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Exklusiv-Test: ZOTAC ZBOX nano AD12 Plus - AMDs Brazos 2.0 im Kompaktformat

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Seite 6: Performance

Eigentlich setzt ZOTAC bei der ZBOX nano AD12 Plus auf neue AMD-Hardware. Wir haben aber schon aufgezeigt, dass es beim E2-1800 und der Radeon HD 7340 gegenüber dem Vorgänger E-450 (mit Radeon HD 6320) die meisten Veränderungen bei den Produktbezeichnungen gibt. Ansonsten wurden nur die Taktraten von CPU und GPU leicht angezogen. Um das noch einmal zu bestätigen, haben wir den Benchmarkergebnissen der ZBOX nano AD12 Plus die Resultate der ZBOX nano XS Plus mit AMD E-450 gegenübergestellt.

Wir weisen allerdings darauf hin, dass wir für den Test des E-450 noch auf Windows 7 gesetzt haben. Auf die ZOTAC ZBOX nano AD12 Plus hatten wir hingegen die Windows 8 Release Preview aufgespielt. Das könnte einige Ungereimtheiten bei manchen Benchmarkergebnissen erklären.

Es zeigt sich schnell, dass der Performace-Gewinn des E2-1800 gering ausfällt. Speziell im Cinebench 10 und 11 ist der Vorsprung der neuen APU auf den E-450 minimal. Im PC Mark 7 hinkt der E2-1800 sogar etwas hinterher.

59,2 MB/s durchschnittliche Transferrate sind kein unüblicher Wert für eine 2,5-Zoll-Festplatte mit 5400 U/min. In Zeiten der zunehmenden Verbreitung von SSDs sorgt eine solche Transferrate allerdings dafür, dass sich das System bei Zugriffen auf die Festplatte etwas behäbig anfühlt.

Bei der 3D-Leistung gibt es kein einheitliches Bild. Eigentlich sollte der E2-1800 mit seiner höher getakteten integrierten GPU etwas vor dem E-450 liegen. Im 3DMark 11 ist das auch der Fall. Bei Streetfighter konnten wir hingegen seinerzeit mit dem E-450 eine etwas höhere Framerate erreichen. Generell darf von der Radeon HD 7340 nicht zu viel erwartet werden. Selbst das vergleichsweise anspruchslose Streetfighter läuft nicht wirklich flüssig. Aber die Brazos 2.0-Plattform richtet sich natürlich auch nicht an Spieler, sondern ist auf den Office- und Multimedia-Einsatz ausgelegt.

Multimedia

Multimedia ist auch gleich das passende Stichwort. Schon die Ausstattung der ZBOX nano AD12 Plus macht deutlich, dass der Multimedia-Einsatz das Metier des kleinen Geräts ist. Dank des UVD3 Video-Decoders laufen Full HD-Videos ruckelfrei. Praktisch ist die Media Center-kompatible Fernbedienung, dank der man die Medienwiedergabe auch vom Sofa aus steuern kann.

Stromverbrauch

Die TDP des E2-1800 liegt bei 18 Watt. Das lässt vermuten, dass der Stromverbrauch der ZBOX recht gering ausfällt. Den Stromverbrauch des Gesamtsystems haben wir mit einem Voltcraft Energy Check 3000 gemessen. Im Leerlauf begnügt die ZBOX sich mit etwa 10 Watt und ist damit sehr sparsam. Für den Lasttest ließen wir Prime95 und Furmark parallel laufen. Das ist zwar ein extremes Szenario, der Stromverbrauch bleibt mit 28 Watt aber immer noch auf einem sehr verträglichen Level.

Stabilität, Temperaturen

Im gesamten Testdurchlauf gab es keine Stabilitätsprobleme. Auch mehrstündige Lasttests absolvierte der PC ohne Probleme, wobei er im Realbetrieb sicherlich nie die Last von Prime95 und FurMark gleichzeitig aushalten muss. Die Temperatur der APU lag im Leerlauf bei 35 Grad. AMD gibt an, dass die APU mit bis zu 100 Grad betrieben werden kann. Mit 62 Grad bleibt die Temperatur auch unter Volllast noch in einem vertretbaren Bereich.   

Lautstärke

Bei einem Gamer-System mag eine gewisse Lautstärke entschuldbar sein. Ein Mini-PC wie die ZBOX, der für Office und Multimedia eingesetzt wird, sollte allerdings möglichst wenig stören. Der kleine Lüfter des ZOTAC-Systems ist schon im Leerlauf hörbar - kein Wunder bei 2800 U/min.  Unter Volllast dreht der Lüfter dann auf 4000 U/min auf und wird dementsprechend deutlich hörbar.