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Sapphire Radeon R7 250 Ultimate im Test

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Seite 18: Fazit

Die Sapphire Radeon R7 250 Ultimate ist ein einfacher Abwasch ihres Vorgängers, der Sapphire Radeon HD 7750. Leistung, Temperatur-Verhalten und Stromhunger liegen auf exakt dem gleichen Niveau. Für die Kunden Sapphires ist dies aber nichts Schlechtes. Im Gegenteil: Die Sapphire Radeon R7 250 Ultimate entpuppt sich als der interessanteste Ableger unter den Radeon-R7-250-Modellen. Zwar fällt der Preis mit knapp 80 Euro gut 20 Euro höher aus als noch beim günstigsten Modell, dafür bietet der 3D-Beschleuniger deutlich höhere Bildwiederholraten.

Dieser Umstand ist natürlich der gesteigerten Anzahl an Streamprozessoren zuzuschreiben. Ist eine gewöhnliche Radeon R7 250 mit 384 Recheneinheiten ausgestattet, bringt es die Sapphire-Karte auf 512 Einheiten. Auch ein schneller GDDR5-Videospeicher ist standardmäßig mit von der Partie. Die nächst teurere Grafikkarte von AMD ist die Radeon R7 260, die aktuell für knapp unter 100 Euro zu haben ist. Sie leistet noch ein klein wenig mehr - einen entsprechenden Testbericht werden wir in den kommenden Tagen veröffentlichen - doch ist sie auch ein weiteres Stück teurer als die heute getestete Ultimate von Sapphire. Hinzu kommt das lautlose Betriebsgeräusch der Sapphire Radeon R7 250 Ultimate, das es bislang unter den Radeon-R7-260-Modellen noch nicht gibt. 

Wer sich für die Sapphire Radeon R7 250 Ultimate entscheidet, der sollte allerdings auch für eine gute Gehäuse-Belüftung sorgen. Unser Testsystem war hier mit zwei 80-mm-Lüfern in Gehäuse-Front und -Rückseite versehen, die die Kühlung unseres Testmusters mit Sicherheit unterstützt haben. In der Praxis wurde die Sapphire Radeon R7 250 Ultimate unter Volllast bis zu 71 °C warm. Abstürze sind hier im Sommer nicht zu erwarten.

Beim Lieferumfang zeigt sich Sapphire ebenfalls ein klein wenig großzügiger als so manch anderer Boardpartner. Neben der sonst üblichen Treiber-CD liefert der Hersteller auch ein HDMI-Kabel, einen Adapter von DVI auf VGA und eine Schnellstart-Anleitung mit.

Gelegenheitsspieler und vor allem Silent-Freaks dürften mit der Sapphire Radeon R7 250 Ultimate ihre Freude haben. Obendrein kostet sie nur unwesentlich mehr als eine normale Radeon R7 250 ist aber noch immer günstiger als das nächst schnellere Modell. Die Leistung liegt deutlich über den "Oland"-Grafikkarten. Wir zücken unseren Preis-Leistungs-Award. Konkurrenz dürfte die Sapphire Radeon R7 250 Ultimate in Kürze aber mit der PowerColor Radeon R9 270 SCS3 erfahren.

sapphire radeon r7 250 ultimate-pl award 

Persönliche Meinung

Die Sapphire Radeon R7 250 Ultimate ist für mich eine kleine Überraschung. Als ich das erste Mal von ihr hörte, dachte ich, dass es zwar eine lautlose Grafikkarte werden wird, dank der niedrigeren Taktraten im Vergleich zu einer normalen Radeon R7 250 aber eine nochmals verringerte Leistung abliefern würde und das obwohl mir "Oland" für meine privaten Bedürfnisse ohnehin schon zu langsam ist. Doch ich wurde nicht enttäuscht. Dank des "Cape Verde"-Chips ist die Sapphire-Karte deutlich schneller als jede andere Radeon R7 250 und schont zugleich meine Ohren. Da auch der Preis stimmt und damit unser bisheriges Argument, lieber zu einer Radeon HD 7750 zu greifen, nicht mehr zählt, bin ich unterm Strich doch zufrieden.

Ich warte aber gespannt auf die PowerColor Radeon R9 270 SCS3. Sie liegt eher in meiner Leistungsklasse. Mal sehen, was die so leisten wird! :-) (Andreas Stegmüller)