> > > > ASUS ROG Poseidon GTX 780 im Test

ASUS ROG Poseidon GTX 780 im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 3: ASUS ROG Poseidon GTX 780 - Impressionen 2

 

ASUS ROG Poseidon GTX 780
ASUS ROG Poseidon GTX 780

Ohne den Direct-H2O-Kühler wird der Blick auf das nackte PCB frei. Während im linken Bereich eigentlich keinerlei Besonderheiten zu erkennen sind, dürfte das geschulte Auge auf der rechten Seite bereits die ausgiebige Spannungsversorgung erblickt haben.

ASUS ROG Poseidon GTX 780
ASUS ROG Poseidon GTX 780

Insgesamt zehn Phasen kümmern sich um die Spannungsversorgung von GPU und Speicher. Acht Phasen entfallen dabei auf die GPU, zwei weitere sind dem Speicher zugeteilt. Neben der schieren Anzahl an Phasen setzt ASUS auch auf besonders hochwertige Komponenten. So sind im vorderen und hinteren Bereich einer jeden Phase die Kondensatoren zu sehen, die ASUS als "Japan-made 10K Black Metallic" bezeichnet. Sie sollen 20 Prozent weniger Abwärme erzeugen und fünfmal langlebiger sein als die Standard-Kondensatoren.

Bei den mit einem eigenen Logo versehen Spulen handelt es sich um sogenannte "Super Alloy Chokes". Sie sollen das nervige Fiepen reduzieren bzw. komplett verhindern. Während unserer Tests war zumindest nichts davon zu hören. Bei den flachen Bauteilen hinter den Spulen handelt es sich um Transistoren ("Super Alloy MOS), die um 30 Prozent höhere Spannungen aushalten sollen. ASUS hat also die komplette Spannungsversorgung mit hochwertigen Komponenten ausgestattet, welche die Lebensdauer, aber auch das OC-Potenzial erhöhen sollen. Zu einigen weiteren Komponenten kommen wir noch.

ASUS ROG Poseidon GTX 780
ASUS ROG Poseidon GTX 780

Denn ebenfalls eine wichtige Rolle spielt das VRM (Voltage Regulation Module). Es ist für die Ansteuerung der verschiedenen Spannungs-Domains verantwortlich. Für ein möglichst hohes Overclocking-Potenzial sind saubere Spannungen, ohne Rauschen, wichtig. Der Digi+ VRM soll diese mit einem Rauschabstand von 159 bis 239 mV gewährleisten. Durch diesen Baustein ebenfalls verbessert werden soll der Stromfluss durch die Spannungsphasen, die dadurch effektiver arbeiten können. ASUS spricht davon die typische Leistungsaufnahme von 34,4 auf 28,7 Watt reduzieren zu können.

ASUS ROG Poseidon GTX 780
ASUS ROG Poseidon GTX 780

Auf der Rückseite des PCBs, genau hinter der GPU befinden sich diese drei kleinen SMD-Bauteile. Bei diesen handelt es sich um POSCAPs. Dabei handelt es sich um Tantal-Elektrolytkondensatoren mit Polymer-Elektrolyten. Dies wird wohl nur den eingefleischten Elektrotechnikern etwas sagen. Auch sie sollen für eine möglichst gute Versorgung der GPU sorgen und damit das Overclocking-Potenzial optimieren.

ASUS ROG Poseidon GTX 780
ASUS ROG Poseidon GTX 780

Ein Blick auf den Kühler zeigt, ASUS kühlt mit dem Direct H2O neben der GPU auch viele weitere Komponenten auf der Karte. Dazu gehören die Speicherchips und die eben ausgiebig besprochenen Komponenten der Strom- und Spannungsversorgung.

Ein paar Worte zum Aufbau des Kühlers: Innerhalb des Kupferblocks, der direkt auf der GPU aufliegt, befindet sich eine Vapor-Chamber. Durch Verdunsten und Kondensieren einer Flüssigkeit wird die Abwärme von der GPU abgeführt und an andere Stelle wieder abgegeben. Mithilfe von drei Heatpipes und einem großflächigen Kühlkörper aus Aluminium wird die Abwärme unter Verwendung der Luftkühlung abgeführt.

ASUS ROG Poseidon GTX 780
ASUS ROG Poseidon GTX 780

Anders als bei dedizierten Wasserkühlungen wird das Wasser nicht innerhalb des Kühlers durch feine Kanäle geführt, sondern in einem U-förmigen Rohr durch diese Vapor-Chamber geleitet. Da Kupfer im Zusammenspiel mit Wasser keine allzu positiven Eigenschaften für einen Wasserkreislauf entwickelt, hat ASUS die Innenseiten des Rohrs vernickelt.

ASUS ROG Poseidon GTX 780
ASUS ROG Poseidon GTX 780

Noch einmal ein genauer Blick auf die Oberfläche der Vapor-Chamber, die aus Kupfer besteht, die Abwärme daher besser aufnehmen soll, als dies einer Bodenplatte aus Aluminium möglich sein soll.