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ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II im Test

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Seite 20: Fazit

Die Gigabyte GeForce GTX 780 Ti GHz Edition vom Leistungsthron der GK110-Grafikkarten stoßen, das schafft auch die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II nicht. Trotzdem gibt es einige Punkte, die für das ASUS-Modell sprechen. Da wäre zum einem die Lautstärke der beiden 100-mm-Lüfter zu nennen. Diese fällt nämlich sowohl im Leerlauf wie auch im 3D-Betrieb erfreulich leise aus. Während der Geräuschpegel sich im Windows-Betrieb bei 37,1 dB(A) einpendelt, werden die beiden Rotoren selbst unter Volllast nicht lauter als 42,3 dB(A). Damit zählt die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II mit Abstand zu den leisesten GeForce-GTX-780-Ti-Karten, die wir bislang bei uns in der Redaktion testen konnten.

Trotzdem können sich die Temperaturen sehen lassen, die sich während unserer Battlefield-4-Durchläufe stets unterhalb der 80-°C-Marke bewegten. Der Grafikprozessor heizte sich in dieser Disziplin auf maximal 73 °C auf. Andere 3D-Beschleuniger mit GK110-GPU wurden hier schon deutlich wärmer. Ebenfalls eine gute Arbeit erledigen die hochwertigeren Bauteile im Vergleich zur NVIDIA-Vorlage, denn trotz der höheren Taktraten fällt die Leistungsaufnahme nicht viel höher aus als bei der Referenz. Unter Last zog unser Testsystem zusammen mit der ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II und den restlichen Komponenten bis zu 416,1 Watt aus der Steckdose, was in etwa zehn Watt mehr entspricht als bei der Referenz. Die Differenz von zehn Watt ergibt sich leider aber auch im 2D-Betrieb. Hier wäre etwas weniger besser gewesen.

Zwar kommt die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU leistungsmäßig nicht an die Gigabyte GeForce GTX 780 Ti GHz Edition heran, die es auf einen Basistakt von über 1.000 MHz bringt, doch fällt die Leistung dank der höheren Taktraten ein gutes Stück höher aus als bei der Referenz. ASUS erhöhte hier den Basistakt von ehemals 876 MHz auf nun 954 MHz. In der Praxis erreichte unser Testmuster einen Boosttakt von bis zu 1.097 MHz. Im Overclocking-Test waren aus Chip und Speicher 1.098 MHz bzw. 1.918 MHz herauszukitzeln. Für den Bestwert reicht dies nicht, nur ein Platz im breiten Mittelfeld ist drin. Die Gigabyte GeForce GTX 780 Ti GHz Edition oder die Gainward GeForce GTX 780 Ti Phantom ließen sich besser übertakten - doch Overclocking ist reine Glückssache, denn jede Grafikkarte ist ihr eigenes Unikat. 

Etwas mehr Freiheiten als sonst gewährt ASUS bei der Farbgebung des Kühlsystems. Die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II verfügt ab Werk über einen schlichten, schwarzen Dual-Slot-Kühler. Im Lieferumfang befinden sich aber ein paar goldene bzw. rote Aufkleber, mit denen sich das Design der Grafikkarte ein klein wenig personalisieren lässt. Daneben liefert ASUS einen Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte und eine Treiber-CD mit. Wer sich zudem für die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II entscheidet, erhält im Rahmen des "Piraten, Helden und Spione"-Spielebundles drei aktuelle Spielekracher kostenlos mit dazu. Der 3D-Beschleunger muss dann aber bei einem der teilnehmenden Händler erworben werden.

Preislich reißt die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II allerdings ein großes Loch in den Geldbeutel. Zu Redaktionsschluss wollte man 695 Euro für ein einziges Modell haben. Sicher, die Karte ist ein Premium-Modell, trotzdem fällt der Aufpreis von etwas über 100 Euro zu hoch aus. Die Gigabyte GeForce GTX 780 Ti GHz Edition ist da gut 30 Euro günstiger, wenn auch nicht ganz so leise.

Wir sehen vom hohen Anschaffungspreis einmal ab und zücken mit Freuden unseren Excellent-Hardware-Award. Die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II ist eine sehr leise und vor allem potente High-End-Grafikkarte. Herzlichen Glückwunsch!

 

Alternativen? ... haben wir inzwischen einige getestet. Zwar ist die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II mit Abstand der leiseste Vertreter von allen, doch wer ein paar Euro einsparen möchte und vielleicht noch auf der Suche nach einem noch schnelleren Modell ist, der greift besser zur Gigabyte GeForce GTX 780 Ti GHz Edition. Sie ist zwar nicht ganz so leise, dafür aber der schnellste Vertreter unter den GeForce-GTX-780-Ti-Karten.

asus 780tidcu s 

Persönliche Meinung

Wow! Die ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II ist eine wirklich potente Grafikkarte, mit der man auch in den nächsten Jahren viel Spaß haben dürfte. Trotz der in dieser Preis- und Leistungsklasse sehr hohen Leistungsaufnahme bleibt die Grafikkarte selbst unter Volllast angenehm kühl und vor allem leise. Mit einem Schalldruck von knapp über 42 dB(A) zählt sie in meinen Augen sogar zu den leisesten High-End-Grafikkarten überhaupt. Silent-Fans müssen da keine Bedenken haben. Was mich aber etwas zögern lässt, ist der hohe Preis von fast 700 Euro. Da greife ich doch lieber zum günstigsten Ableger, spare 100 Euro und fange das Basteln bei den Taktraten und der Lüftersteuerung an. Vielleicht springe ich dann als kleiner Sparfuchs noch über meinen schatten und besorge mir einen schicken Alternativ-Kühler. (Andreas Stegmüller)

Positive Aspekte der ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II:

  • Sowohl im 2D- wie auch im 3D-Betrieb sehr laufruhig
  • Sehr hohe Performance
  • Insgesamt sehr leistungsstarkes Kühlsystem

Negative Aspekte der ASUS GeForce GTX 780 Ti DirectCU II

  • Hoher Preis

 

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Kommentare (39)

#30
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Registriert seit: 01.01.2007
Exil
Der Saft ist mit euch!
Beiträge: 8144
Was ist daran bei Luftkühlung so ungewöhnlich?
#31
Registriert seit: 18.03.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1945
Meine eVGA Classi hat ein VRM-Temp von max. 70°C.
100°C sind viel zu viel...
#32
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Registriert seit: 01.01.2007
Exil
Der Saft ist mit euch!
Beiträge: 8144
Okay, toll dass die Kühlung deiner EVGA Classified 70°C erreicht. Und deswegen ist eine höhere Temperatur generell zu viel? Weiß nicht wie du darauf kommst, die Dinger sind meist für 120-130°C spezifiziert. Wie gesagt, für Luftkühlung sind 100°C unter Last gar nicht mal so nicht ungewöhnlich, auf vielen Karten kann man das bloß gar nicht auslesen (oder die Sensoren sind ungenau) und dann fällt es nicht so auf. Halte mal ne Wärmebildkamera in einen Rechner.
#33
Registriert seit: 18.03.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1945
Hm, also ich weiß nicht... 100°C ist halt schon viel...
guru3D hat es ja mit der Wärmbildkam gemessen und andere Karte kommen da halt auf 75°C.
Das bedeutet doch das die Kühlung der Asus in diesem Bereich ziemlich schlecht ist (oder warum sind andere Hersteller da 25°C kühler?)...
Hat für mich einen bitteren Beigeschmack... und 100°C ist für meine Begriffe außerhalb der Wohlfühlzone...:)

Edit: Habe jetzt nochmal ein bischen nach VRM-Temp gegoogelt und es scheint wirklich auch andere Grafikkarten zu geben bei dennen die VRM-Temp sogar über 100°C gehen...
Naja okay... ich glaub ich werd die mal kaufen und testen... in der Hoffnung das sie nicht fiept...:)

Edit2: Zumal die Frage ist warum die VRM's hier so heißer werden. Ist ja ein "Standard-Design" was auch den Screenshots zu sehen ist: die VRM's sind von einem Kühlkörper bedeckt der wiederrum von den oben liegenden Lüftern "mitgekühlt" wird. So wie bei allen anderen Karten halt auch... irgendwie ziemlich komisch das die dann 100°C erreichen?!?
#34
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Registriert seit: 20.04.2008
Sitterswald
Kapitänleutnant
Beiträge: 1685
Also ich kann's bei meinen beiden nur auslesen und nicht messen, aber bei 3DMark11 geht die VRM-Temp laut GPU-Z auch nur bis ~70°C hoch.
#35
Registriert seit: 18.03.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1945
Zitat Shaneymac;22316805
Also ich kann's bei meinen beiden nur auslesen und nicht messen, aber bei 3DMark11 geht die VRM-Temp laut GPU-Z auch nur bis ~70°C hoch.

Echt? Hm, wie alt ist die Karte? Vielleicht gibts ne neue Revision...?!?
#36
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Registriert seit: 20.04.2008
Sitterswald
Kapitänleutnant
Beiträge: 1685
Die Karten habe ich hier im Forum gebraucht gekauft, die sind schon ein paar Monate alt.

Aber ich hab' die Werte eben auch nur ausgelesen. Was tatsächlich anliegt, weiß ich demnach nicht. Es kann also durchaus sein, dass die Messwerte von guru3D stimmen. Aber wenn bei Dir die 70°C auf der Classy auch nur ausgelesen sind, könnten sie trotzdem auch bei "echten" 100°C liegen...

Was ich damit sagen will: Ich würde mir überhaupt keinen Kopf um diese Werte machen, weil selbst die gemessenen 100°C noch völlig in Ordnung sind. Und ob die 75°C von anderen Karten da tatsächlich unter gleichen Bedingungen zustande gekommen sind, weiß eben auch kein Mensch...
#37
Registriert seit: 18.03.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1945
Jo, ich hab die jetzt bestellt... ich hoffe die hat kein Spulenfiepen...:)
#38
Registriert seit: 18.03.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 1945
So, die Karte ist jetzt im Rechner und ich muss sagen: nett...:)

1. meine 5 Ti:
3 wegen Spulenfiepen zurück
1 wegen Kühlerbummen zurück

Die Asus macht garkeine Geräusche die nicht sein sollen...

Wenn ich die Karte quäle bekomm die auf 80°C (bei 65% RPM).
VRM wird tatsächlich bis 95°C, allerdings nur beim quälen...
In 3DMark wird der VRM gerade mal 69°C.

Der Lüfter ist auf 65% schon hörbar, das ist klar...
Meine eVGA 780 ist unter Vollast genauso laut, ich denke die geben sich da nix.

Insgesamt für mich eine gute Karte... ist beim normalen Zocken schön leise/kühl.
Selbst bei 150 FPS fiep keine Spule... es schein also was dran zu sein das die Spulen von Asus (und eVGA, die hatte auch kein Fiepen) besser sind als die Ref-Teile...
#39
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Registriert seit: 20.04.2008
Sitterswald
Kapitänleutnant
Beiträge: 1685
Klingt doch prima :)

Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen mit der DCII. Die sind in der Regel keine OC-Wunder, dafür aber im Alltag schön kühl und annehmbar leise...
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