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ASUS GeForce GTX 750 im Test

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Seite 18: Fazit

ASUS tritt mit der GeForce GTX 750 in die Fußstapfen der größeren "Maxwell"-Version GeForce GTX 750 Ti, in die man natürlich gar nicht passen kann und auch nicht will. NVIDIA hat den Chip beschnitten, um ihn günstiger anbieten zu können. Darunter leidet natürlich auch die Performance, aber wer sich für eine GeForce GTX 750 entscheidet, sollte auch wissen, worauf er sich da einlässt. Dennoch will der potenzielle Käufer für die 110 Euro Kaufpreis sicherlich auch eine dementsprechende Leistung nicht missen.

Zwischen 15 und 20 Prozent ist die GeForce GTX 750 langsamer als die Ti-Version. ASUS kann den Abstand durch das werksseitige Overclocking um 4-5 Prozent verkleinern. Die meisten Spiele lassen sich somit in 1.650 x 1.050 Pixel noch gut spielen, für FullHD bzw. 1.920 x 1.080 Pixel müssen aber bereits einige Abstriche gemacht werden. Ein echtes grafisches Feuerwerk lässt sich mit der ASUS GeForce GTX 750 also nicht abfeuern. In unseren Benchmarks bewegt sie sich damit irgendwo zwischen der Radeon R7 250 und R7 260X. Leider hatten wir noch keine Gelegenheit uns eine R7 250X, R7 260 und R7 265 genauer anzuschauen. Somit fehlen uns hier auch die entsprechenden Vergleichswerte.

Ein großer Pluspunkt der neuen "Maxwell"-Architektur ist die Effizienz des Chips. Bei gleicher Leistung soll die Leistungsaufnahme im Vergleich zur "Fermi"-Generation halbiert worden sein und tatsächlich hat bereits der Test der GeForce GTX 750 Ti gezeigt, dass eine geringe Last-Leistungsaufnahme nicht unbedingt heißen muss, dass auch die Performance einbricht. Die geringe Abwärme führt auch dazu, dass ASUS mit der Kühlung der GeForce GTX 750 keinerlei Schwierigkeiten haben sollte. Zu keiner Zeit stieg die GPU-Temperatur über 55 °C und somit lag auch immer der maximale Boost-Takt von 1.189 MHz an.

110 Euro verlangt ASUS für sein übertaktetes Modell der GeForce GTX 750. Die günstigste und bereits schnellere GeForce GTX 750 Ti ist bereits ab 120 Euro zu haben. Somit werden die größeren "Maxwell"-Karten zu einer mehr als denkbaren Alternative, auch im preisbewussten Segment, in dem wir uns hier bewegen.

Alternativen? Bevor zu einer GeForce GTX 750 gegriffen wird, sollte man sich die aktuelle Preissituation bei den verschiedenen Modellen der GeForce GTX 750 Ti noch einmal sehr genau anschauen. Hier sind für einen geringen Aufpreis teilweise deutlich schnellere Karten zu bekommen. Leider können wir derzeit noch keinen Vergleich zu den passenden Karten aus dem Hause AMD anstellen. Wir hoffen aber in Kürze entsprechende Karten zu bekommen, um diese in den Benchmarks zu vergleichen.

 

Positive Aspekte der ASUS GeForce GTX 750:

  • sehr niedrige Leistungsaufnahme unter Last
  • sehr gutes Performance/Watt-Verhältnis
  • maximaler Boost-Takt wird immer erreicht
  • kein zusätzlicher Stromanschluss nötig

Negative Aspekte der ASUS GeForce GTX 750:

  • kein DisplayPort-Anschluss (stattdessen nur VGA)
  • Performance nicht immer für FullHD ausreichend
  • ein paar Euro zu teuer

 

Persönliche Meinung

Wer aktuell nur 120 Euro für eine neue Grafikkarte zur Verfügung hat, der sollte je nach aktuell eingesetzter Karte noch etwas warten oder zur GeForce GTX 750 Ti greifen. AMD tut sich derzeit keinen Gefallen damit unzählige Modelle auf den Markt zu werfen. Derzeit kommen wir noch nicht einmal hinterher uns diese alle anzuschauen. ASUS präsentiert mit der GeForce GTX 750 zwar ein solides Modell, mehr allerdings auch nicht. (Andreas Schilling)