> > > > ZOTAC ZBOX IQ01 Plus im Test

ZOTAC ZBOX IQ01 Plus im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 6: Fazit

ZOTAC hat seine ZBOX-Familie mit der IQ01 wieder einmal mehr sinnvoll erweitert. Hinsichtlich Leistung, Abwärme und Leistungsaufnahme kann sich das System sehen lassen. Kleine Ausrutscher hat man sich zumindest bei der Plus-Version aber trotzdem geleistet. 

Weder an der Optik seiner neuen ZBOX hat ZOTAC gefeilt noch deren Größe verändert - man hält weiter am bekannten ZBOX-Design fest. Im Inneren der 188 x 44 x 188 mm großen Box hat sich im Vergleich zu älteren Modellen aber einiges getan. Statt eines langsamen Atom-Prozessors oder einer ULV-CPU auf "Ivy Bridge"-Basis, hat man nun einen schnellen "Haswell"-Prozessor der 45-Watt-TDP-Klasse verbaut. Der Intel Core i7-4770T nimmt dabei im herkömmlichen Sockel LGA1150 seinen Platz ein, wurde nicht auf dem Mainboard verlötet und ließe sich damit nach Belieben austauschen. Das ist allerdings nicht zwingend notwendig, arbeiten die vier Kerne mit ihrem Basis- und Boost-Takt von 2,5 bzw. 3,7 GHz doch ausreichend schnell. Im Cinebench-Benchmark überflügelt man hauseigene Gegner mit Intels Atom-Prozessor oder AMDs "Brazos"-APU mit Leichtigkeit. Auch in Futuremarks 3DMark 11 oder der aktuellen Version des 3DMarks setzt man sich deutlich ab. In Sachen CPU-Leistung braucht sich die ZOTAC ZBOX IQ01 Plus nicht zu verstecken.

Auch die Grafikleistung ist ausreichend für ältere und nicht ganz so grafiklastige Spiele proportioniert. Titel wie Anno 2070, Resident Evil 5 oder Streetfighter IV laufen nicht immer ruckelfrei über den Bildschirm, bei anspruchsvolleren Titeln müssen die Details reduziert werden. 4K-Inhalte spielt die kleine Box ebenfalls ohne große Probleme ab. Einzig bei der Festplatte hätte ZOTAC zu einem performanteren Modell greifen sollen. In der Vergangenheit war dies ebenfalls schon einer der größten von uns angebrachten Kritikpunkte bei anderen Plus-Versionen der ZBOX-Modelle. Die verbaute Western-Digital-Festplatte ist mit ihren 5.400 Umdrehungen pro Minute etwas zu langsam - hier hätte es zumindest ein Modell mit 7200 rpm sein dürfen.

Beim verbauten Arbeitsspeicher gibt es ebenfalls etwas auszusetzen. Zwar ist dieser mit 1.600 MHz ausreichend schnell, doch verbaut ZOTAC lediglich ein einziges Modul und verzichtet so auf Dual-Channel. Die Speicherbandbreite fällt damit auf knapp über zehn Gigabyte in der Sekunde deutlich zurück. Zumindest kann aber mit einer besseren Aufrüstbarkeit argumentiert werden. Die ZOTAC ZBOX IQ01 Plus gibt es allerdings auch als Barebone-System ohne Massenspeicher und Arbeitsspeicher-Modul. Dann lassen sich auch eine flotte SSD und zwei RAM-Module verbauen.

Bei der Leistungsaufnahme kann die Box aber auf ganzer Linie überzeugen und bleibt stets der 50-Watt-Marke entfernt. Im Leerlauf sogar sehr deutlich, denn im normalen Windows-Betrieb zog das System gerade einmal 11,8 Watt aus der Steckdose. Unter Volllast waren es hingegen 44,6 Watt. Die Temperaturen liegen dann ebenfalls im grünen Bereich und das obwohl wir die "Haswell"-CPU mit Prime 95 und Furmark gleichzeitig über einen längeren Zeitraum belasteten. Prozessor, Festplatte und Gehäuse heizten sich in diesem Szenario auf 70, 40 bzw. 30 °C auf. Auch die Lautstärke fällt etwas niedriger aus, als wir sie bisher von ZBOX-Modellen dieser Art her kennen. Unter Last konnten wir einen Schallpegel von 36,3 dB(A) aus einer Entfernung von 30 cm und direkt auf den Lüfterschlitz gerichtet messen. 

Beim Lieferumfang zeigt sich der Hersteller wieder einmal mehr als großzügig. Unserem Testmuster lagen nicht nur ein Quick-Start-Guide samt Treiber-CD bei, sondern auch ein Adapter von DVI auf VGA und ein weiterer von DVI auf HDMI. Die nötigen Treiber fanden sich zudem auf einem USB-Stick. Selbst ein Umbau-Kit für die Montage des Systems an einem VESA-Monitor war im Lieferumfang enthalten. Eine Fernbedienung für die integrierte Infrarot-Schnittstelle hätten wir noch gerne gesehen. Die Box wird ohne installiertes Betriebssystem ausgeliefert. 

Auch die Anschluss-Vielfalt kann sich sehen lassen. Insgesamt vier USB-3.0-Schnittstellen, zwei DisplayPort-Anschlüsse, ein HDMI-Port und Dual-Gigabit-LAN sind mit an Board, genau wie ein 4-in-1-Kartenleser, WLAN, Bluetooth 4.0 und die obligatorischen Sound-Ausgänge. 

Preislich muss man für die Vollausstattung der ZOTAC ZBOX IQ01 rund 565 Euro einplanen. Die Barebone-Version ohne HDD und RAM kostet derzeit knapp 480 Euro und bietet sich für performanceorientiere Anwender an. Da alleine schon die CPU über 260 Euro kostet, geht der Preis für die gebotene Leistung in Ordnung.

Alles in allem ist die ZOTAC ZBOX IQ01 Plus ein guter und leistungstarker Mini-PC mit schickem Gehäuse.

Positive Aspekte der ZOTAC ZBOX IQ01 Plus:

  • Schickes und hochwertiges Gehäuse
  • Viele Aufstellungsmöglichkeiten
  • Viele Anschlüsse
  • Hohe CPU-Power
  • Sehr gute Leistungsaufnahme

Negative Aspekte der ZOTAC ZBOX IQ01 Plus:

  • Langsame Festplatte in der Plus-Version
  • Kein Dual-Channel in der Plus-Version
  • Fernbedienung nur optional erhältlich
 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (8)

#1
customavatars/avatar178325_1.gif
Registriert seit: 11.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4592
Zotac - Y U NO Iris Pro?
#2
customavatars/avatar60003_1.gif
Registriert seit: 13.03.2007
Happiness Island
Flottillenadmiral
Beiträge: 4254
Anno 2070 mit der Intel HD 4600 auf höchsten Einstellungen? Die Benchmarks sprechen eine andere Sprache.
#3
customavatars/avatar114785_1.gif
Registriert seit: 14.06.2009
Hamburg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2154
Am TV "reichen" zwar 30fps, aber wenn die min frames darunter fallen, stört das schon. Und 30 fps min wird weder bei RE5 noch Anno erreicht - selbst bei 1280*720.
Für eine Intellösung ist die gebotene Grafikleistung nicht schlecht, aber zum Spielen auf "High" einfach nicht geeignet. Siehe Anno mit unter 10 fps...
#4
customavatars/avatar1281_1.gif
Registriert seit: 09.01.2002
Geboren in Nepal, Wohnhaft in HH-Altona
Admiral
Beiträge: 15294
*mhh* HDD raus schmeißen und eine Samsung oder Seagate SSD rein *mhh*
#5
Registriert seit: 14.11.2012
Schwäbisch Hall
Gefreiter
Beiträge: 58
Anno und resident evil auf höchsten einstellungen ruckelfrei? hat der verfasser dieses artikels vllt einen biologisch eingebauten frameblender? 20 lass ich mal noch grad so durchgehen aber nichtmal 10 fps als ruckelfrei zu bezeichnen?! hier ist ne überarbeitung fällig!
#6
Registriert seit: 01.02.2010

Matrose
Beiträge: 4
Also hat es sich bestätigt, dass die HD 4600 (zudem beim geringeren Takt des T-Modells) zu schwach ist. Wie ich hier schon angekratzt habe, wäre so eine ZBOX mit einer Iris 5200 Pro iGPU wirklich allseitig TOP! ... Aber nee, CPUs mit Iris 5200 Pro iGPU werden von Intel wie goldene Eier gehütet - genauso wie die ehemals (noch für dieses Jahr) versprochenen R-Modelle samt Mini-ITX MoBos...
Na ja, angeblich soll Iris 5200 Pro (evtl. sogar verbesserte "Plus Version" bzw. "... 5X00 ..." (wobei X>2)) iGPU beim "bald" (Desktop-Modelle) kommenden Broadwell @ 14 nm Standard sein - zumindest bei den i7-Modellen, zudem soll EDRAM und die Spannungs[u]regler[/u] ins DIE wandern ... und zwischen Daukappe und DIE wird mit Sicherheit "Intel-Dünnschiss" aufgetragen (wer will letztbezüglich wetten? ^^).

CPU-Leistung, Verbrauch und Lautstärke dieser ZBOX sind dagegen Top - kann man sehr schön mit arbeiten!
Danke für schnellen Test. :)
#7
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 434
Also weil Intel für die Cpu 260€ will geht der Preis von über 500€ in Ordnung? Was ist den das für eine Logik?

Ich für meinen Teil warte auf Zotac ZBOX nano AQ01, ist ja bald soweit. Dürfte auch unter 200€ rutschen...
#8
customavatars/avatar9873_1.gif
Registriert seit: 10.03.2004
Köln
Leutnant zur See
Beiträge: 1048
Zum Spielen ist die Box von der Grafik her nichts und als HTPC oder Office-PC ist kein i7 notwendig. Ergo: Am Bedarf vorbei produziert.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel NUC6i7KYK: Skull-Canyon-NUC für Gelegenheitsspieler

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/INTEL-NUC-6I7KYK/INTEL_NUC6I7KYK_TEST-TEASER

Schon weit vor der offiziellen Vorstellung im März drehte das bislang schnellste NUC-System seine Runden durch das Internet – seit wenigen Tagen ist das NUC6i7KYK, welches überwiegend unter dem Codenamen "Skull Canyon" bekannt sein dürfte, im Handel verfügbar. Zeit für uns das... [mehr]

MSI Cubi 2 Plus: Flotter Mini-PC mit Mini-STX-Formfaktor im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI2PLUS/MSI_CUBI_2_PLUS_TEST-TEASER

Das MSI Cubi N mag zwar trotz seiner schlanken Abmessungen ein für Office-Arbeiten ausreichend schneller Mini-PC sein, wer jedoch ein wenig mehr Performance benötigt oder gar nach weiteren Aufrüst-Optionen Ausschau hält, der stößt schnell an seine Grenzen. Deutlich flexibler ist man mit dem... [mehr]

27-Zoll-iMac (Late 2015) mit 5K-Retina-Display im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/IMAC-RETINA-LOGO

Ende des vergangenen Jahres aktualisierte Apple seine iMac-Produktpalette. Neu hinzugekommen ist ein kleiner iMac mit 21,5 Zoll und einer 4K-Auflösung für das Display. Neben einigen kleineren Updates beim Prozessor, der Grafikkarte sowie der Kombination aus Festplatte und SSD hat Apple beim... [mehr]

MSI Cubi N – sparsamer und lautloser Mini-PC im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI-N/MSI_CUBI_N_TEST-TEASER

Mit seinem Vortex G65-6QF SLI hatte MSI im April eindrucksvoll bewiesen, dass man sehr kompakte und trotzdem leistungsstarke High-End-Rechner mit schickem Design bauen kann. Doch nicht für jedes Anwendungsgebiet muss es gleich ein 4.000-Euro-System sein – es geht auch deutlich kleiner,... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 2.200-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_HIGH_END_SYSTEM

Nach unserem 600 und 1.300 Euro teuren Buyer's-Guide-Rechnern legen wir noch einmal eine Schippe drauf und erhöhen unser Budget auf 2.200 Euro. Welche Komponenten sind für diese Preisklasse empfehlenswert? Kann man trotzdem ein schnelles und leises System bauen? Wie fällt der... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 1.300-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_MIDRANGE

Nach dem ersten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides erhöhen wir das Budget von 600 auf 1.300 Euro und verbauen noch einmal deutlich schnellere Komponenten. Statt eines Core-i3-Prozessors gibt es ein Core-i5-Modell, den Massen- und Arbeitsspeicher verdoppeln wir und stecken eine deutlich... [mehr]