> > > > AMD Radeon RX 480 im Test

AMD Radeon RX 480 im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 9: Radeon Software und WattMan

Für den Test verwendeten wir die Radeon Software Crimson Edition in der Version 16.6.2. Diese bietet grundsätzlich den bekannten Funktionsumfang und für AMD spielt die Software inzwischen gleichermaßen eine wichtige Rolle, wie die Hardware. Bereits seit einigen Monaten kann AMD mit 0-Day-Updates auftrumpfen, die für den Tag der Veröffentlichung eines neuen Spieles auch gleich den leistungsoptimierten Treiber vorsehen. Damit will man auch in Zukunft weiter fortfahren und damit die guten Erfahrungen vieler Nutzer in den vergangenen Monaten weiter unterstützen.

AMD Radeon Software 16.2.2 mit der Radeon RX 480
AMD Radeon Software 16.2.2 mit der Radeon RX 480

In Zukunft will AMD dies aber auch noch etwas weiter ausdehnen und wird z.B. ein Beta-Programm für die Radeon Software anbieten. Damit will man außerhalb der eigenen Tests eine breitere Nutzerschaft ansprechen, die dann eventuelle Fehler melden kann.

Mit dem neuen Treiber bzw. der Polaris-Generation kommen aber auch neue Funktionen hinzu:

  • CrossFire Global Control
  • HDMI Scaling Control
  • Color Temperatur Control
  • Power Efficiency Global Control
  • Display Scaling Per-Application
  • 2 Display Quick Eyefinity Support
  • Quick OS Launcher
  • UI Language Selector

WattMan

Wohl wichtigste neue Funktion aber ist WattMan. Bei WattMan handelt es sich um eine neue Umsetzung von Overdrive, also der Onboard-Software für das Overclocking von Radeon-Grafikkarten.

AMD Radeon Software 16.2.2 mit der Radeon RX 480
AMD Radeon Software 16.2.2 mit der Radeon RX 480

AMDs WattMan soll dem Nutzer die volle Kontrolle über die GPU geben – zumindest soweit dies vom Hersteller gewünscht ist. Das Hauptaugenmerk von WattMan liegt aber im Finetuning, denn erstmals kann mit Hilfe von WattMan die Spannung abhängig vom P-State festgelegt werden. Auch viele weitere Einstellungen sind vorhanden, auf die wir nun genauer eingehen wollen.

Das obere Feld von WattMan bietet die Möglichkeit der Überwachung für die wichtigsten Parameter der Karte. Dazu gehören Takt von GPU und Speicher, GPU-Spannung, GPU-Temperatur und Lüfterdrehzahl. Soweit wären die Informationen auch von anderer Software anzulesen, allerdings bereitet AMD die Ansicht schon sehr schick in WattMan auf.

AMD Radeon Software 16.2.2 mit der Radeon RX 480
AMD Radeon Software 16.2.2 mit der Radeon RX 480

Frequenz/-P-State-Kurve:

Der einfachste Weg für das Übertakten ist das Ändern der Frequenz für jeden P-State und damit jedes Spannungslevel. AMD sieht dazu acht P-States vor, die nun individuell angepasst werden können. Der Nutzer hat dabei entweder die Wahl ein globales Offset einzustellen, welches in 0,5-%-Schritten eine Erhöhung der Taktfrequenz darstellt. Diese Einstellungen können für alle Anwendungen oder aber speziell nur bestimmten zugewiesen werden.

Dynamische Anpassung von Frequenz und Spannung:

Wer die Spannung und/oder Frequenz für jeden einzelnen P-State festlegen möchte, der findet in WattMan auch dazu die entsprechende Möglichkeit. Speicher und GPU können dabei unabhängig voneinander angesteuert werden und besitzen auch keinerlei Abhängigkeiten zueinander.

Lüfterdrehzahl:

Bei der Lüfterdrehzahl kann der Nutzer nun eine minimale Drehzahl festlegen. Im Falle der Referenzversion der Radeon RX 480 sieht AMD keinen Stillstand der Lüfter im Idle-Betrieb vor. Für den Last-Betrieb kann aber auch eine Zieldrehzahl festgelegt werden, die dann erreicht wird, wenn die GPU-Temperatur nicht über das festgelegt Limit ansteigt. Schlussendlich kann auch eine Taktfrequenz für die GPU festgelegt werden, die nicht überschritten werden sollte, damit die Kühlung in einem gewissen Rahmen verbleiben kann.

Temperaturkontrolle:

Schlussendlich kann auch die GPU-Temperatur genauer eingestellt werden, als dies zuvor möglich war. Gesetzt werden kann eine maximale Temperatur, ab der die Karte heruntergetaktet wird. Dies kennen wir auch schon von den früheren Karten. Die Zieltemperatur gibt an, welche Temperatur erreicht werden soll, bevor die Lüfterdrehzahl angehoben wird, um die Temperatur auf einem bestimmten Niveau zu halten.

Das Powerlimit kann bei der Radeon RX 480 um +/- 50 % angehoben bzw. gesenkt werden. Dies gilt allerdings nur für diese Karte und nicht etwa die Radeon RX 460 oder 470. Für das Overclocking muss das Powerlimit sicherlich zunächst angehoben werden, bevor der Takt von GPU und Speicher angehoben werden kann.

Soviel zur Theorie, nun wollen wir uns WattMan einmal in einem Video mit einigen Erklärungen anschauen: