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Kompromisslose Leistung: NVIDIA Titan X im SLI-Test

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Seite 22: Fazit

Nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung der GeForce GTX 1080 Founders Edition legt NVIDIA nach. Die Titan X legt die Latte noch einmal deutlich höher und es ist schon etwas überraschend, in welcher Folge NVIDIA bei der aktuellen Pascal-Architektur die verschiedenen Ausbaustufen der GPUs ausliefern kann. Wenngleich in geringen Stückzahlen, so war die Tesla P100 mit GP100-GPU dennoch bereits im Frühsommer für ausgewählte Kunden verfügbar. Kurz darauf folgen die GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 mit GP104-GPU. Kurz darauf folge die GP106-GPU der GeForce GTX 1060 und nun die GP102-GPU für die Titan X. Damit hat NVIDIA innerhalb von nur sechs Monaten die komplette Palette im Angebot.

Die Titan X ist zwischen 10 und 30 Prozent schneller als die GeForce GTX 1080. Im Vergleich zur GeForce GTX 980 Ti liegt das Plus sogar bei bis zu 65 Prozent. Eine derartige Steigerung sieht der Kunde sicherlich gerne – wenn er bereit ist, einen gewissen Preis dafür auszugeben. Mehr geht aktuell bei einer Single-GPU-Konfiguration nicht. Zudem wirkt das Verhältnis aus Rechenleistung der GPU und dem Speicherausbau mit 12 GB sehr ausgewogen. Das 384 Bit breite Speicherinterface im Zusammenspiel mit 12 GB GDDR5X-Speicher, dem Takt von 2.500 MHz und der darauf resultierenden Speicherbandbreite von 480 GB/s stellen auch auf dieser Seite kein Limit dar. Wo eine GeForce GTX 1080 bei 3.840 x 2.160 Pixel eventuell noch so ihre Schwierigkeiten hat, läuft die Titan X deutlich besser.

Ein paar Worte müssen wir aber zum Kühler verlieren, der sicherlich der größte Schwachpunkt der Karte ist. Unter Last schafft es der Kühler nicht die Karte mit ihren maximalen Taktraten arbeiten zu lassen. Bereits nach kurzer Zeit pendelt sich ein Takt ein, der nur knapp oder genau auf dem versprochenen Boost-Takt liegt. Schon etwas anders sieht dies aus, wenn der Lüfter der Karte etwas schneller drehen darf. Dann aber wird die ohnehin schon laute Karte noch lauter. Wer auf eine 1.299 Euro teure Karte einen alternativen Kühler installieren möchte, der kann dies tun. Das PCB ist grundsätzlich mit dem der GeForce GTX 1080 Founders Edition identisch.

Die NVIDIA Titan X ist ausschließlich bei NVIDIA selbst erhältlich. Ein Angebot bei den Boardpartner wird es nicht geben. Damit folgt NVIDIA seinen eigenen Vorgaben bei der GeForce GTX 1060 Founders Edition, die ebenfalls ausschließlich von NVIDIA selbst angeboten wird. Etwas anders sieht es hingegen bei der GeForce GTX 1080 und GeForce GTX 1070 Founders Edition aus, denn diese können auch durch die Boardpartner angeboten werden, unterscheiden sich aber natürlich nicht. Beide Karten sind darüber hinaus aber ebenfalls direkt bei NVIDIA verfügbar.

Der Preis für die NVIDIA Titan X beträgt 1.299 Euro. Ein gutes Preis/Leistungsverhältnis ist nicht Ziel einer solchen Karte. NVIDIA zielt mit der Karte auf Anwender, die auf der Suche nach einer günstigen Alternative zu den Quadro-Modellen sind. So wird eine Quadro P6000 mit gleicher GP102-GPU, aber etwas mehr Shadereinheiten und dem doppelten Speicherausbau etwa 7.000 Euro kosten. Eine Quadro M5000 mit Vorgänger-Architektur kostet noch immer ab 4.500 Euro. Mit 1.299 Euro ist die Titan X also eine günstige Alternative für solche, die es ausschließlich auf die Rechenleistung abgesehen haben. Der fehlende Quadro-Treiber muss dann auch kein Hinderniss sein.

Offen ist noch die Frage, ob die Titan X das Ende der Entwicklung am Consumer-Markt mit Pascal-GPU sein wird. Eine GeForce GTX 1080 Ti mit 3.840 Shadereinheiten und damit dem Vollausbau der GP102-GPU ist sicherlich denkbar. Ob und wann diese erscheinen wird weiß aber nur NVIDIA. Da die Quadro P6000 mit eben dieser GPU erst im Oktober auf den Markt kommen wird und NVIDIA hier sicherlich die Ausbeute in der Produktion noch weiter optimieren wird, dürfte es mit einer 1080 Ti noch etwas dauern.

Auf einen Punkt sollen wir noch hinweisen und das ist die fehlende Konkurrenz aus dem Hause AMD. Keine Radeon-Karte reicht auch nur annähernd an die Leistung der Titan X heran. Teilweise ist die Titan X doppelt so schnell wie die Radeon R9 Fury X. Die Gründe dafür sind vielfällig. AMD hat sicherlich eine andere Ausrichtung seiner Produkte eingeschlagen, doch der Abstand wirkt derzeit größer denn je.

Positive Aspekte der NVIDIA Titan X:

  • derzeit schnellste Single-GPU-Grafikkarte
  • 12 GB GDDR5X
  • selbst 3.840 x 2.160 Pixel problemlos möglich (hin und wieder bei reduzierten Details)
  • HDMI 2.0b und DisplayPort 1.3/1.4

Negative Aspekte der NVIDIA Titan X:

  • hoher Preis
  • arbeitet schnell am Temperatur-Limit
  • lauter Kühler

Persönliche Meinung

Viele reduzieren die NVIDIA Titan X auf ihren Preis von 1.299 Euro. Aber das ist falsch, denn NVIDIA hat die Titan X nicht in dieser Form auf den Markt gebracht, um ein Preis/Leistungssieger zu sein. Das kann eine Karte, die 1.299 Euro kostet auch nicht werden, denn die Mehrleistung die sie dafür bieten müsste, würde alles andere in den Schatten stellen. Rein technische ist dies ein Ding der Unmöglichkeit und so suchen sich Hersteller Produkte, die sie so entwickeln können, dass sie ein gutes Preis/Leistungsverhältnis bieten können. Die Titan X ist dies nicht und will dies auch nicht sein. Der Leistungsabstand zwischen den aktuellen High-End-Modellen von AMD und NVIDIA könnte größer kaum noch sein. Ich bin gespannt was AMD mit Vega auffahren wird und ob man den Abstand wieder wird verkürzen können. (Andreas Schilling)

 

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Kommentare (51)

#42
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Registriert seit: 27.05.2016
München
Oberbootsmann
Beiträge: 990
Zitat fdsonne;24830220
S

Anstatt das du dich immer zu aufregst, wie wäre es mit selbst mal machen?
.


Willst du mich in den Arm nehmen??
Also sollen wir uns Blenden lassen Bravo, ich Gratuliere dir wirklich Bravo.

Intel Core i7-3960X Witcher 3 mit 2x GTX1080


Core i7-6950X Witcher 3 mit 2x GTX1080


Wenn du alle Zahlen vergleichen würdest mit dem GTX1070/GTX1080 SLI Review sind die mit diesen neuen TITAN Review 100% identisch. Also haben die FPS nicht geändert obwohl man eine 6950X Prozessor genommen hat.
Alleine wegen der 6950X müssten sich die FPS Werte anders ausfallen bei dem GTX1070/GTX1080 im SLI. Komisch oder die Punkte Zahlen sind 100% gleich geblieben also hat eine 6950X kein Performnce bei den GTX1070/GTX1080 gebracht aber dafür bei den TITAN oder wie??????
#43
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Registriert seit: 08.08.2006
Weinböhla (Sachsen)
Moderator
Beiträge: 31959
Woher nimmst du das denn mit dem Prozessor???

In beiden Tests steht der alte 3960X mit 3,9GHz im Artikel.
Du schreibst erst was von 6950X, jetzt von 5960X...

Also entweder ich hab was auf den Augen oder du denkst dir da grad was aus...
Und natürlich sind die Werte 1:1 vom 1070/1080er Test übernommen, weil keine Redaktion sich die Arbeit 3x macht das durchzutesten und wie gesagt, die Karten meines Wissens nach zu NV zurück mussten...

EDIT:
Das steht da bei mir...



Und das bei dem anderen SLI Test:


Es ist sogar in beiden Fällen der gleiche Schreibfehler beim Board vorhanden...
#44
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Registriert seit: 12.05.2009
de_dust2
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1521
Zitat Fatal Justice;24829127
Das Potenzial ist groß, was da brach liegt.


Das ist aber nicht nur bei den Grakas so. Das ist überall so. Mal davon ab, dass bis auf ein paar Benchmarks, jegliche Software fehlt, die mit soviel Power umgehen könnte. Also wird die Power der Entwicklung der Software angepasst und Stück für Stück auf den Markt geworfen. So hast du jederzeit "neue" Angebote und "neue" Technik. Spielehersteller müssen sich ja auch irgendwie absprechen, bzw. anpassen mit Nvidia und AMD. Die brauchen ja auch nen paar Jahre für nen gutes Game. In den paar Jahren gibts aber 10 neue Karten wo jede 5,10,15% schneller ist als die vorige. Was soll Nvidia und AMD machen? Dicksten Vollausbau auf den Markt hauen der möglich ist und dann die nächsten 20 Jahre Urlaub? Stimm dir aber zu, möglich wär vermutlich einiges.
#45
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Registriert seit: 06.06.2007

Leutnant zur See
Beiträge: 1241
@ dings

Ich bezog mich dabei auf das Problem von Kühlung, Lautstärke (gerade bei Referenzdesign) etc. einer GPU, die die Komponente ist, welche mit Abstand am meisten Strom konsumiert. Dort fällt das dann auch am meisten auf. Die CPU kommt etwas dahinter und die ist leise kühlbar, weil meist genügend Platz für Kühler aller Art vorhanden ist.
#46
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Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29105
Ein paar Worte von mir:

Wir und auch andere Redaktionen können nicht mit jedem neuen NVIDIA- oder AMD-Treiber alle Karte neu durchtesten. Das passiert im Rahmen regelmäßiger Aktualisierungen, aber nicht bei jedem Treiber. Da sind wir aber auch nicht die einzigen. Im Falle der GeForce GTX 1080 und GTX 1070 im SLI waren die Treiber in der Tat nicht gut optimiert, wir haben aber nicht immer zwei GeForce GTX 1080 und GTX 1070 hier um das erneut testen zu können.

Was ich nächste Woche aber sofort machen werde ist beispielsweise die Radeon RX 480 und RX 470 mit dem 16.8.1 zu testen, da sich da einiges getan hat.

Was sich hier aber einige an Märchen mit unterschiedlichen Prozessoren etc. ausdenken grenzt an Lächerlichkeit und auf so etwas werde ich auch nicht mehr reagieren.
#47
Registriert seit: 31.12.2015

Matrose
Beiträge: 13
ich würde mir wünschen das die Redaktion bei den Benchmarks das Verhältnis zwischen Games und Pro Apps ein wenig in Balance bringen würde... was bringen mir Luxmark, GPUPI und Futuremark3D wenn bspw. unter Adobe CS, Resolve, Natron, Fusion, Nuke uva eventuell eine FuryX im Single- oder Crossfire-Betrieb die TitanX her brennt und das ums halbe Geld.

#48
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Registriert seit: 03.12.2011
Room 101
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 454
Danke für den Test. Was m.E. aber bei einem SLI-Test dazu gehört, ist das Thema Mikroruckler. Insbesondere, ob das mit den neuen HB-Brücken evtl. weniger auftritt.

Ein paar Frametimes dafür wären hilfreich gewesen.
#49
customavatars/avatar44491_1.gif
Registriert seit: 08.08.2006
Weinböhla (Sachsen)
Moderator
Beiträge: 31959
Zitat motiongroup;24832641
ich würde mir wünschen das die Redaktion bei den Benchmarks das Verhältnis zwischen Games und Pro Apps ein wenig in Balance bringen würde... was bringen mir Luxmark, GPUPI und Futuremark3D wenn bspw. unter Adobe CS, Resolve, Natron, Fusion, Nuke uva eventuell eine FuryX im Single- oder Crossfire-Betrieb die TitanX her brennt und das ums halbe Geld.


Und dann finden sich genau so noch andere Anwendungen, wo AMD GPUs gar nicht liefern, bspw. weil es nur Cuda Support gibt.
Was soll das bringen?

Die gewählte Software abseits der Games ist so oder so eigentlich unnütz, da man daraus für sogut wie keinen Fall eine Leistungsabschätzung herleiten kann. Gerade beim Thema GPGPU nicht. Dort läuft ohne dedizierte Anpassungen oftmals gar nix... :wink:
Ich halte es für grundätzlich den falschen Weg auf spezial Software zu setzen für ein Review, was einen grundlegenden Überblick und dazu klar mit dem Fokus auf Fames, geben will...

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Zitat econaut;24834090
Danke für den Test. Was m.E. aber bei einem SLI-Test dazu gehört, ist das Thema Mikroruckler. Insbesondere, ob das mit den neuen HB-Brücken evtl. weniger auftritt.

Ein paar Frametimes dafür wären hilfreich gewesen.


Neja, ohne FCAT Messungen ist das ewas wenig aussagend. MR sind immernoch vorhanden. Mit der HB-Brücke sind es (teils) weniger starke Ausschläge als mit der alten Lösung.
Ob das allerdings auch mit niedrigen Auflösungen und Hz Werten gilt? Keine Ahnung...

Vielleicht testet Don ja bei passender Gelegenheit nochmal mit dem FCAT Verfahren die neue Generation. Für DX12/Vulcan gibt es das allerdings bis dato nicht! Also auch wieder mist...
#50
Registriert seit: 27.09.2010
Magdeburg
Oberbootsmann
Beiträge: 891
Leider wieder nur mit Geforce Treiber. Es bringt nichts, wenn man nur den Namen Geforce weglässt und damit sagen will es ist keine Gamerkarte und dann nur den Geforce Treiber als Unterstützung bietet. So fallen viele professionelle Programme wieder raus, die halt wirklich nach Quadro fragen und nur dann volle Programmbreite bereitstellen.
Jetzt muss man halt warten, ob die Karte sich dann wirklich mit einer M5000 in den gewünschten Anwendungen messen kann(GTX980 mit 8gb), ansonsten ist diese Karte immernoch ein Nieschenprodukt wie die anderen TITANS auch.

BTW: weil viele immer behaupten solche Karten kommen in kleinen Firmen und Forschungen mit niedrigen Budget vor, kann ich leider mit jain beantworten. Gerade in Deutschland werden Workstations zu 90% von Systemsellern gekauft. Und die verkaufen halt wirklich nur professional. Auch an Universitäten ist es schwierig Gelder für solche Karten zu bekommen. Hier ist es zwar öfter zu sehen, dass PC-Systeme von selbst aufgebaut werden, jedoch gibt es meist einen maximalen Kostensatz der dafür eingesetzt werden darf, ansonsten Systemseller.
Unter der Hand oder mit ein bisschen Zahlendrehen wird da auch was gehen, das ist mir bewusst. Es gibt auch, gerade für "Elite" Universitäten, Systemseller die bauen extra Workstations mit einer solchen Karte. Aber selbst hier dürfte der Absatzmarkt kein Ziel für Nvidia sein(siehe Treiber). Ich kenne keine Zahlen aber ich denke das Verhältnis Pro<->Gamer Nutzung fällt auf 1:1 bis max 1:2.

Edit:
Vielleicht sollte ich noch anführen, dass ich von Workstations rede. Bei Renderclients, Compute-Servern und anderen Rechenknechte ohne Softwarefrontend wird dass vielleicht anders aussehen.
#51
Registriert seit: 31.12.2015

Matrose
Beiträge: 13
Zitat fdsonne;24834165
Und dann finden sich genau so noch andere Anwendungen, wo AMD GPUs gar nicht liefern, bspw. weil es nur Cuda Support gibt.
Was soll das bringen?

Die gewählte Software abseits der Games ist so oder so eigentlich unnütz, da man daraus für sogut wie keinen Fall eine Leistungsabschätzung herleiten kann. Gerade beim Thema GPGPU nicht. Dort läuft ohne dedizierte Anpassungen oftmals gar nix... :wink:
Ich halte es für grundätzlich den falschen Weg auf spezial Software zu setzen für ein Review, was einen grundlegenden Überblick und dazu klar mit dem Fokus auf Fames, geben will...



welche wären denn das? die Welt dreht sich schon lange nicht mehr nur um Cuda und schon gar nicht um Games sondern auch ums Geldverdienen.

es gibt Standardverfahren und Tests für die Apps die auf allen Plattformen laufen sogar auf IGPUs nur dieser Test hat den Fokus auf die Spieler.. sei es drum man orientiert sich halt bei anderen Portalen.. schönen tag noch
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