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Gigabyte GeForce GTX 950 Xtreme Gaming im Test

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Seite 21: Fazit

Gigabyte holt leistungstechnisch das aus der Karte heraus, was eine GeForce GTX 950 zu leisten im Stande ist. Aktuell können wir die Leistung nicht mehr mit anderen Modellen der GeForce GTX 950 vergleichen, allerdings können wir anhand des maximalen Boost-Taktes abschätzen, dass man zu den schnellsten Anbietern gehört - auch wenn einige Konkurrenten eine ähnliche Leistung bieten. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Leistung also nicht, was dem positiven Eindruck in dieser Hinsicht aber keinen Abbruch tut.

Von einer GeForce GTX 950 dürfen hinsichtlich der Leistung auch keine Wunder erwartet werden. Wer sich für eine Karte für etwa 200 Euro kauft, will damit aber auch sicherlich nicht in UltraHD/4K spielen. 1080p dürfte die meistgenutzte Auflösung für eine solche Karte sein und hier spielt die Gigabyte GeForce GTX 950 Xtreme Gaming sehr gut mit. Abhängig vom jeweiligen Spiel bewegt sich die Karte im Framebereichen von 30 bis 60 FPS. Titel wie Dota 2 oder World of Warcraft gelten als gemeinhin als Domäne solcher Karten und sind auch problemlos spielbar.

Nach der Leistung ist sicherlich die Kühlung eine entscheidende Komponente einer Grafikkarte. Die Gigabyte GeForce GTX 950 Xtreme Gaming schaltet ihre beiden Lüfter im Idle-Betrieb ab und gibt sich in dieser Hinsicht keine Blöße. Die relativ späte Einschalttemperatur belässt die Karte so lange wie möglich im passiven Betrieb. Die gute Kühlung sorgt auch dafür, dass die GPU nicht wärmer als 62 °C wird - damit liegt auch immer der maximale Boost-Takt an. Dazu müssen die Lüfter natürlich eine gewisse Drehzahl erreichen und dies sorgt auch für eine Lautstärke, die nicht mehr ganz als flüsterleise bezeichnet werden kann. Auch bei abgeschalteten Lüftern wird die GPU nur 34 °C warm, ebenfalls ein guter Wert.

Die Leistungsaufnahme bewegt sich auf einem Niveau, das für eine solche Karte zu erwarten ist. Gerade der Vergleich zu den früheren Generationen zeigt, wie effektiv die Maxwell-Architektur von NVIDIA geworden ist, zumindest so lange sie sich in einem gewissen Spannungs-Rahmen bewegt. Die Limits der GPU werden aber beim OC deutlich, denn schneller als mit 1.572 MHz konnten wir sie nicht betreiben. Die Leistungssteigerung bewegt sich im einstelligen Prozentbereich - hier haben wir schon bessere Ergebnisse gesehen.

Alternativen? - Diese sind gerade bei der GeForce GTX 950 zahlreich vorhanden. Auch andere Hersteller erreichen dieses Leistungsniveau, lassen ihre Lüfter im Idle-Betrieb stillstehen und sind auch unter Last nicht lauter als die Gigabyte GeForce GTX 950 Xtreme Gaming. Hier darf sich der Käufer auch gerne von den persönlichen Vorlieben zu einem bestimmten Hersteller verleiten lassen. Auf Seiten AMDs gibt es derzeit keinen direkten Gegenspieler aus der aktuellen Generation. Die Radeon R9 380 steht laut Gerüchten aber schon in den Startlöchern.

Positive Aspekte der Gigabyte GeForce GTX 950 Xtreme Gaming:

  • mehr als ausreichende Leistung für 1.080p
  • AA und AF mit Einschränkungen möglich
  • Abschalten der Lüfter im Idle-Betrieb

Negative Aspekte der Gigabyte GeForce GTX 950 Xtreme Gaming:

  • für eine GeForce GTX 950 recht hoher Preis

Persönliche Meinung

Wer mich aktuell nach einer guten Grafikkarte für unter 200 Euro fragt, der bekommt die GeForce GTX 950 genannt. Dabei muss es nicht zwingend das Modell von Gigabyte sein, zumal dieses auch noch zu den teureren gehört. Die Auswahl bei den verschiedenen Herstellern ist groß genug, sich hier eine Karte nach Wahl auszusuchen - immer im Blick behalten sollte man die werksseitige Übertaktung. Gespannt bin ich nun aber, wie AMD auf die Konkurrenz in diesem Preisbereich reagiert. Die Radeon R9 280 bewegt sich in einem ähnlichen Leistungsbereich, hat aber auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. (Andreas Schilling)