> > > > MSI Wind Top AG2712 im Test

MSI Wind Top AG2712 im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 4: Fazit

Mit einem Gaming-All-in-One möchte MSI ein neues Kapitel aufschlagen. Eigentlich spricht vieles gegen ein solches System denn gerade Gamer sind diejenigen unter euch Lesern, die auf Desktop-Hardware vertrauen und diese auch gerne einmal austauschen. MSI greift also auf Notebook-Hardware zurück, ähnlich wie in vielen AiO-Geräten. Der Intel Core i7-3630QM ist zwar kein Top-Modell, konnte aber bereits in zahlreichen Notebook-Tests zeigen, dass es eben gar kein schnellerer Prozessor zum Gaming sein muss, da zunächst die Grafik limitiert. Die genutzte Grafik ist flott, auch hier greift MSI aber zu einem etwas vernünftigeren Modell und nutzt nicht die aktuelle Speerspitze. In den Benchmarks reicht dies bei 1920x1080 meist nur in den mittleren Qualitätseinstellungen aus, um ein ausreichend flüssiges Bild auf das Display zu zaubern. Vielleicht sollte MSI über ein Update mit einer der Karten aus der aktuellen Generation nachdenken. Dabei handelt es sich zwar meist auch nur um ein Rebranding, leistungsstärkere GPUs sind allerdings vorhanden. Auf Seiten der Prozessoren wünschen wir uns ein recht schnelles Update auf die "Haswell"-Generation von Intel.

Ansonsten bietet der MSI Wind Top AG2712 eine mehr als ausreichende Ausstattung. Eine 128 GB SSD nebst einer 1 TB fassenden HDD sind schnell und ausreichend groß dimensioniert. Das Display löst bei 27 Zoll mit 1920x1080 Pixeln für die Hardware ausreichend hoch auf. Gut gefallen hat uns hier die Entspiegelung, weniger gut die sichtbare Touch-Matrix. Ohnehin dürfte das Touch-Display meist unbenutzt bleiben, denn noch immer bevorzugen viele Anwender auch für die Bedienung von Windows 8 Maus und Tastatur. Ein Gamer-All-in-One dürfe gerade auf diese beiden Eingabegeräte nicht verzichten.

Doch zurück zur Ausstattung: 4x USB 3.0 und 2x USB 2.0 sind in ihrer Anzahl ausreichend für das übliche Zubehör. Schick ist das Feature, dass auch im ausgeschalteten Zustand die zwei seitlichen USB-Anschlüsse mit Strom versorgt sind und somit das Laden von Smartphone und Co. auch dann möglich ist, wenn nicht gerade ein Spiel über das Display flimmert. Zwei Mini-PCI-Express-Slots erlauben die Erweiterung der Hardware in einem gewissen Umfang. Ebenso selten genutzt werden dürfte der HDMI-In. Per HDMI-Out ist es auch möglich ein weiteres Display anzusteuern. Auf den VGA-Ausgang hätte MSI auch gerne verzichten können und stattdessen lieber einen DVI-Anschluss verbauen sollen. Die Anbindung an das heimische Netzwerk ist per Gigabit-Ethernet und 802.11g ebenfalls ausreichend schnell und einfach möglich.

Etwas schwieriger wird nun die Einschätzung der Optik und Verarbeitung. Gut gefallen hat uns die Standfestigkeit, wobei Fuß und Unterkante des All-in-One sogar optisch ansprechend gelöst wurden. Allerdings hat es MSI nicht geschafft, Display und weitere Hardware in ein schickes Gehäuse zu verpacken. Mit 6,6 cm wirkt es klobig und das schwarze Plastik macht trotz Hochglanzlack einen nur durchschnittlichen Eindruck. Die deutlich sichtbare Touch-Matrix auf dem Display haben wir bereits erwähnt. An dieser Stelle ansprechen möchten wir aber dann auch den großen Abstand zwischen Touch-Sensorik samt Glasscheibe und Display selbst. Es kann nicht direkt das Gefühl entstehen, mit der Windows-Oberfläche zu interagieren. Daher sind viele Hersteller bestrebt, diese beiden Hardware-Komponenten so dicht wie möglich zueinander zu bringen.

Für wen hat MSI den Wind Top AG2712 nun auf den Markt gebracht? Eine schwierige Frage in unseren Augen, aber um sie zu beantworten, muss man auch den Preis mit in Betracht ziehen. 1999 Euro verlangt MSI für sein System. Touch-Displays mit einer Auflösung von 1920x1080 Pixel sind bereits ab 250 Euro zu haben. Ein Alienware 14 kostet mit Intel Core i7-4700MQ und NVIDIA GeForce GTX 765M 1450 Euro. Mit kleinerer SSD und HDD sowie etwas weniger Arbeitsspeicher landen wir hier bei 1600 Euro. Dafür ist man aber deutlich mobiler und letztendlich flexibler in der Wahl des Displays. Beides, also sowohl das MSI Wind Top AG2712 sowie die Kombination aus Notebook und Display sind für Gamer ein Kompromiss, mit dem sie sich abfinden müssen.

Positive Aspekte des MSI Wind Top AG2712:

  • ausreichende Leistung bei 1920x1080 in mittleren Settings
  • systemunabhängige USB-Ports zum Laden von Smartphone und Tablet
  • gute CPU-Performance
  • gute Ausstattung ab Werk (abseits der GPU)

Negative Aspekte des MSI Wind Top AG2712:

  • bei 1920x1080 nur selten die höchsten Settings spielbar
  • keine besonders hochwertige Verarbeitung
  • hoher Preis
 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (11)

#2
customavatars/avatar44816_1.gif
Registriert seit: 12.08.2006

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 507
Jetzt hätte ich aber schon gern die "deutlich sichtbare" Touch-Matrix in der Nahaufnahme gesehen.
#3
customavatars/avatar132350_1.gif
Registriert seit: 30.03.2010
Hamburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4375
@Morrich
Weil matt das Bild verfälscht(Farben) und es unschärfer werden lässt, wer trotzdem drauf steht -> es gibt für jedes Handy matte Folien.

Kleiner Tippfehler in den Spezifikationen:
"802.11 b/g/b"
#4
customavatars/avatar97719_1.gif
Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1433
Zitat estros;20916378
@Morrich
Weil matt das Bild verfälscht(Farben) und es unschärfer werden lässt...


Wen interessieren denn bitte auf einem Smartphone oder Tablet irgendwelche "echten" Farben? Das mag bei nem Bildschirm wichtig sein, der für Bildbearbeitung genutzt wird, aber bei diesen Mobilgeräten ist das doch völlig wurscht.

Funktionieren die Geräte denn mit diesen matten Folien auch noch, oder gibts dann Probleme mit dem Tochscreen?
#5
customavatars/avatar132350_1.gif
Registriert seit: 30.03.2010
Hamburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 4375
Nämlich sehr vielen, da gehen die Meinungen eindeutig auseinander, es ist Geschmackssache. Darum gibt es beides auf dem Markt(matt->siehe einige W8 Tablets).

Dünne Plastikschichten leiten Strom(wie übrings die Displayscheibe selber), Schutzfolien sind sehr beliebt oder auch extra Outdoor-Cases mit dickerer Schutzscheibe(Lifeproof etc).
#6
Registriert seit: 25.05.2013

Oberbootsmann
Beiträge: 912
Also für den Preis würde ich mir dann lieber nen anständiges Notebook kaufen. Finde son All-In-One hat für Gamer keinerlei Vorteile
#7
Registriert seit: 29.03.2013
Deutschland
Hauptgefreiter
Beiträge: 249
Zitat PixxelPC;20918475
Also für den Preis würde ich mir dann lieber nen anständiges Notebook kaufen. Finde son All-In-One hat für Gamer keinerlei Vorteile



Sehe ich Ähnlich aber bei mir sind weitere No go Kriterien drin die mich bei dem Gerät stören. U.a. die Nvidia Grafik.
Selbst meine alte Sony Vaio (Intel I3) VPCCA Möhre besitzt eine Integrierte ATI/AMD Grafikkarte. Für mich also kein Kaufgrund sich sowas zu holen. Dann lieber nen TFT hingestellt und dahinter ein ITX Gehäuse mit entsprechender Konfig dahintergeklemmt, erfüllt den gleichen Zweck und ist um Längen billiger.
#8
Registriert seit: 25.05.2013

Oberbootsmann
Beiträge: 912
Naja also ich "mag" Nvidia "lieber" als AMD ;)
Aber Touch brauch ich net aufm Rechner und nen Notebook könnte man wenigstens einfach mitnehmen.
Und ob da ne kleine Kiste auf/Unter meinem Schreibtisch steht is doch wurscht
#9
Registriert seit: 02.07.2013

Banned
Beiträge: 888
Ob das Ding beim Zubehör auch den Putzlappen mit dabei hat? Außerdem ist so etwas doch sowieso nicht für echte Gamer, das ist für Leute mit zu viel Geld, zu wenig Geduld und zu wenig Intelligenz ;).
#10
customavatars/avatar184321_1.gif
Registriert seit: 10.12.2012
Hamburg
Stabsgefreiter
Beiträge: 300
wer sich sowas zum spielen holen würde, täte sich eine teure sackgasse kaufen.
für 1900€ kriegt man für einen normalen ATX-einbau bessere komponenten und nicht ein system was schon beim kauf nur mittelklasse schafft.

man kann besser und mehr/flexibler aufrüsten, da man normale steckplätze bauformen und sockel findet um überhaupt aufrüsten zu können.
wenn mal was kaputt geht, kann man die defekte kompenente austauschen, was bei zb festgelöteten komponenten schwierig ist.

einzig das es ein AiO-aufbau ist, macht sich beliebt, bei denen die es nicht mögen das unterm schreibtisch eine kiste steht.
achja zum touch -ich seh dabei immer den hardcore-gamer oder die leute beim video-abend, die mir ihren pizza-fingern auf'm schirm rumgrabbeln und sich freuen wie schön der mit der zeit eingesaut wird -ne fernbedienung/maus ist einfacher abzuwischen :-)

mfg
robert
#11
customavatars/avatar79371_1.gif
Registriert seit: 07.12.2007
Ruhrpott
Admiral
Beiträge: 22378
Ist ok - wenn der Preis nicht wäre :D
Und die 12GB Ram muß man wohl nicht nachvollziehen können ;)
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel NUC6i7KYK: Skull-Canyon-NUC für Gelegenheitsspieler

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/INTEL-NUC-6I7KYK/INTEL_NUC6I7KYK_TEST-TEASER

Schon weit vor der offiziellen Vorstellung im März drehte das bislang schnellste NUC-System seine Runden durch das Internet – seit wenigen Tagen ist das NUC6i7KYK, welches überwiegend unter dem Codenamen "Skull Canyon" bekannt sein dürfte, im Handel verfügbar. Zeit für uns das... [mehr]

MSI Cubi 2 Plus: Flotter Mini-PC mit Mini-STX-Formfaktor im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI2PLUS/MSI_CUBI_2_PLUS_TEST-TEASER

Das MSI Cubi N mag zwar trotz seiner schlanken Abmessungen ein für Office-Arbeiten ausreichend schneller Mini-PC sein, wer jedoch ein wenig mehr Performance benötigt oder gar nach weiteren Aufrüst-Optionen Ausschau hält, der stößt schnell an seine Grenzen. Deutlich flexibler ist man mit dem... [mehr]

27-Zoll-iMac (Late 2015) mit 5K-Retina-Display im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/IMAC-RETINA-LOGO

Ende des vergangenen Jahres aktualisierte Apple seine iMac-Produktpalette. Neu hinzugekommen ist ein kleiner iMac mit 21,5 Zoll und einer 4K-Auflösung für das Display. Neben einigen kleineren Updates beim Prozessor, der Grafikkarte sowie der Kombination aus Festplatte und SSD hat Apple beim... [mehr]

MSI Cubi N – sparsamer und lautloser Mini-PC im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI-N/MSI_CUBI_N_TEST-TEASER

Mit seinem Vortex G65-6QF SLI hatte MSI im April eindrucksvoll bewiesen, dass man sehr kompakte und trotzdem leistungsstarke High-End-Rechner mit schickem Design bauen kann. Doch nicht für jedes Anwendungsgebiet muss es gleich ein 4.000-Euro-System sein – es geht auch deutlich kleiner,... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 2.200-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_HIGH_END_SYSTEM

Nach unserem 600 und 1.300 Euro teuren Buyer's-Guide-Rechnern legen wir noch einmal eine Schippe drauf und erhöhen unser Budget auf 2.200 Euro. Welche Komponenten sind für diese Preisklasse empfehlenswert? Kann man trotzdem ein schnelles und leises System bauen? Wie fällt der... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 1.300-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_MIDRANGE

Nach dem ersten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides erhöhen wir das Budget von 600 auf 1.300 Euro und verbauen noch einmal deutlich schnellere Komponenten. Statt eines Core-i3-Prozessors gibt es ein Core-i5-Modell, den Massen- und Arbeitsspeicher verdoppeln wir und stecken eine deutlich... [mehr]