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ASRock M8 im Test - der leistungsstarke Barebone mit BMW-Design

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Seite 9: Fazit

ASRock wagt mit dem M8 den Sprung in unbekannte Gewässer. Denn einen Gaming-Barebone hatte ASRock bisher nicht im Programm - und es fällt auch schwer, vergleichbare Produkte von anderen Herstellern zu benennen. Umso höher anzurechnen ist es dem Unternehmen, dass ein wirklich innovatives Produkt entwickelt wurde. Eigentlich hätte ASRock einfach ein vorhandenes Mini-ITX-Gehäuse mit Netzteil zukaufen, umlabeln und mit einem eigenen Mainboard bestücken können. Doch stattdessen wurde ein komplett neues und in dieser Form einzigartiges Gehäuse in Kooperation mit BWM Designworks entwickelt und mit einem so auch noch nicht erhältlichen Mainboard bestückt.

Das Resultat dieser Bemühungen kann sich sehen lassen. Das schlanke M8 ist sicherlich kein Gehäuse für Nutzer, die es dezent mögen. Wer aber auf den industriell angehauchten Gaming-Look steht, wird das Gehäuse mit den markanten Querstreben, den beidseitigen Windows und der roten Innenraumbeleuchtung lieben. Dazu passt auch das A-Command, das haptisch zwar gerne noch etwas hochwertiger ausfallen dürfte (z.B. mit einem Edelstahlring und mit einen druckempfindlicheren Bedienelement in der Mitte), dafür aber mit seinem OLED-Display und dem praktischen Funktionsumfang überzeugt. Der Innenraum des Gehäuses wurde sinnvoll ausgelegt. Die Riserkarte ermöglicht eine vertikale Montage der Grafikkarte und damit die geringe Gehäusebreite. So ungewöhnlich diese Lösung ist, so problemlos funktioniert sie in der Praxis - zumindest dann, wenn die genutzte Grafikkarte die Limits nicht überschreitet, die es bei den Dimensionen und der Leistungsaufnahme gibt. Die testweise Bestückung mit einer GeForce GTX 770 verdeutlicht aber, welches Kaliber die Grafikkarten haben können. Die Montage der zusätzlich benötigten Komponenten ist zwar nicht werkzeuglos möglich, aber stimmig umgesetzt. Das gilt auch für den Aufbau des kompakten Laufwerkskäfigs. Wer auf 2,5-Zoll-Laufwerke setzt, kann darin ganze vier SSDs bzw. HDDs unterbringen.  

Überzeugend ist auch das M8-Mainboard. Als Mini-ITX-Mainboard bietet es nur einen Erweiterungskartenslot, der in aller Regel mit einer Grafikkarte bestückt werden wird. Umso wichtiger ist es, dass das Mainboard mit gelungenen Onboardlösungen bestückt ist, denn zusätzlich zur Grafikkarte können keine weiteren Erweiterungskarten nachgerüstet werden. Und tatsächlich überzeugt sowohl der Audiochip von Creative als auch die schnelle W-LAN/Bluetooth-Lösung von Broadcom. An der Anschlussbestückung gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Dass ASRock angesichts dieser Ausstattung zu kompakten So-DIMM-Speicherslots greift, ist zwar nachvollziehbar, sollte aber bei der Systemzusammenstellung bedacht werden. Die beiden weiteren mitgelieferten Komponenten - das Slot-in-Laufwerk für DVDs/CDs und das SFX-Netzteil - verrichten ihre Arbeit unauffällig. Beim Test mit einer GeForce GTX 770 und einem Intel Core i7-4770K zeigte sich, dass das Kühlsystem mit seinen vier 70-mm-Lüftern zumindest mit extremen (und eigentlich unrealistischen) Lastszenarien überfordert ist. Die Temperaturen stiegen genauso wie der Lautstärkepegel in einen kritischen Bereich. Bei einer realistischeren Belastung durch Spiele zeigt sich ein versöhnlicheres Bild. Trotzdem sollten Kaufinteressenten erwägen, das M8 vielleicht nicht mit der maximal möglichen, sondern mit etwas genügsamerer Hardware zu bestücken.

Das ASRock M8 ist ein außergewöhnlicher Barebone. Er ermöglicht nicht nur den Aufbau eines sehr leistungsstarken und gleichzeitig kompakten Mini-ITX-PCs, sondern er präsentiert sich gleichzeitig auch mit einem unverwechselbaren Äußeren. Einem Award steht allerdings das Kühlsystem im Wege.

Postive Aspekte des ASRock M8:

  • geeignet für leistungsstarke Gaming-Hardware
  • einzigartiges, platzsparendes Gehäuse mit praktischem A-Command
  • Standard-Hardware ermöglicht Komponententausch und ermöglicht lange Nutzungsdauer
  • gut ausgestattetes Z87-Mainboard
  • SFX-Netzteil mit 450 Watt und optisches Laufwerk inklusive

Negative Aspekte des ASRock M8:

  • Lüfter im exotischen 70-mm-Format
  • Kühlleistung limitiert
  • nur für flache CPU-Kühler geeignet, SO-DIMM-Speicher nötig
 

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Kommentare (23)

#14
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Beiträge: 869
Wenn es hier ist, poste ich einige detaillierte Bilder und auch Eindrücke der 70mm Lüfter.

Bin gespannt, ob ich bereits die modifizierte Version mit der Lüfteranpassung erhalte.
#15
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Registriert seit: 03.04.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1413
Yep, das BMW Design ist sofort erkennbar. :lol:
#16
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Registriert seit: 01.01.2013

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Beiträge: 869
Ich habe es nun erhalten und fix XEON, 3,5, HDD und R9 280X montiert.
Es ist ein wirklich durchdachtes System, in dem es wirklich eng zu geht.

Wegen der 70mm Brüllscheiben hatte ich große Bedenken, zumal immer mit Drehzahlen um die 3-4.000 diskutiert wurde.
Ich habe nun die aktuellen Treiber drauf und kann alle! Lüfter bis ca. 400 Touren regeln, dann sich auch die 70er leise, nicht silent!
Man muss sich mit dem Lüfter Setup an seine Vorstellungen herantasten, dann bekommt man das System auch wirklich leise, vorausgesetzt man will nicht übertakten, welches ich mit dem XEON von Anfang an ausgeschlossen hatte.

Bildchen vom Setup:



Ich komme vom Coolcube, welches in eigentlich nur wegen der begrenzten Grafikkartenlänge von 180mm gewechselt hatte.
Zugegeben, das M8 ist kein Schnäppchen, sieht aber echt klasse aus und ist top verarbeitet.

Der größte Fehler am M8 sind ganz klar die 70mm Lüfter, da hätte man besser das Case 1cm dicker machen und 80er verbauen können, welche man dann auch vernünftig wechseln könnte.
Zu den 70ern habe ich neben Papst noch keine Alternative gefunden.
#17
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Beiträge: 869
Haben Sie mittlerweile ein paar M8 Besitzer gefunden?
#18
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Beiträge: 229
Hi, meiner ist unterwegs. bin gespannt was mich da erwartet , und der Einbau vonstatten geht. Als Einbau kommt bei mir ein i7 4770k mit 16GB Corsair Speicher und ner 770gtx.

Guten Rutsch ins neue Jahr allerseits!!!!
#19
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Tirol/Wien
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Beiträge: 161
Muß man das Mainboard eigentlich ausbauen, um einen
CPU Kühler mit Backplate zu installieren?

Schönes Neues
#20
Registriert seit: 27.12.2012
Düsseldorf
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Beiträge: 229
So wie ich in einigen Reviews gelesen habe ja . Bin mir noch nicht schlüssig welchen kühler ich verbauen werde.
#21
Registriert seit: 27.12.2012
Düsseldorf
Hauptgefreiter
Beiträge: 229
So habe den asrock m8 erhalten, echt schickes teil. Das verbauen von hardware ist mit etwas Geduld und geschick zu bewältigen. Als Cpu kühler habe ich den phanteks ph-tc90ls verbaut,musste aber zum montieren der backplate mainboard ausbauen. Diese war einfacher als ich dachte,nachdem ich einige Reviews gelesen hatte.
#22
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Registriert seit: 14.03.2007
Au-x-burg
Galionsfigur
Beiträge: 1145
Sehr feines Teil, aber bei den Lautstärken kommt mir das nicht ins Wohnzimmer. Die Suche geht weiter...
#23
Registriert seit: 05.05.2005

Gefreiter
Beiträge: 40
Werde wohl am Wochenende auch endlich meinen bestellen, habe aber noch ein paar Fragen an die die schon einen ihr eigen nennen:
- Sind die Gehäuselüfter ohne weiteres austauschbar, also standardstecker?
- Was für Stromanschlusskabel bietet das Netzteil? 2x6, 2x8?
- Welchen CPU Kühler empfehlt ihr?

Ich wollte das ganze mit einem Xeon Intel Xeon E3-1230V3 und einer HD7870 bestücken, also mässige Stromfresser und hoffe, dass ich Lautstärkenmässig noch ein bischen was machen kann, denn dann und wann will ich das Ding ins Wohnzimmer schleppen und dann sollte es schon "leise" sein.
Wäre für Radschläge dankbar.
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