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Zotac GeForce GTX 780 AMP! Edition im Test

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Seite 21: Fazit

Die Zotac GeForce GTX 780 AMP! Edition lässt auf dem Papier viel Gutes erahnen. Vom Basis-Takt über den garantierten Boost-Takt (zumindest so lange die Temperaturen stimmen) bis hin zum Speicher-Takt sind die technischen Daten auf einen Spitzenplatz in den Benchmarks ausgelegt. Hinzu kommt ein alternativer Kühler, der auf niedrige Temperaturen und vor allem eine niedrige Lautstärke hoffen lässt.

In der Praxis aber wandelt sich das Bild leider etwas. Ja, Zotac hält die versprochenen Taktraten ein, beschneidet die eigene Karte aber durch ein zu konservatives BIOS-Profil, sodass die Karte in Sachen Performance dann doch von einigen Konkurrenten abgehängt wird. Schade eigentlich, denn schaut man sich die Messwerte an, so beweist der Kühler das Potenzial für einen deutlich höheren Takt. Gerade die Last-Temperatur lässt noch deutlich Luft nach oben. Gut gefallen hat uns die Idle-Lautstärke, allerdings kann Zotac diesen Eindruck nicht bis in die Last-Lautstärke retten. Hier hätten der Karte ein paar Umdrehungen weniger pro Minute sicher gut getan.

Nun gibt es zwei Lösungen, um aus der Zotac GeForce GTX 780 AMP! Edition eine Empfehlung zu machen: Zum einen kann der Nutzer per Software-Tool noch selbst an Takt und Kühler arbeiten. Beide Punkte sind aus unserer Erfahrung mit der Karte kein Hexenwerk. Zweitens könnte Zotac ein BIOS-Update nachreichen, das einen höheren Boost-Takt aufweist und die Karte nicht künstlich einbremst.

Bezieht man noch den Preis mit in die Beurteilung ein, stellt sich die Zotac GeForce GTX 780 AMP! Edition in ein deutlich besseres Licht. Der Nutzer bekommt ab Werk eine Performance, die über der GeForce GTX Titan liegt oder zumindest mit dieser gleichauf ist und das zu einem Preis ab 575 Euro, bei dem von einigen Herstellern gerade einmal eine Referenzversion zu haben ist.

Alternativen? Alternativen zur Zotac GeForce GTX 780 AMP! Edition sind zahlreich vorhanden. Wir haben uns bereits einige übertaktete Modelle der GeForce GTX 780 angeschaut und darunter waren auch Modelle aus dem Hause EVGA, Gainward oder Palit, die etwas schneller als die Karte von Zotac waren. Nicht immer aber waren sie auch leiser oder kühlten besser. Wir empfehlen daher sich die Messwerte noch einmal ganz genau anzuschauen und einen Blick in unsere Artikel-Sektion zu den Grafikkarten zu werfen.

 

Persönliche Meinung

Die Zotac GeForce GTX 780 AMP! Edition ist keinesfalls eine schlechte Umsetzung der GeForce GTX 780. Die Performance reicht locker aus, um aktuelle Spiele selbst in höchsten Auflösungen und ebenso hohen Qualitätseinstellungen flüssig darzustellen. Allerdings lässt Zotac auch einiges an Potenzial liegen. Dies betrifft vor allem den maximalen Boost-Takt, der nicht in Regionen hineinreicht, wie wir sie von einigen Konkurrenten kennen. Abhilfe zu schaffen dürfte Zotac nicht schwerfallen und wir hoffen unsere Kritik (und auch die der Kollegen, denn wir sind nicht die einzigen, denen dies aufgefallen ist) fällt auch fruchtbaren Boden. (Andreas Schilling)

 

Positive Aspekte der Zotac GeForce GTX 780 AMP! Edition:

  • versprochenes Leistungsplus wird eingehalten
  • gute Idle- und Last-Temperaturen
  • gute Idle-Lautstärke
  • relativ niedriger Preis

Negative Aspekte der Zotac GeForce GTX 780 AMP! Edition:

  • etwas zu laut unter Last
  • GPU-Boost mit BIOS-Handbremse