> > > > Test: ZOTAC ZBOX ID80 Plus

Test: ZOTAC ZBOX ID80 Plus

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 7: Fazit

Die ZOTAC ZBOX ID80 Plus besitzt ausreichend Reserven, um hochauflösendes Filmmaterial und ältere Spiele-Titel ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern. Selbst vor Blu-rays mit stereoskopischen Inhalten braucht der kleine Multimedia-Künstler nicht zurückschrecken. Dies ist unter anderem der verbauten NVIDIA GeForce GT 520M zu verdanken. Sie leistet deutlich mehr als die integrierte Lösung der „CedarTrail“-Plattform und ebenfalls mehr als die Radeon HD 6310 verschiedenster „Zacate“-APUs sowie die beiden ION-Generationen. Für aktuelle Spieletitel ist die NVIDIA-GPU aber trotzdem zu schwach auf der Brust – da nützt auch DirectX-11-Unterstützung als Lockangebot nichts.

Gemessen am Leistungssegment liegt die Prozessor-Leistung auf einem hohen Performance-Level. Dank des neuen Intel Atom D2700, der im Gegensatz zu seinen Vorgängern schon im 32-nm-Verfahren gefertigt wird und mit 2,13 GHz schneller rechnet, kann sich die ZBOX ID80 Plus von Foxconns NT-A3500, welches wir vor wenigen Wochen im Testlabor hatten, absetzen. In Cinebench 11.5 rechnete der Atom-Neuling leicht schneller als die E350-APU von AMD. Gleiches gilt für diverse PCMarks.

Die höhere Leistung wird allerdings mit einer deutlich höheren Leistungsaufnahme erkauft. Zog das Foxconn NT-A3500 maximal 32,4 Watt aus der Steckdose, genehmigt sich ZOTACs neueste ZBOX hier schon 51,4 Watt. Gemessen wurde unter Prime95 und FurMark. Im Leerlauf nehmen sich beide Mini-PCs aber nicht sonderlich viel. Hier stehen 23,4 Watt den 22,2 Watt des Foxconn-Vertreters gegenüber. Bei den Temperaturen mussten wir zwar mit 91 °C hohe Werte messen, auf den zweiten Blick sind diese aber nicht bedenklich. Die GF119-GPU darf noch etwas wärmer werden.

Aufgrund der höheren Temperaturen liegt wohl auch die Lautstärke auf einem gesteigerten Niveau. Während die ZOTAC ZBOX ID80 Plus im Windows-Betrieb meist nahezu lautlos agierte und man nur noch das Rauschen der Festplatte hören konnte, legte der kleine Radiallüfter unter Last einen Zahn zu. Das Betriebsgeräusch war dann durchaus wahrzunehmen, jedoch nicht wirklich störend.

Insgesamt hat ZOTAC mit seiner ZBOX ID80 Plus sein Ziel erreicht. Vergleicht man aber den Preis mit diversen Konkurrenz-Produkten, muss man einen merklichen Aufpreis feststellen, der wohl der neuen Atom-CPU und der schnelleren NVIDIA-GPU zuzuschreiben ist. Ob sich dieser Aufpreis, der zudem höhere Stromkosten mit sich bringen würde, lohnt, ist fraglich. In unseren Augen leider nicht, da vergleichbare Systeme ebenfalls ausreichend schnell sind und die NVIDIA GeForce GT 520M keinen wirklichen Mehrwert bietet, denn mit aktuellen Spieletiteln hat auch sie zu kämpfen.

Was die höheren Anschaffungskosten aber ebenfalls rechtfertigen würde, ist der umfangreiche Lieferumfang. ZOTAC liefert seine neuste ZBOX nicht nur komplett zusammengebaut aus, sondern legt auch einen Standfuß, Montagematerial für die Befestigung hinter einem VESA-Monitor, diverse Adapter und vor allem eine Fernbedingung mit bei.

Alle Daten nochmal im Überblick:

Hersteller und Bezeichnung ZOTAC ZBOX ID80 Plus
Straßenpreis ca. 350 Euro
Homepage www.zotac.com
Gehäuse
Abmessungen 188 x 44 x 188 mm (BxHxT)
Gewicht 0,45 Kilogramm
Gehäuse Eigenbau
Prozessor Intel Atom D2700
Grafikkarte NVIDIA GeForce GT 520M
Chipsatz Intel NM10 Express
Massenspeicher 320 GB SATA II
Arbeitsspeicher 1x 2048 MB DDR3-10600
Anschlüse 1x HDMI (1080p)
1x DVI
1x LAN (RJ45)
1x WLAN (802.11 b/g/n; Antenne inkl.)
2x USB 3.0
4x USB 2.0
2x Audio Out / 1x In
Sonstiges 6-in-1 Cardreader (SD, SDHC, MS, MS Pro, MMC, xD), Bluetooth, 8-Kanal Onboard-Sound

Die ZOTAC ZBOX ID80 Plus dürfte das Herz zahlreicher Multimedia-Fan höher schlagen lassen. Doch der Aufpreis auf die neue Atom-CPU und NVIDIAs GeForce GT 520M lohnen sich nicht, die Plattform hat wie günstigere Konkurrenz-Produkte ebenfalls mit aktuellen Spieltiteln zu kämpfen. Einen wirklichen Mehrwert gibt es nicht. Trotzdem ist der Mini-PC für alle erdenklichen Aufgaben im Wohnzimmer gewappnet.

 

Positive Aspekte des ZOTAC ZBOX ID80 Plus:

  • Vergleichsweise hohe 3D-Leistung
  • Ausreichend stark für Multimedia-Anwendungen und ältere Spiele
  • Niedriger Idle-Verbrauch
  • Umfangreiches Zubehör

Negative Aspekte der ZOTAC ZBOX ID80 Plus:

  • Hoher Last-Verbrauch
  • Unter Last lauter als die Konkurrenz
  • Vergleichsweise zu teuer
 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (3)

#1
Registriert seit: 26.09.2011

Obergefreiter
Beiträge: 81
Find das Teil eigentlich gut. Atom wird weiterhin nur für Anwendungen wo nur etwas CPU Leistung gebraucht wird (file sever usw) bleiben, wobei ARM da langsam Konkurrenz bringen könnte. Der ATOM gekoppelt mit einer NV ist eine gute Verknüpfungen, aber die Wärme taugt ma gar nicht. Hab eigentlich schon ein Heizkörper und brauch keinen 2ten im Zimmer.
#2
Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6376
So warn werden die Atoms nicht. Selbst mein damaliges Netbook (Acer Aspire One D250) wurde
nur Lauwarm. Da ist eher der Office/-Game-PC
die 2 Heizung
#3
customavatars/avatar104334_1.gif
Registriert seit: 14.12.2008
Berlin
pretty pretty pretty good
Beiträge: 5598
Ich würde mir niemals solch ein hässliches Plastikgerät in mein Wohnzimmer holen. Die Leistung mag okay sein, aber die Zielgruppe scheint hier der preisbewusste Teenager zu sein.

Es handelt sich im Übrigen um einen Axiallüfter.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel NUC6i7KYK: Skull-Canyon-NUC für Gelegenheitsspieler

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/INTEL-NUC-6I7KYK/INTEL_NUC6I7KYK_TEST-TEASER

Schon weit vor der offiziellen Vorstellung im März drehte das bislang schnellste NUC-System seine Runden durch das Internet – seit wenigen Tagen ist das NUC6i7KYK, welches überwiegend unter dem Codenamen "Skull Canyon" bekannt sein dürfte, im Handel verfügbar. Zeit für uns das... [mehr]

MSI Cubi 2 Plus: Flotter Mini-PC mit Mini-STX-Formfaktor im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI2PLUS/MSI_CUBI_2_PLUS_TEST-TEASER

Das MSI Cubi N mag zwar trotz seiner schlanken Abmessungen ein für Office-Arbeiten ausreichend schneller Mini-PC sein, wer jedoch ein wenig mehr Performance benötigt oder gar nach weiteren Aufrüst-Optionen Ausschau hält, der stößt schnell an seine Grenzen. Deutlich flexibler ist man mit dem... [mehr]

27-Zoll-iMac (Late 2015) mit 5K-Retina-Display im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/IMAC-RETINA-LOGO

Ende des vergangenen Jahres aktualisierte Apple seine iMac-Produktpalette. Neu hinzugekommen ist ein kleiner iMac mit 21,5 Zoll und einer 4K-Auflösung für das Display. Neben einigen kleineren Updates beim Prozessor, der Grafikkarte sowie der Kombination aus Festplatte und SSD hat Apple beim... [mehr]

MSI Cubi N – sparsamer und lautloser Mini-PC im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/MSI-CUBI-N/MSI_CUBI_N_TEST-TEASER

Mit seinem Vortex G65-6QF SLI hatte MSI im April eindrucksvoll bewiesen, dass man sehr kompakte und trotzdem leistungsstarke High-End-Rechner mit schickem Design bauen kann. Doch nicht für jedes Anwendungsgebiet muss es gleich ein 4.000-Euro-System sein – es geht auch deutlich kleiner,... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 2.200-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_HIGH_END_SYSTEM

Nach unserem 600 und 1.300 Euro teuren Buyer's-Guide-Rechnern legen wir noch einmal eine Schippe drauf und erhöhen unser Budget auf 2.200 Euro. Welche Komponenten sind für diese Preisklasse empfehlenswert? Kann man trotzdem ein schnelles und leises System bauen? Wie fällt der... [mehr]

Buyer's Guide 2016: Bauvorschlag für einen 1.300-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BUYERS_GUIDE16_MIDRANGE

Nach dem ersten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides erhöhen wir das Budget von 600 auf 1.300 Euro und verbauen noch einmal deutlich schnellere Komponenten. Statt eines Core-i3-Prozessors gibt es ein Core-i5-Modell, den Massen- und Arbeitsspeicher verdoppeln wir und stecken eine deutlich... [mehr]