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NVIDIA GeForce GTX 980 und 970 mit Maxwell-Architektur im XXL-Test

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Seite 13: EVGA GeForce GTX 970 Superclocked - Impressionen

Zwar zeigt NVIDIA auf seinen Präsentationen und Pressebildern eine Referenzversion der GeForce GTX 970, offen ist allerdings, ob diese in dieser Form in den Handel gelangen wird. Stattdessen werden die Partner entsprechende Modelle zur Verfügung stellen. Bei uns war die EVGA GeForce GTX 970 Superclocked die erste Karte, die uns erreichte. Daher werden wir auch dieses Modell für unseren Test nutzen.

GPU-Z-Screenshot der EVGA GeForce GTX 970 Superclocked
GPU-Z-Screenshot der EVGA GeForce GTX 970 Superclocked

Auch bei der GeForce GTX 970 werfen wir zunächst einmal einen Blick auf den GPU-Z-Screenshot. Wie auch schon bei der GeForce GTX 980 werden auch hier nicht alle Details der Karte richtig erkannt. Die wichtigsten technischen Daten lassen sich aber auslesen und stimmen mit der Theorie überein. Allerdings wählt EVGA bei der GeForce GTX 970 Superclocked einen deutlich höheren Takt, als ihn NVIDIA vorgibt. So ist der Basis-Takt von 1.050 auf 1.165 MHz angehoben worden. Für den minimalen Boost-Takt gibt EVGA einen Wert von 1.317 MHz an, während NVIDIA an dieser Stelle 1.178 MHz angibt. Den Speicher hat EVGA bei 1.750 MHz belassen. Damit übertaktet EVGA die GPU in einem Bereich von etwa 11 Prozent. Aber auch EVGA muss sich bei der GeForce GTX 970 Superclocked an gewisse Boost-Mechanismen halten, die NVIDIA implementiert hat. Potenziell fällt ihr dies aufgrund der modifizierten Kühlung etwas leichter. Ob dies auch in der Praxis der Fall ist, schauen wir uns in der nun folgenden Tabelle an.

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
The Elder Scrolls V Sykrim 70 °C 1.341 MHz
Company of Hereos 71 °C 1.341 MHz
Grid 2 70 °C 1.341 MHz
Metro: Last Light 70 °C 1.341 MHz
Crysis 3 71 °C 1.341 MHz
Battlefield 4 71 °C 1.341 MHz
Bioshock: Infinite 71 °C 1.341 MHz
Tomb Raider 71 °C 1.341 MHz

Mit einer maximalen GPU-Temperatur von 71 °C bleibt die GeForce GTX 970 Superclocked weit hinter dem Temperatur-Ziel und kann ausnahmslos mit dem vollen Boost-Takt arbeiten. Auf 1.341 MHz taktet die GPU in diesem Fall, was im Vergleich zu der Mindestvorgabe von 1.317 MHz zwar nur eine kleine Steigerung bedeutet, in Anbetracht der von NVIDIA vorgegebenen 1.178 MHz aber einen deutlichen Vorsprung bedeutet. Für unsere Benchmarks haben wir versucht, mithilfe der EVGA GeForce GTX 970 Superclocked eine Referenzversion der GeForce GTX 970 zu simulieren. Dazu haben wir den GPU-Takt reduziert um in einen Bereich zu kommen, welcher der GeForce GTX 970 nahe kommen dürfte. Zu 100 Prozent nachstellen können wir das Referenzszenario natürlich nicht, dazu sind die Abhängigkeiten im Boost-Profil sowie zum Kühler einfach zu groß und nicht zu simulieren. Da es vermutlich keine echten Referenzversionen der GeForce GTX 970 im Handel geben wird, dient dieser Vergleich auch nur der groben Orientierung. Wir haben die EVGA GeForce GTX 970 Superclocked aus diesem Grund auch in der tatsächlichen Form mit in den Vergleich aufgenommen.

Wir wollen nun einen kurzen Blick auf die EVGA GeForce GTX 970 Superclocked werfen, behalten uns aber vor sie in einem größeren Roundup mit mehreren Modelle der GeForce GTX 970 noch einmal zu vergleichen.

EVGA GeForce GTX 970 Superclocked
EVGA GeForce GTX 970 Superclocked

Mit der neuen GTX-900-Serie wechselt EVGA auch vom vormals verbauten ACX-Kühler auf die 2. Generation, was anhand des Schriftzuges auch direkt zu erkennen ist. EVGA verwendet einen Dual-Slot-Kühler auf der GeForce GTX 970 Superclocked, der zwei Axiallüfter zur Kühlung nutzt.

EVGA GeForce GTX 970 Superclocked
EVGA GeForce GTX 970 Superclocked

Ein Blick auf die Rückseite des PCBs zeigt ein deutlich weniger komplexes PCB, als dies noch bei der GeForce GTX 980 der Fall ist. Außerdem verbaut EVGA vier von acht GDDR5-Speicherchips auf der Rückseite des PCBs, da nicht alle Speicherchips auf der Vorderseite Platz gefunden haben. Dies liegt auch daran, dass die Karte eine Länge von nur 24 cm aufweist und damit deutlich kompakter ist, als die GeForce GTX 980.

EVGA GeForce GTX 970 Superclocked
EVGA GeForce GTX 970 Superclocked

Die mit 90 mm im Durchmesser recht großen Lüfter der Karte sollen im Vergleich zur ACX-1.0-Kühlung mit einem verbesserten Motor ausgestattet sein, der höhere Drehzahlen erlaubt, dabei aber weniger verbrauchen soll. Außerdem besitzen die elf Lüfterblätter ein anderes Design, das mehr Luftvolumen möglich machen und weniger Turbulenzen erzeugen soll. Laut EVGA kühlt der ACX 2.0 besser und leiser als sein Vorgänger.

EVGA GeForce GTX 970 Superclocked
EVGA GeForce GTX 970 Superclocked

Nicht ganz am Ende sondern eher im letzten Drittel der Karte hat EVGA die beiden zusätzlichen 6-Pin-Anschlüsse untergebracht. Diese bringen zusammen mit dem PCI-Express-Slot maximal bis zu 225 Watt an die Karte. In Anbetracht der TDP von 145 Watt im Referenzzustand dürfte trotz werksseitiger Übertaktung noch ausreichend Spielraum für einige Overclocking-Versuche sein.

EVGA GeForce GTX 970 Superclocked
EVGA GeForce GTX 970 Superclocked

Wie auch schon die GeForce GTX 980 verzichtet auch das kleinere Maxwell-Modell nicht auf die beiden SLI-Anschlüsse. Auf der Beschriftung des Speicherchips auf der linken Seite im Bild ist zu erkennen, dass EVGA die gleichen Speicherchips auf seinen Karten nutzt wie NVIDIA für die Referenzversion der GeForce GTX 980.

EVGA GeForce GTX 970 Superclocked
EVGA GeForce GTX 970 Superclocked

Bereits angesprochen haben wir die unterschiedlichen Konfigurationen der Display-Ausgänge auf der Slotblende. EVGA bleibt dabei eher dem alten Schema treu und verbaut zweimal Dual-Link-DVI (jeweils einmal DVI-I und DVI-D) sowie jeweils einmal HDMI 2.0 und DisplayPort 1.2.