> > > > Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC im Test

Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 18: Fazit

Zugegeben: Die Sapphire Radeon R9 280X Toxic hat uns fast schon ein bisschen enttäuscht. Vor allem das Kühlsystem wies  einige Schwächen auf. Während die Lautstärke unter Last mit einem Schallpegel von fast 50 dB(A) deutlich über der Geräuschkulisse der Referenzversion lag, schaffte es das Dreiergespann auch nicht, den Grafikprozessor unterhalb die 70-°C-Marke zu drücken. Einzig der Performance-Schub hat uns aufgrund der höheren Taktraten zugesagt, ließ uns aber trotzdem keine Kaufempfehlung aussprechen. Deutlich besser hat es Sapphire wenige Wochen später mit seiner Radeon R9 290X Tri-X OC und Radeon R9 290 Tri-X OC gemacht. Trotz hitziger GPU blieben die Chips angenehm kühl und das bei einer sehr guten Geräuschkulisse. Die beiden Modelle zählen unserer Meinung nach zu den besten High-End-Grafikkarten, die es aktuell auf dem Markt zu kaufen gibt. 

Mit der Neuauflage seiner Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC entschied sich Sapphire, den Tri-X-Kühler in einer leicht angepassten Version auch in die nächst kleinere Preis- und Leistungsklasse zu bringen. Statt des Dual-Fan-Kühlers kommt nun das bekannte Dreiergespann zum Einsatz. Die Mühen haben sich gelohnt. Im Vergleich zur Toxic-Version sorgt der Tri-X-Kühler für eine deutlich angenehmere Geräuschkulisse und drückt trotzdem die Temperaturen weiter nach unten. Insgesamt liegt die neue Revision der Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC auf dem Lautstärke- und Temperatur-Niveau einer deutlich langsameren Radeon R7 265. 

Trotzdem leistet die neue Vapor-X aufgrund des kleinen Taktupgrades auch ein wenig mehr als die Referenz, kommt an die Toxic-Version freilich aber nicht heran. Hier muss man selbst Hand anlegen. Beim Lieferumfang zeigt sich der AMD-Boardpartner wie gewohnt etwas großzügiger als so manch anderer Hersteller. Neben der Treiber-CD und einer Schnellstart-Anleitung gibt es noch ein HDMI-Kabel, eine CrossFire-Brücke und zwei Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte. 

Im Vergleich zur günstigsten Radeon R9 280X bezahlt man für die neue Vapor-X-Version einen Aufschlag von rund 25 Euro. In Anbetracht der sehr guten Leistungswerte des Kühlsystems und der doch etwas höheren Rechenleistung im Vergleich zur Referenz sind die Scheine aber gut investiert. Vielleicht bringt Sapphire den Kühler auch auf eine Karte mit Standard-Frequenzen. Dann ließe sich noch der eine oder andere Euro einsparen.

 

Wie schon bei den beiden anderen Modellen mit Tri-X-Kühler zücken wir auch für die neue Revision der Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC unseren Excellent-Hardware-Award. Leistung, Lautstärke und Temperatur-Verhalten stimmen einfach. 

award sapphire r9 280x vapor-x trix-oc

 

Persönliche Meinung

Der Tri-X-Kühler ist schon ein starkes Stück Hardware und ohne Frage einer der besten Kühler, den man aktuell auf eine Grafikkarte schnallen kann. Schon bei seiner Radeon R9 290 Tri-X OC hat dies Sapphire eindrucksvoll bewiesen. Das mächtige Kühlsystem auch in die gehobene Mittelklasse zu bringen, ist eine sehr gute Idee, wenngleich man jetzt prüfen muss, ob man eine solch lange Grafikkarte mit einer Gesamtlänge von fast 32 cm in seinem Gehäuse unterbringt. Wer den Platz hat und knapp 300 Euro investieren kann, der sollte unbedingt zuschlagen. Der Aufpreis zur Toxic-Version lohnt überhaupt nicht.  (Andreas Stegmüller)