> > > > Test: ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus

Test: ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 6: Fazit

ZOTAC hat mit der ZBOX nano ID64 Plus einen ansprechenden Mini-PC im Programm, der sich hinsichtlich seiner Aufstellung äußerst flexibel zeigt und darüber hinaus mit einer erstklassigen Ausstattung aufwarten kann.

ZOTAC hat einiges daran gesetzt, um am bekannten ZBOX-Design festzuhalten. Wie schon viele vorherige Generationen setzt auch die ZBOX nano ID64 Plus auf eine Mischung aus Piano-Lack-Schwarz und silbernen Seitenteilen in Kombination mit einem blau leuchtenden Ring direkt auf der Oberseite der Box. Dies konnte uns nicht zum ersten Mal überzeugen und erweist sich auch etliche Monate später als ein zeitlos angenehmes Design. Doch auch die inneren Werte des 127 x 127 x 45 mm großen Mini-PCs können sich sehen lassen. Der verbaute Intel Core i5-3337U leistet mit seinem Basistakt von 1,8 GHz und seinem Turbo-Takt von bis zu 2,7 GHz und nicht zuletzt wegen seiner zwei nativen Kerne bzw. vier Threads einiges mehr als die Konkurrenz. Vor allem den hauseigenen Gegner der Intel-Atom-Reihe und auch AMDs „Brazos“-Reihe, welche häufig in kleinen Wohnzimmer-PCs verbaut werden, kann man in Sachen CPU-Leistung ohne Mühen hinten anstellen lassen.

Einzig bei der Festplatte hätte ZOTAC zu einem performanteren Modell greifen können. Das Toshiba-Laufwerk unseres Testmusters leistete in unseren Tests gerade einmal einen Durchsatz von 81,3 MB/Sek. Hier ist die Konkurrenz mit Geschwindigkeiten um die 90 bis 100 MB/Sek. deutlich besser aufgestellt. Allerdings gibt es die ZOTAC ZBOX nano ID 64 Plus auch ohne Massenspeicher und Arbeitsspeicher. Dann kann man auch eine flotte SSD verbauen oder gar zwei mSATA-SSDs, denn auch daran hat der Hersteller gedacht und liefert eine entsprechende Adapter-Platine gleich mit. Die integrierte Intel HD 4000 zwackt sich ihren Videospeicher vom Hauptspeicher ab, der in unserem Fall 4096 MB umfasste. Dafür reicht die Leistung allemal aus, um ältere Spieletitel ruckelfrei über den Bildschirm laufen zu lassen. Die beste Bildqualität und die höchste Auflösung darf man aber freilich nicht erwarten.

Bei der Leistungsaufnahme konnte die Box auf ganzer Linie überzeugen. Mit gerade einmal 16,2 Watt zog sie im 2D-Betrieb erstaunlich wenig aus der Steckdose. Auch unter Volllast blieb man knapp fünf Watt unter der magischen 50-Watt-Marke. Bei den Temperaturen tut sich die ZBOX nano ID64 Plus aufgrund ihrer schlanken Abmessungen etwas schwer, schafft es aber trotzdem für einen stabilen Betrieb zu sorgen und das auch bei sommerlichen Außentemperaturen. Um das aber zu bewältigen, fällt die Lautstärke etwas höher aus als bei anderen Modellen. Hinzu kommt, dass der Lüfter leider ein hochfrequentes Pfeifen erzeugt, was ihn störender macht.

Beim Lieferumfang zeigt sich der Hersteller wieder einmal mehr sehr großzügig. Unserem Sample lagen nicht nur ein Quick-Start-Guide samt einer Treiber-CD bei. Auch ein Adapter von 3,5-mm-Klinke auf mini-S-/PDIF, das Netzteil und eine Adapter-Platine für den Einbau zweier mSATA-SSDs waren im Lieferumfang enthalten. Montagematerial und Umbau-Kit für die Montage an einem VESA-Monitor liegen ebenfalls bei. Einzig eine Fernbedienung haben wir noch vermisst. Diese findet sich bei einigen ZBOXEN bereits im Karton; eine entsprechende Infrarot-Schnittstelle wäre vorhanden.

Dafür stimmt die Anschluss-Vielfalt, denn hier hat die Box trotz ihrer geringen Größe einiges zu bieten. Hierzu zählen vier USB-3.0-Schnitstellen, zwei USB-Ports des älteren Semesters, ein eSATA-Anschluss, einmal Gigabit-LAN, ein Wirless-LAN-Modul, Bluetooth 4.0 und zwei Klinkenbuchsen für den Sound. Mit einem Display verbinden lässt sich die ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus wahlweise über HDMI oder DisplayPort. Auch ein Multicard-Reader ist mit von der Partie.

Preislich muss man für die Vollausstattung der ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus 519 Euro einplanen. Wer lieber selbst auswählt, welchen Arbeitsspeicher und welche Festplatte er verbauen möchte, der spart sich 90 Euro. Die Barebone-Version der neuen ZBOX soll schon für 429 Euro erhältlich sein. Verglichen mit der Leistung durchaus vertretbar!

Alles in allem ist die ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus ein sehr guter Mini-PC, der mit einem schicken Gehäuse und vielen Anschlüssen aufwarten kann.

Positive Aspekte der ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus:

  • Schickes und hochwertiges Gehäuse
  • Viele Aufstellungsmöglichkeiten
  • Viele Anschlüsse
  • Hohe CPU-Power

Negative Aspekte der ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus:

  • Treiber nur auf CD beigelegt
  • Fernbedienung nur optional erhältlich
 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (19)

#10
customavatars/avatar97719_1.gif
Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1435
Also wenn ich mir ein wirklich kleines System zulegen würde um platzsparend nen HTPC zu haben, dann bestimmt nicht so ein Ding.

Da würd ich mir lieber n ITX Gehäuse holen und dort meine Wunschhardware einbauen.
Und das wäre ganz sicher keine Intel CPU mit HD4000 Grafik.
Für das ein oder andere weniger anspruchsvolle Game sollte es dann schon reichen und da sind die AMD APUs einfach viel prädestinierter.
Vor allem, weil dort die Treiber auch was taugen.
#11
customavatars/avatar84710_1.gif
Registriert seit: 10.02.2008

Admiral
Beiträge: 15048
Zitat UHJJ36;20876665
Das stimmt schon, für 300€ wäre das ding echt ein Top Teil aber über 500€???


Jo, das wäre ein passender preislicher Rahmen. ;)
#12
customavatars/avatar144745_1.gif
Registriert seit: 07.12.2010
Düsseldorf
Stabsgefreiter
Beiträge: 376
Und vorallem hätte der tester mal die Adapter-Platine unter die Lupe nehmen sollen.
Läuft die nur Zotac Only in dem System oder könnte sowas auch auf nem anderen Board funktionieren.
Weil das wäre ja schon was für ein itx sytem antelle einer 2,5" SSD/HDD 2 kleine m-Sata SSD´s !
#13
customavatars/avatar31529_1.gif
Registriert seit: 16.12.2005
Augsburg
[online]-Redakteur
Beiträge: 14497
Zitat mickythebeagle;20877147
Und vorallem hätte der tester mal die Adapter-Platine unter die Lupe nehmen sollen.
Läuft die nur Zotac Only in dem System oder könnte sowas auch auf nem anderen Board funktionieren.
Weil das wäre ja schon was für ein itx sytem antelle einer 2,5" SSD/HDD 2 kleine m-Sata SSD´s !

Wir haben leider keine mSATA-SSDs hier.
#14
Registriert seit: 10.06.2009

Leutnant zur See
Beiträge: 1107
und wieder fehlt IR...
#15
Registriert seit: 16.01.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 131
Zitat
Das Wireless-LAN-Modul von Intel funkt im g/b/n-Standard und überträgt so theoretisch bis zu 600 MBit/s.


Fehlerkorrektur:
- Die verwendete Karte ist 300Mbit tauglich.
- b/g/n oder bgn verwenden, denn es wird öfters verwendet (zB Intel selbst; Vergleich von "g/b/n" und "b/g/n" in Google Trends)

Die 5GHz Centrino Karten (6235) sind schon länger erhältlich. In Q2/13 sind die 802.11ac Karten mit Bluetooth 7260 erschienen.
Warum diese Karten nicht eingesetzt werden, weiß wohl nur Zotac selbst.

Quelle: Intel® Centrino® Wireless-N 2230
#16
customavatars/avatar152354_1.gif
Registriert seit: 26.03.2011

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 418
wer mit der stromspar-keule als kaufargument daherkommt und den kaufpreis dabei völlig ausblendet, kann getrost als marketingopfer bezeichnet werden.
#17
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 434
Auserdem ist der Verbrauch jetzt wirklich nicht so gut. Die von mir oben bereits erwähnte Zotac ZBOX nano XS AD13 erreicht 10Watt Idle, 22Watt Vollast. Bei .mkv Dateien ist man bei grob 15-16Watt.

Wer nicht unbedingt ein Designwürfel will bekomm mit dem Zotac ZBOX AD06 immernoch das beste Paket. Ausstattung ebenfalls sehr gut.

172€
http://geizhals.de/zotac-zbox-ad06-zbox-ad06-be-a863359.html
#18
customavatars/avatar52111_1.gif
Registriert seit: 22.11.2006

Bootsmann
Beiträge: 756
Zitat Urban51;20877592
und wieder fehlt IR...


Dort finden sich neben zwei USB-2.0-Schnittstellen auch vier USB-Ports der dritten Generation, eine Infrarot-Schnittstelle für eine Fernbedienung,
#19
customavatars/avatar50343_1.gif
Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6777
Zitat Numrollen;20879217
Auserdem ist der Verbrauch jetzt wirklich nicht so gut. Die von mir oben bereits erwähnte Zotac ZBOX nano XS AD13 erreicht 10Watt Idle, 22Watt Vollast. Bei .mkv Dateien ist man bei grob 15-16Watt.

Wer nicht unbedingt ein Designwürfel will bekomm mit dem Zotac ZBOX AD06 immernoch das beste Paket. Ausstattung ebenfalls sehr gut.

172€
Zotac ZBOX AD06 (ZBOX-AD06-BE) Preisvergleich | Deutschland - Hardwareluxx - Preisvergleich


... und einen winzigen Bruchteil der Rechenleistung.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel NUC6i7KYK: Skull-Canyon-NUC für Gelegenheitsspieler

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/INTEL-NUC-6I7KYK/INTEL_NUC6I7KYK_TEST-TEASER

Schon weit vor der offiziellen Vorstellung im März drehte das bislang schnellste NUC-System seine Runden durch das Internet – seit wenigen Tagen ist das NUC6i7KYK, welches überwiegend unter dem Codenamen "Skull Canyon" bekannt sein dürfte, im Handel verfügbar. Zeit für uns das... [mehr]

MSI Cubi 2 Plus: Flotter Mini-PC mit Mini-STX-Formfaktor im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI2PLUS/MSI_CUBI_2_PLUS_TEST-TEASER

Das MSI Cubi N mag zwar trotz seiner schlanken Abmessungen ein für Office-Arbeiten ausreichend schneller Mini-PC sein, wer jedoch ein wenig mehr Performance benötigt oder gar nach weiteren Aufrüst-Optionen Ausschau hält, der stößt schnell an seine Grenzen. Deutlich flexibler ist man mit dem... [mehr]

27-Zoll-iMac (Late 2015) mit 5K-Retina-Display im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/IMAC-RETINA-LOGO

Ende des vergangenen Jahres aktualisierte Apple seine iMac-Produktpalette. Neu hinzugekommen ist ein kleiner iMac mit 21,5 Zoll und einer 4K-Auflösung für das Display. Neben einigen kleineren Updates beim Prozessor, der Grafikkarte sowie der Kombination aus Festplatte und SSD hat Apple beim... [mehr]

MSI Cubi N – sparsamer und lautloser Mini-PC im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI-N/MSI_CUBI_N_TEST-TEASER

Mit seinem Vortex G65-6QF SLI hatte MSI im April eindrucksvoll bewiesen, dass man sehr kompakte und trotzdem leistungsstarke High-End-Rechner mit schickem Design bauen kann. Doch nicht für jedes Anwendungsgebiet muss es gleich ein 4.000-Euro-System sein – es geht auch deutlich kleiner,... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 2.200-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_HIGH_END_SYSTEM

Nach unserem 600 und 1.300 Euro teuren Buyer's-Guide-Rechnern legen wir noch einmal eine Schippe drauf und erhöhen unser Budget auf 2.200 Euro. Welche Komponenten sind für diese Preisklasse empfehlenswert? Kann man trotzdem ein schnelles und leises System bauen? Wie fällt der... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 1.300-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_MIDRANGE

Nach dem ersten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides erhöhen wir das Budget von 600 auf 1.300 Euro und verbauen noch einmal deutlich schnellere Komponenten. Statt eines Core-i3-Prozessors gibt es ein Core-i5-Modell, den Massen- und Arbeitsspeicher verdoppeln wir und stecken eine deutlich... [mehr]