Hush E3 MCE

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Seite 7: Hush E3 MCE - Benchmarks und Temperaturmessungen

Benchmarks:

Interessant an dieser Stelle sind natürlich auch die Benchmarks - die meisten Silent-Systeme sind nämlich alles andere als schnell, die Performance erkauft man sich meistens mit einer höheren Betriebstemperatur, die durch laute Lüfter beseitigt werden müssen. Theoretisch hieß es bisher: Leistungsfähig gleich laut!  In diesem Sinne sind in den meisten Silent-Systemen auch nur VIA C3-Prozessoren, die sich entsprechend passiv kühlen lassen - oder Pentium M-Rechner, die aber mangels Heatpipes und Architektur auch nicht lautlos sind.

 

In den bisherigen Darstellungen haben wir deutlich gezeigt, dass dies beim Hush E3 MCE nicht so ist, denn man verwendet Standardkomponenten, die mit zum High-End-Bereich zählen. Ein Athlon 64 3500+ ist ein leistungsfähiger Prozessor - zwar gibt es schnellere, aber er reicht für alle heutigen Anwendungen mehr als aus. Als Grafikkarte setzt man eine ATI Radeon X800 Pro 256 MB ein, die ebenso zu den schnellsten Karten am Markt gehört. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, ein paar Beispielbenchmarks aufzuzeigen, um die Leistungsfähigkeit des Hush E3 MCE einzuordnen.

Sehr schön zu erkennen ist, dass der Hush E3 MCE in dieser Konfiguration nicht nur zum Abspielen von Videos und Betrachten von Fotos geeignet ist, sondern dank seiner Komponenten auch Rechenintensive Anwendungen und Spiele beherrschen kann. Damit wird der Hush E3 MCE zu einem echten Allrounder, der mehr als nur ein DVD-Player/DVD-Rekorder/Festplattenrekorder ist.

Ob es nun Doom 3 mit 76,5 fps sind oder andere Spiele wie Half Life 2 oder FarCry - das alles läuft ebenso flüssig auf einem Hush E3. Natürlich kann man auch den Hush E3 in eine moderne Spielekonsole verwandeln, denn auf einem großflächigen TV-Bildschirm machen Need For Speed: Underground oder andere Spiele erst richtig Spaß.

Temperaturentwicklung:

Als interessantester Punkt gilt sicherlich dieser Bereich - schließlich hat man bislang mit einem lärmenden Lüfter gekämpft, wie soll nun plötzlich der High-End PC völlig lautlos gekühlt werden, ohne dass die Grafikkarte durchglüht oder der CPU sich wegen Überhitzung abschaltet.

 

Wir haben den Hush E3 MCE deshalb unter Last gesetzt. Die Raumtemperatur lag bei unseren Tests bei ca. 21 °C, schwankte aber etwas um diesen Wert. Eine Luftzirkulation im Raum schlossen wir durch geschlossene Türen aus - der Hush E3 MCE musste also ohne große Luftbewegungen die Hitze an die Luft abgeben. Auch simulierten wir ein HiFi-Rack in dem wir das Gehäuse in eine Regalwand stellten, die rundherum das Gehäuse etwas abschirmte.

In unseren Tests starteten wir zunächst mit den allgemeinen Programmen, um einen PC auszulasten - wir versuchten normale Anwendungen, stellten jedoch fest, das diese die CPU-Last nur teilweise komplett auf 100% hielten und auch die Grafikkarte langweilte sich in einigen Zeiträumen. Dadurch kann natürlich dauerhaft auch eine hohe Temperatur erreicht werden, wir wollten aber hier nicht die typische Wärmeabgabe simulieren, sondern schauen, was der Hush ATX macht, wenn er 100% ausgelastet ist.

Da das linke und rechte passive Kühlelement jeweils für Chipsatz und Grafikkarte bzw. für die CPU-Kühlung separat ausgelegt sind, entschlossen wir uns, nur die CPU zu betrachten. Eine Betrachtung der GPU-Temperatur wäre ebenso möglich gewesen, allerdings verursacht die CPU in der Regel eine etwas höhere Abwärme, wird also hier der limitierende Faktor sein. Um trotzdem Wechselwirkungen zu beobachten, wählten wir die Nature-Szene in 3DMark 2003, die sowohl CPU wie auch Grafikkarte sehr gut auslastet.

Entsprechend beschränkten wir uns hier auf diese 3DMark-Loops, die das System stundenlang ohne Probleme laufen ließ. Keine Probleme also in der Abführung der GPU-Wärme. Anschließend testeten wir das System mit synthetischen Belastungstests mit 100% CPU-Last. Bei der CPU verwendeten wir ein Standard-Burn-In-Tool, welches die CPU über mehr als eine Stunde auf 100% Auslastung hielt. In diesem Sinne haben wir hier die tatsächliche maximale Abwärme, die eine CPU typischerweise unter Volllast erreicht.

Folgende Messungen konnten wir durchführen, zur Darstellung verwenden wir Webtemp:

Sofort nach dem Start unseres Burn-In-Tool stieg die Temperatur von 33 °C an, erreichte aber erst nach knapp einer Stunde ihren Maximalwert von 54 °C. Auch nach weiteren 20 Minuten auf 100 % Auslastung blieb die Temperatur bei 54 °C und stieg nicht weiter an.

Nach Abschaltung des Tools fällt die Temperaturkurve dann recht schnell wieder ab, das Absenken verlangsamt sich aber dann deutlich und es dauert mehrere Stunden bis sie wieder auf den Wert vor dem Test fällt.

Mit unseren 3DMark-Loops waren die Temperaturen deutlich unter diesen Werten, auch wenn dort sowohl CPU als auch Grafikkarte belastet wurden, erhitzte sich das Gehäuse nur Handwarm. Mancher Satelittenreceiver oder DVD-Player wird hier an manchen Stellen des Gehäuses wärmer als unser Hush E3 MCE. Selbst im Sommer bei heissen Temperaturen sollten also keine kritischen Werte um 65 bis 70°C erreicht werden. Wir rechnen mit einer Temperatur von knapp über 60°C bei sommerlichen Temperaturen, wenn man den Hush E3 MCE wie wir im synthetischen Lastbetrieb fährt.