 GB / ~120 EUR
[*]SSD 250 GB / ~80 EUR (Alternativ 1 TB HDD für ~50 EUR)
[*]Gehäuse / ~30 EUR
[*]be quiet! System Power 7 350W / ~40 EUR
[*]Opt. Laufwerk / ~10 EUR
[/LIST]
= ~490 EUR + ein "gebrauchtes" Win7 für kleines Geld.

Ist aus meiner Sicht (persönliche Meinung) ausgewogener.


So wichtig ist die CPU zum zocken ja nicht, und 4 GB RAM sind sehr mager. Allerdings 4 Kerne wären schon gut... SSD weglassen (leider), optisches Laufwerk weglassen. Dann ist auch Geld für RAM da. Wobei man ja sicher auch ne externe Platte z.B. hat, die kann man neben einer 120er SSD für Daten und Spiele nutzen. Dann passt es wieder.
#51
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3597
Zitat kadajawi;23953514
So wichtig ist die CPU zum zocken ja nicht


Das stimmt auch nur wenn die Grundleistung der CPU stimmt. Zumal es durchaus eine Menge Spiele die CPUs zum Frühstück fressen. Außerdem.... es gibt Spiele die mit 2 Kernen/Threads gar nicht starten ;)
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