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AMD Radeon R9 290 im Test

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Seite 2: PowerTune in der Praxis

Wie auch schon bei der Radeon R9 290X ergibt sich bei der Radeon R9 290 durch die neue Implementierung von PowerTune eine starke Abhängigkeit von Takt und Spannung von der gerade anliegenden Temperatur. Bei der Radeon R9 290X resultierte dies in der Tatsache, dass die Karte ihren maximalen Takt von 1.000 MHz in nur sehr wenigen Anwendungen halten konnte. Wir testen in einem gut belüfteten geschlossenen Gehäuse und im Quiet-Mode, der die Lüfterdrehzahl auf maximal 40 Prozent beschränkt. Im Uber-Mode kann der Lüfter auch schneller arbeiten und PowerTune versucht dann die Temperatur wieder zu senken, um einen höheren Takt anzulegen.

Bei der Radeon R9 290 ist dies ähnlich. In letzter Minute hat AMD noch die Default-Einstellung für die maximale Lüfterdrehzahl von 40 auf 47 Prozent geändert. Damit bleibt die Karte öfter und vor allem länger auf ihrem Maximaltakt von 947 MHz stehen. In einer Tabelle haben wir einige Praxiswerte aufgeführt:

Gegenüberstellung von Temperatur und Takt
Spiel Temperatur Takt
Unigine Valley 94 °C 678 - 847 MHz
Crysis Warhead 90 °C 947 MHz
Hitman: Absolution 92 °C 947 MHz
Bioshock 92 °C 947 MHz
The Elder Scrolls V Skyrim 90 °C 947 MHz
Call of Duty: Black Ops 2 94 °C 881 - 947 MHz
Anno 2070 94 °C 662 - 722 MHz
Battlefield 3 94 °C 720 - 840 MHz
Far Cry 3 94 °C 690 - 840 MHz
Crysis 3 94 °C 690 - 830 MHz

Wir sehen also, dass die Radeon R9 290 nicht in allen Anwendungen ihren maximalen Boost-Takt von 947 MHz halten kann und teilweise deutlich niedriger takten muss. Die maximale Lüfterdrehzahl von 47 Prozent ist eine von AMD gewählte Vorgabe, an die sich er der Nutzer natürlich nicht halten muss. In den PowerTune-Optionen des Treibers kann man über ein 2D-Diagramm und die direkte Eingabe das Power-Limit und eine maximale Taktrate in Prozent angeben. Die Limits für beide Werte liegen bei +/- 50 Prozent. 

PowerTune bei der Radeon R9 290
PowerTune bei der Radeon R9 290

Darunter kann auch noch der Takt des Speichers erhöht werden. Hier erlaubt AMD sogar eine Wahl des Taktes zwischen +/- 60 Prozent. Weitaus wichtiger ist ein neuer Parameter - die Zieltemperatur. Diese ist auf 95 °C voreingestellt, lässt sich aber auch auf bis zu 50 °C reduzieren. Ebenfalls möglich ist die Einstellung der Lüfterdrehzahl in Prozent von 20 bis 100 Prozent. Über diese fünf Werte lässt sich also die Lautstärke des Lüfters ebenso optimieren, wie die Performance. In den Tests zum Overclocking gehen wir darauf noch etwas genauer ein.