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Test: Drei Komplettsysteme um 1500 Euro

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Seite 7: Fazit

Update:

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, mussten wir den Artikel für einige Stunden offline nehmen. Grund hierfür ist eine fehlende Abstimmung zwischen uns und den Anbietern gewesen, so dass die von uns beschriebenen Systeme teilweise gar nicht oder nur in anderen Konfigurationen dort verfügbar waren. Dies hat sowohl bei den Lesern wie auch bei den Anbietern zu Irritationen geführt, für die wir uns entschuldigen möchten. Inzwischen haben wir dies angepasst und alle drei Hersteller haben die soeben beschriebenen Systeme auch im Angebot.

Gamer-Systeme mit Kostenpunkt um 1500 Euro bewegen sich in einem sogenannten "Sweet-Spot". Sowohl auf CPU- wie auch GPU-Seite sind nur wenige Abstriche zu machen. Aktuelle Spiele können in ausreichender Auflösung und Grafikeinstellung gespielt werden. Alle Hersteller setzen auf den Intel Core i5-3570K, legen aber unterschiedliche Taktraten an. Aufgrund dessen muss die Performance in diesem Bereich auch unterschiedlich sein. Sehr ähnlich sind sich die drei Hersteller bei der Wahl der SSDs und sonstigen Komponenten. Unterschiede lassen sich dennoch ausmachen, sowohl preislich wie auch in der Ausstattung.

Sicherlich lässt sich jedes der Systeme auch selbst zusammenbauen. Doch nicht jeder will sich die Mühe machen, die Komponenten in verschiedenen Shops zum günstigsten Preis zu suchen, liefern zu lassen und dann zusammenzusetzen. Hardware4u, Nenotec und Ultraforce bieten hier jeweils eine Alternative.

Hardware4u Gamers Dream 4.1 Air Micro:

Hardware4u Gamers Dream 4.1 Air
Hardware4u Gamers Dream 4.1 Air Micro

Der Hardware4u Gamers Dream 4.1 Air Micro bietet auf den ersten Blick Alltagskost: Ein Intel Core i5-3570K auf 4 GHz auf einem ASRock Z77 Pro4-M auf dem auch 8 GB Arbeitsspeicher und eine NVIDIA GeForce GTX 670 untergebracht sind. Eine Besonderheit stellt aber die GeForce GTX 670 dar, denn sie ist nicht nur mit einem alternativen Kühler ausgestattet, sondern auch noch ordentlich übertaktet. 1020 MHz für die GPU einer GeForce GTX 670 sind mehr als 100 MHz über der Standard-Version. Damit reicht die GPU-Leistung fast an die GeForce GTX 680 des Ultraforce-Systems heran. Eine 128 GB Samsug 830 plus zusätzlicher 1 TB HDD sind sowohl schnell als auch ausreichend bemessen. Die genannten Komponenten lassen sich im Online-Shop auch gegen Aufpreis aufwerten. Fast schon eine Besonderheit stellt das kompakte und gedämmte Lian Li PC-A04B dar. Damit ist der Gamers Dream das kompakteste System in diesem Vergleich und bietet dennoch eine mehr als ausreichende Performance.

Wenn wir schon bei der Performance sind, dann sollte gleich zu Beginn festgehalten werden, dass das System von Hardware4u fast auf Niveau des Ultraforce-Systems liegt und das bei der auf dem Papier langsameren CPU und GPU. Performance und Stromverbrauch liegen also auf Platz zwei - die Spitzenposition hält das System aber in Sachen Lautstärke inne. Die Unterschiede zwischen den Systemen sind sehr gering, dennoch gilt es die Werte erst einmal so festzuhalten.

Ausgegeben haben wir einen preislichen Rahmen von 1500 Euro - Hardware4u unterbietet dies mit einem äußerst potenten System zu einem Preis von 1399 Euro.

Nenotec SpeedLine Rocket Intel Ivy Bridge Special:

Nenotec SpeedLine Rocket Intel Ivy Bridge Special
Nenotec SpeedLine Rocket Intel Ivy Bridge Special

Zweiter Vertreter in diesem Vergleich ist das Nenotec SpeedLine Rocket Intel Ivy Bridge Special. Auch bei Nenotec verwendet man einen Intel Core i5-3570K, der mit 4,2 GHz. Die GeForce GTX 670 ist zwar mit einem alternativen Kühler versehen, kann aber nicht mit Overclocking glänzen, wie dies bei Hardware4u der Fall ist. 8 GB Arbeitsspeicher sind ebenso Standard wie die 128 GB fassende Samsung 830 SSD. Imposant ist das System durch das verwendete Coolermaster CM690 Advanced White Edition, das zusätzlich gedämmt wurde. Was dem System von Nenotec am offensichtlichsten fehlt, ist die magnetische Festplatte. Ab 65 Euro kann diese im Online-Shop hinzukonfiguriert werden - was auch mit vielen anderen Komponenten möglich ist.

Ausschließlich auf die GPU-Performance fokussiert ist das System von Nenotec das langsamste in diesem Vergleich. Es darf allerdings auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Leistung mehr als ausreicht, um auch aktuelle Spiele ausreichend schnell darzustellen. Dies alles geschieht bei niedrigem Stromverbrauch und bei guter Lautstärke. Das Gehäuse bietet zusätzlich noch nette Funktionen wie die nach außen geführten Anschlüsse sowie die Möglichkeit eine SATA-Festplatte direkt in den dazu vorgesehenen Schacht zu stecken.

Mit 1499 Euro liegt Nenotec bei der Preisgestaltung eine Punktlandung hin. Gerade im Vergleich zum System von Hardware4u müssen allerdings einige Abstriche gemacht werden. Dies betrifft nicht nur die Performance, sondern auch Punkte wie die fehlende HDD.

Ultraforce - Core i5 3570K GTX680 Silent Thunder:

Core i5 3570K GTX680 Silent Thunder
Core i5 3570K GTX680 Silent Thunder

Ultraforce legt 4,4 GHz an den Core i5-3570K an und kann in diesem Bereich klar mit dem höchsten Takt überzeugen. Auch bei der Wahl der Grafikkarte wählt man das potentiell schnellste Modell: eine GeForce GTX 680 mit DirectCU-II-Kühler aus dem Hause ASUS. 8 GB Arbeitsspeicher sollten in diesem Bereich üblich sein und reichen für aktuelle Anwendungen auch aus. Die Crucial M4 genügt mit 128 GB für Windows selbst und die wichtigsten Dateien. Größere Datenmengen können auf einer 1 TB fassenden HDD ausgelagert werden. Alle eben genannten Komponenten lassen sich im Shop nach Wunsch konfigurieren, gegen Aufpreis also in höherwertigere tauschen. Gut gefallen hat uns auch das Coolermaster Silencio RC-650-KKN1, sowohl was die Lautstärke und Qualität der Dämmung anbelangt wie auch das Feature der zur Front geführten Anschlüsse.

In Sachen Performance ist das Ultraforce-System das schnellste der drei. Das ist der schnellsten CPU-GPU-Kombination zuzuschreiben. Dafür ist der Stromverbrauch allerdings auch der höchste. Auch wenn wir den verwendeten Komponenten samt Kühlung und dem Gehäuse gute Dämm-Eigenschaften zuschreiben, so ist das System dennoch das lauteste. Die gemessenen Werte müssen allerdings in Relation gesetzt werden. Für diesen Leistungsbereich sprechen wir immer noch von einem sehr leisen System, das keineswegs unangenehm auffällt.

Die Wahl der schnelleren Komponenten scheint erst einmal keinen Einfluss auf den Preis zu haben, denn mit 1499 Euro ist Ultraforce System genauso teuer, wie das System von Nenotec. Dafür aber ist die Performance auch deutlich darüber an zusiedeln - auch im Vergleich zum System von Hardware4u, wenngleich der Performance-Unterschied hier geringer ist.

Gesamturteil:

Leistungssieger in diesem Vergleich ist das Ultraforce - Core i5 3570K GTX680 Silent Thunder. Es bietet die höchste Performance in allen Bereichen und lässt auch bei der Ausstattung keine Fragen offen. Preis/Leistungssieger ist aber das Gamers Dream 4.1 Air Micro von Hardware4u, da hier eine ähnliche Performance für 100 Euro weniger geboten wird.

Ultraforce-EH Award

Dem Ultraforce - Core i5 3570K GTX680 Silent Thunder verleihen wir aufgrund der gebotenen Leistung gepaart mit dem guten Preis/Leistungsniveau im Vergleich zur Konkurrenz den "Hardwareluxx Excellent Hardware"-Award.

 

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Kommentare (18)

#9
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Beiträge: 29105
Hardware4u hat uns darüber informiert, dass die SSD nicht über den Zusatzchip von ASMedia angeschlossen sein sollte und das ihnen offenbar ein Fehler beim Zusammenbau des Systems unterlaufen ist. Im Normalfall werden die Anschlüsse zum Controller des Z77-Chipsatzes verwendet.
#10
Registriert seit: 30.03.2008

Leutnant zur See
Beiträge: 1254
3 teure Kisten und dann nur billiger Onboardsound...

Erwähnenswert wäre vielleicht auch noch, was die Kisten im Eigenbau gekostet hätten...
#11
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Registriert seit: 23.08.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 142
Also mich überzeugt es nicht unbedingt.

Für 1500€ habe ich bereits 16GB Ram, einen 3770K, das Deluxe Bord von Asus und eine Asus Xonar Phoebus verbaut.
Zusätzlich 256GB SSD von Samsung und einen Genesis Kühler.

Das einzige was im meiner Rechnung nicht vorkommt ist ein Tower.
Da bleibe ich lieber beim selbst zusammenbau und übertakten ist heutzutage einfacher als jemals zuvor.
#12
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[printed]-Redakteur
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Wie ihr sicherlich bemerkt habt, mussten wir den Artikel für einige Stunden offline nehmen. Grund hierfür ist eine fehlende Abstimmung zwischen uns und den Anbietern gewesen, so dass die von uns beschriebenen Systeme teilweise gar nicht oder nur in anderen Konfigurationen dort verfügbar waren. Dies hat sowohl bei den Lesern wie auch bei den Anbietern zu Irritationen geführt, für die wir uns entschuldigen möchten. Inzwischen haben wir dies angepasst und alle drei Hersteller haben die soeben beschriebenen Systeme auch im Angebot.
#13
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Registriert seit: 27.03.2009
provinz [email protected] Sexony
Fregattenkapitän
Beiträge: 2731
Bemerkt habe ich nichts, weil nicht gesehen/gelesen ^^

Der beste wäre einer der mit allen guten Komponenten aus allen dreien daher kommen würde, erschreckend mal wieder wie schlecht die Asrock-Mainboards im idle sind, trotz eines sehr effizienten Netzteil - Schade eigentlich ;)

@prien: Was Du bekommst beim selber bauen interessiert hier eigentlich nicht, steht sogar im ersten Satz des Artikels ;)
#14
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Hauptgefreiter
Beiträge: 142
@dochurt

Es interessiert insoweit, da die Leistungssteigerung bei einem selbst gebauten Pc höher ist und man allgemein mehr für sein Geld bekommt.
In meinen Augen sind die Systeme einfach viel zu teuer.
Sie werben mit hohen Taktfrequenzen, aber der Rest der Komponente bleibt auf der Strecke.

Ich habe bei allen 3 Händlern mal mein Wunschsystem konfiguriert und komme da auf Summen die utopisch sind.
Da werden teils über 2000Euro verlangt.

Da kann ich auch gleich bei Dell (würde ich nie machen) bestellen.
Die gleiche Konfiguration (und der guten Soundkarte von Asus) komme ich auf 1517Euro.

Ich muss nur selber alles zusammen setzen und überakten.

Wenn wenigstens noch eine Soundkarte bei denen mit bei wäre oder 16GB statt 8GB Ram, der kostet momentan nix (unter 100Euro), aber nein.

Mir einfach zu teuer.
#15
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Registriert seit: 03.03.2006

Leutnant zur See
Beiträge: 1054
Zitat dochurt;19440297
erschreckend mal wieder wie schlecht die Asrock-Mainboards im idle sind, trotz eines sehr effizienten Netzteil - Schade eigentlich ;)


Was den Stromverbrauch angeht, kann ich keine Nachteile gegenüber den andern Boards entdecken.
#16
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Registriert seit: 17.02.2009
Sachsen, Brandis b. Leipzig
Admiral
Beiträge: 16820
Hm, der Twin Turbo II sieht so aus als wäre er genauso hoch wie das PCB der GTX 670 beim "GamersDream 4.1" ?

Kann das jemand bestätigen? Der sieht alleine immer so hoch aus und Bilder mit dem Kühler auf einer Karte montiert gibts so gut wie nicht (Seitenansicht meine ich)
#17
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Registriert seit: 10.08.2012

Matrose
Beiträge: 3
Ist ja mal wieder interessant wie ihr testet.
Ein überteuertes Alienware-Notebook, was zu laut ist, bekommt eure Empfehlung.
Aber die hier vorgestellten Geräte für 1500 €, werden ja geradezu kritisiert.
Ich habe ein System von Nenotec. Bin super zufrieden und würde mir dort wieder ein Gerät kaufen. Mir scheint auch dort die Auswahl der möglichen Komponenten größer zu sein. Und nicht zu vergessen: Das System wird gigantisch verpackt geliefert. Riesen Karton und massig Füllmaterial. Da geht beim Transport nichts kaputt.
#18
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Registriert seit: 27.03.2009
provinz [email protected] Sexony
Fregattenkapitän
Beiträge: 2731
Zitat Prien;19445225
@dochurt



Ich muss nur selber alles zusammen setzen und überakten.


Da liegt ja schon die Antwort, kommt noch die Zeitinvestition dazu, die nicht jeder hat, oder nicht bereit ist zu investieren für ein paar marginale Prozentpunkte die auch nicht jeder bemerken wird - Falls Du arbeiten gehst, stell Dir mal vor, alle Kunden Deiner/eurer Firma würde es selber machen, na wo arbeitest DU dann ?

Zitat 56k|eViL;19448975
Was den Stromverbrauch angeht, kann ich keine Nachteile gegenüber den andern Boards entdecken.

Schau mal genauer hin, da sieht man eindeutig Unterschiede - Außerdem hab ich die Asrock-Mobos auch schon verbaut, hab ähnliches festgestellt !
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