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Fünf Modelle der GeForce GTX 970 im Test

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Seite 2: ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition - Impressionen (1)

Beginnen wollen wir diesen Vergleich mit der ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition. Während das günstigste Modell der GeForce GTX 970 bereits ab 310 Euro zu haben ist, werden für die Custom-Modelle immer einige Euro mehr fällig. Für die GeForce GTX 970 Strix OC Edition rufen die Händler aktuell einen Preis von 350 Euro auf.

GPU-Z-Screenshot der ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition
GPU-Z-Screenshot der ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition

Bei der Übertaktung gibt sich ASUS genügsam. Den Basis-Takt hebt man von 1.050 auf 1.114 MHz an. Für den Boost-Takt geht es von 1.178 auf 1.253 MHz, was einer Übertaktung von etwa sechs Prozent entspricht. Den Speicher belässt ASUS wie alle anderen Hersteller in diesem Vergleich auch bei 1.750 MHz. Besonderheit der Strix-Serie ist sicherlich die Kühlung, deren Lüfter im Idle-Betrieb komplett ihren Betrieb einstellen und die Karte somit lautlos arbeiten lassen. Wie genau und wie gut dies funktioniert, schauen wir uns nun und später bei den Messwerten an.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Elder Scrolls V Sykrim 69 °C 1.303 MHz
Company of Hereos 70 °C 1.303 MHz
Grid 2 70 °C 1.303 MHz
Metro: Last Light 70 °C 1.303 MHz
Crysis 3 70 °C 1.303 MHz
Battlefield 4 70 °C 1.303 MHz
Bioshock: Infinite 70 °C 1.303 MHz
Tomb Raider 70 °C 1.303 MHz

Zunächst einmal ein Blick auf das Verhalten von Takt und Temperatur der GPU in der Praxis. Die GPU-Temperatur überschreitet nicht den Wert von 70 °C und lässt den Chip folglich stets mit einem maximalen Boost von 1.303 MHz arbeiten. Einbrüche durch zu hohe Temperaturen sind also in den Default-Settings nichts zu erwarten.

ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition
ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition

Der Kühler auf der ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition ist mit dem des GeForce-GTX-980-Modells identisch. Gewissen Anleihen zum DirectCU-II-Kühler sind natürlich ebenfalls nicht zufällig, allerdings verwendet ASUS bei den Strix-Modellen ein spezielles BIOS, welches die Lüfter ab einer bestimmten Temperatur stillstehen lässt. Über das Design lässt sich sicherlich streiten.

Die Karte als solches hat eine Länge von 28 cm, allerdings trägt zu dieser Länge auch der Kühler bei, denn das eigentliche PCB hat nur eine Länge von 23,3 cm.

ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition
ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition

Auf der Rückseite der Karte verbaut ASUS eine Backplate und dank des DirectCU-II-Schriftzuges wird an dieser Stelle auch deutlich, dass es sich bei der Kühlung um ein altbewährtes Konzept handelt. Nur einige Bohrungen lässt ASUS in der Backplate, um eine minimale Luftzirkulation zuzulassen. Da sich auf dieser Seite aber auch keine speziellen Komponenten befinden, behindert die Backplate die Kühlung auch nicht und dient vielmehr der Stabilisation. Anders als beim GeForce-GTX-980-Modell sind keine Aussparungen zu erkennen, welche den Zugriff auf Spannungsmesspunkte zulassen. Diese sind bei der ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition offenbar nicht vorhanden.

ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition
ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition

ASUS verwendet zwei Axiallüfter mit einem Durchmesser von 90 mm und verzichtet dabei auf den Einsatz des eigenen Cooltech-Designs, welches eine Art Hybrid aus Axial- und Radiallüfter darstellen sollte. Mit ihrer Arbeit beginnen die beiden Lüfter erst ab einer GPU-Temperatur von 68 °C. Fällt die GPU-Temperatur unter 52 °C schalten die beiden Lüfter wieder ab. Über die breite Spanne zwischen Ein- und Ausschalten der Lüfter möchte ASUS verhindern, dass diese ständig im Wechsel ein- und ausgeschaltet werden.

Große Bedenken werden bei im Idle-Betrieb komplett passiven Karten immer um die weiteren Bauteile geäußert. Bisher ist uns aber nicht bekannt, dass derart gekühlte Karten besonders häufig ausfallen. Ein gewisser Luftstrom im PC-Gehäuse wird auch bei solchen Kühllösungen vorausgesetzt.

ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition
ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition

Zur zusätzlichen Stromversorgung verwendet ASUS einen 8-Pin-Anschluss. Zusammen mit dem PCI-Express-Steckplatz kommt die ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition also auf eine theoretische Leistungsaufnahme von 225 Watt. Für das Referenzdesign gibt NVIDIA eine TDP von 145 Watt an. Bei ASUS spricht man aufgrund der Übertaktung und höheren Auslegung von 165 Watt. Mit dem 8-Pin-Anschluss ist die Karte also mehr als ausreichend versorgt.

ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition
ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition

Über die beiden SLI-Anschlüsse in direkter Nähe zur Slotblende lassen sich bis zu vier Karten in einem 4-Way-SLI betreiben. In den meisten Fällen dürfte ein mögliches Upgrade in der Zukunft aber auf den Einbau einer zweiten Karte hinauslaufen. Sehr schön ist an dieser Stelle zu erkennen, dass ASUS das PCB für die SLI-Anschlüsse etwas höher konstruieren musste, damit diese aufgrund der Höhe des Kühlers für den Nutzer noch sinnvoll zu erreichen sind.

ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition
ASUS GeForce GTX 970 Strix OC Edition

Bei einem seitlichen Blick vom PCI-Express-Steckplatz aus ist zu erkennen, dass ASUS einige Heatpipes zur Kühlung verwendet. Auf die Details der Kühlung gehen wir aber später noch etwas genauer ein. Ebenfalls deutlich wird, dass die Speicherchips ohne jegliche direkte Kühlung auskommen müssen. Hier reicht der Luftstrom der beiden Lüfter aus, auch ohne Einsatz eines Kühlers oder auch nur einer Metallplatte direkt auf den Speicherchips.