> > > > Test: ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus

Test: ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 5: In der Praxis

ZOTAC hat sich bei der ZBOX nano ID64 Plus von AMDs Brazos und NVIDIAs ION-Plattform verabschiedet und setzt stattdessen auf einen mobilen Core i5-Prozessor, der mit Intels HD 4000 ausgestattet ist. Damit dürfte er vor allem bei der CPU-Leistung im Vergleich zu vergleichbaren Geräten ordentlich einen drauf setzen. Von der Grafikleistung hingegen erwarten wir uns nicht ganz so viel.

Leistung:

Verglichen mit einem "Ivy Bridge"-Prozessor der Notebook- oder gar Desktop-Klasse hat der kleine ULV Core i5-3337U in Cinebench R11.5 eine nicht mehr ganz so hohe Leistung. Den CPU-Benchmark absolvierte die ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus mit immerhin 2,49 Punkten. Zieht man allerdings einen Intel Atom oder eine APU der "Brazos"-Reihe zum Vergleich heran, so leistet die jetzige Lösung fast schon das Fünffache. AMDs "Brozos" aus der ZBOX ID80 brachte es hier auf gerade einmal maue 0,58 Punkte. Gleiches macht sich in den übrigen Benchmarks, in denen CPU-Leistung gefordert wird, bemerkbar. 7-Zip beendete seine Runden in wesentlich kürzerer Zeit und auch die beiden PCMarks von Futuremark macht sich die schnellere CPU bemerkbar.

Einzig die HDD könnte etwas schneller sein, vor allem dann, wenn man ohnehin ausschließlich von Solid State Drives verwöhnt wird. Mit einem Durchsatz von 81,3 MB pro Sekunde zählt das Toshiba-Modell mit seinen 5400 Umdrehungen und ihrem 8 MB großen Cache nicht gerade zu den schnellsten Modellen. Auch dann nicht, wenn man sie mit anderen 2,5-Zoll-Magnetspeicher-Festplatten vergleicht. Die bringen es gerne auch mal auf über 100 MB/Sek. 

Im Vergleich zu "Brazos" fällt die integrierte HD 4000 des Intel Core i5-3337U allerdings wie erwartet etwas zurück, leistet aber dennoch mehr als ihr direkter Vorgänger, die Intel HD 3000. Ältere Spieletitel und auch aktuellere Spiele lassen sich damit durchaus ruckelfrei hin und wieder spielen. Je nach Hardware-Hunger muss allerdings die Qualität heruntergeschraubt werden.

bench
bench
bench
bench
bench
bench
bench
PCMark 7     PC Mark Vantage
Video Playback 23,97 fps 3391 Memories Score
Video Transcoding 7402,37 KB/s 3472  TV and Movies Score
System Storage - Gaming 3,39 MB/s 4226  Gaming Score
Graphics DX9 14,26 fps 4934  Music Score
Image Manipulation 15,31 Mpx/s 8409  Communications Score
Importing Pictures 5,12 MB/s 5032  Productivity Score
Web Browsing 11,35 pages/s 2583  HDD Score
Data Decrypting 66,73 MB/s - -
Score 2295 5909 Score

Lautstärke:

Die ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus hat eine sehr aktive Lüftersteuerung. Schon im Leerlauf dreht der Lüfter im Inneren des Mini-PCs ständig herauf und herunter. Dabei erzeugt er ein hochfrequentes Surren, das leider nicht von unserem Messgerät erfasst wird. In der Praxis fällt die Lautstärke damit etwas unangenehmer aus. Aus 30 Zentimetern Entfernung hat unser Messgerät immerhin schon einen Schallpegel von 36,8 dB(A) im Leerlauf erfasst, während es unter Last bis zu 47,3 dB(A) waren.

bench

Leistungsaufnahme:

Bei der Leistungsaufnahme kann die ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus voll ihre Muskeln ausspielen. Im normalen Windows-Betrieb genehmigt sich der Winzling gerade einmal 16,2 Watt aus der Steckdose. Schaltet man hingegen Prime 95 hinzu und belastet beide Kerne des Intel Core i5-3337U, so steigt die Leistungsaufnahme auf bis zu 39,3 Watt an. Setzt man zum Schluss noch die integrierte Grafikeinheit unter Volllast, so schwillt der Wert unseres Messgerätes auf bis zu 45,2 Watt an. Von der 50-Watt-Marke blieb unser Testmuster aber weit entfernt.

bench

Temperaturen:


Aufgrund ihrer Größe hat die ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus nicht viel Platz, um die Abwärme großzügig nach außen zu transportieren. Schon im Leerlauf liegen die Temperaturen auf einem höheren Niveau, als man eigentlich erwartet hätte. Im Gehäuse der 127 x 127 x 45 mm großen Box herrschten schon im normalen Windows-Betrieb Temperaturen von etwa 50 °C. Die CPU wurde noch ein Grad wärmer, während die HDD komischerweise mit 48 °C zwei Grad unter der Gehäuse-Temperatur lag. Vielleicht liegt der Case-Sensor aber auch auf der unteren Seite der Platine und damit in direkter Nähe zum CPU-Kühler. Unter Last steigt die Temperatur des Prozessors auf bis zu 77 °C an. Das Gehäuse erwärmt sich in diesem Szenario auf bis zu 57 °C. 

bench
bench

Die ZOTAC ZBOX nano ID64 Plus sollte damit also keinen Platz in der Sonne einnehmen. Für den Betrieb unter dem Fernseher zwischen den Videorecorder und der Spielkonsole droht aber keine Gefahr. Von seiner gefährlichen Höchsttemperatur von 124 °C war der Intel Core i5-3337U noch weit entfernt. 

 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (19)

#10
customavatars/avatar97719_1.gif
Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1435
Also wenn ich mir ein wirklich kleines System zulegen würde um platzsparend nen HTPC zu haben, dann bestimmt nicht so ein Ding.

Da würd ich mir lieber n ITX Gehäuse holen und dort meine Wunschhardware einbauen.
Und das wäre ganz sicher keine Intel CPU mit HD4000 Grafik.
Für das ein oder andere weniger anspruchsvolle Game sollte es dann schon reichen und da sind die AMD APUs einfach viel prädestinierter.
Vor allem, weil dort die Treiber auch was taugen.
#11
customavatars/avatar84710_1.gif
Registriert seit: 10.02.2008

Admiral
Beiträge: 15048
Zitat UHJJ36;20876665
Das stimmt schon, für 300€ wäre das ding echt ein Top Teil aber über 500€???


Jo, das wäre ein passender preislicher Rahmen. ;)
#12
customavatars/avatar144745_1.gif
Registriert seit: 07.12.2010
Düsseldorf
Stabsgefreiter
Beiträge: 376
Und vorallem hätte der tester mal die Adapter-Platine unter die Lupe nehmen sollen.
Läuft die nur Zotac Only in dem System oder könnte sowas auch auf nem anderen Board funktionieren.
Weil das wäre ja schon was für ein itx sytem antelle einer 2,5" SSD/HDD 2 kleine m-Sata SSD´s !
#13
customavatars/avatar31529_1.gif
Registriert seit: 16.12.2005
Augsburg
[online]-Redakteur
Beiträge: 14497
Zitat mickythebeagle;20877147
Und vorallem hätte der tester mal die Adapter-Platine unter die Lupe nehmen sollen.
Läuft die nur Zotac Only in dem System oder könnte sowas auch auf nem anderen Board funktionieren.
Weil das wäre ja schon was für ein itx sytem antelle einer 2,5" SSD/HDD 2 kleine m-Sata SSD´s !

Wir haben leider keine mSATA-SSDs hier.
#14
Registriert seit: 10.06.2009

Leutnant zur See
Beiträge: 1107
und wieder fehlt IR...
#15
Registriert seit: 16.01.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 131
Zitat
Das Wireless-LAN-Modul von Intel funkt im g/b/n-Standard und überträgt so theoretisch bis zu 600 MBit/s.


Fehlerkorrektur:
- Die verwendete Karte ist 300Mbit tauglich.
- b/g/n oder bgn verwenden, denn es wird öfters verwendet (zB Intel selbst; Vergleich von "g/b/n" und "b/g/n" in Google Trends)

Die 5GHz Centrino Karten (6235) sind schon länger erhältlich. In Q2/13 sind die 802.11ac Karten mit Bluetooth 7260 erschienen.
Warum diese Karten nicht eingesetzt werden, weiß wohl nur Zotac selbst.

Quelle: Intel® Centrino® Wireless-N 2230
#16
customavatars/avatar152354_1.gif
Registriert seit: 26.03.2011

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 421
wer mit der stromspar-keule als kaufargument daherkommt und den kaufpreis dabei völlig ausblendet, kann getrost als marketingopfer bezeichnet werden.
#17
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 434
Auserdem ist der Verbrauch jetzt wirklich nicht so gut. Die von mir oben bereits erwähnte Zotac ZBOX nano XS AD13 erreicht 10Watt Idle, 22Watt Vollast. Bei .mkv Dateien ist man bei grob 15-16Watt.

Wer nicht unbedingt ein Designwürfel will bekomm mit dem Zotac ZBOX AD06 immernoch das beste Paket. Ausstattung ebenfalls sehr gut.

172€
http://geizhals.de/zotac-zbox-ad06-zbox-ad06-be-a863359.html
#18
customavatars/avatar52111_1.gif
Registriert seit: 22.11.2006

Bootsmann
Beiträge: 756
Zitat Urban51;20877592
und wieder fehlt IR...


Dort finden sich neben zwei USB-2.0-Schnittstellen auch vier USB-Ports der dritten Generation, eine Infrarot-Schnittstelle für eine Fernbedienung,
#19
customavatars/avatar50343_1.gif
Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6777
Zitat Numrollen;20879217
Auserdem ist der Verbrauch jetzt wirklich nicht so gut. Die von mir oben bereits erwähnte Zotac ZBOX nano XS AD13 erreicht 10Watt Idle, 22Watt Vollast. Bei .mkv Dateien ist man bei grob 15-16Watt.

Wer nicht unbedingt ein Designwürfel will bekomm mit dem Zotac ZBOX AD06 immernoch das beste Paket. Ausstattung ebenfalls sehr gut.

172€
Zotac ZBOX AD06 (ZBOX-AD06-BE) Preisvergleich | Deutschland - Hardwareluxx - Preisvergleich


... und einen winzigen Bruchteil der Rechenleistung.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel NUC6i7KYK: Skull-Canyon-NUC für Gelegenheitsspieler

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/INTEL-NUC-6I7KYK/INTEL_NUC6I7KYK_TEST-TEASER

Schon weit vor der offiziellen Vorstellung im März drehte das bislang schnellste NUC-System seine Runden durch das Internet – seit wenigen Tagen ist das NUC6i7KYK, welches überwiegend unter dem Codenamen "Skull Canyon" bekannt sein dürfte, im Handel verfügbar. Zeit für uns das... [mehr]

MSI Cubi 2 Plus: Flotter Mini-PC mit Mini-STX-Formfaktor im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI2PLUS/MSI_CUBI_2_PLUS_TEST-TEASER

Das MSI Cubi N mag zwar trotz seiner schlanken Abmessungen ein für Office-Arbeiten ausreichend schneller Mini-PC sein, wer jedoch ein wenig mehr Performance benötigt oder gar nach weiteren Aufrüst-Optionen Ausschau hält, der stößt schnell an seine Grenzen. Deutlich flexibler ist man mit dem... [mehr]

27-Zoll-iMac (Late 2015) mit 5K-Retina-Display im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/IMAC-RETINA-LOGO

Ende des vergangenen Jahres aktualisierte Apple seine iMac-Produktpalette. Neu hinzugekommen ist ein kleiner iMac mit 21,5 Zoll und einer 4K-Auflösung für das Display. Neben einigen kleineren Updates beim Prozessor, der Grafikkarte sowie der Kombination aus Festplatte und SSD hat Apple beim... [mehr]

MSI Cubi N – sparsamer und lautloser Mini-PC im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI-N/MSI_CUBI_N_TEST-TEASER

Mit seinem Vortex G65-6QF SLI hatte MSI im April eindrucksvoll bewiesen, dass man sehr kompakte und trotzdem leistungsstarke High-End-Rechner mit schickem Design bauen kann. Doch nicht für jedes Anwendungsgebiet muss es gleich ein 4.000-Euro-System sein – es geht auch deutlich kleiner,... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 2.200-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_HIGH_END_SYSTEM

Nach unserem 600 und 1.300 Euro teuren Buyer's-Guide-Rechnern legen wir noch einmal eine Schippe drauf und erhöhen unser Budget auf 2.200 Euro. Welche Komponenten sind für diese Preisklasse empfehlenswert? Kann man trotzdem ein schnelles und leises System bauen? Wie fällt der... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 1.300-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_MIDRANGE

Nach dem ersten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides erhöhen wir das Budget von 600 auf 1.300 Euro und verbauen noch einmal deutlich schnellere Komponenten. Statt eines Core-i3-Prozessors gibt es ein Core-i5-Modell, den Massen- und Arbeitsspeicher verdoppeln wir und stecken eine deutlich... [mehr]