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GeForce GT 640 mit GK208 im Test

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Seite 17: Fazit

Schon die alte Version der GeForce GT 640 oder zumindest der Ableger mit langsamen DDR3-Speicher hatte AMDs Radeon HD 7730 gut im Griff. Je nach Benchmark lag mal die GeForce und mal die Radeon vor dem jeweiligen Konkurrenten. Die neuen GeForce GT 640, die wir hier in Form eines Gainward-Modells testen konnten, kann sich leistungsmäßig noch einmal um ein paar Prozentpunkte nach vorne schieben und das obwohl sie nur über einen 64 Bit breiten Datenbus verfügt. Der Schein trügt etwas, denn dank der schnellen GDDR5-Chips und der damit verbundenen höheren Taktraten steigt die Speicherbandbreite von ehemals 28,8 auf immerhin 40,0 GB/Sek. an. Einzig acht ROPs hat sie weniger als der alte GK107-Ableger. Aber auch dieses Manko machen die deutlich höheren Taktraten von Chip und Speicher wett.

Insgesamt leistet die neue GeForce GT 640 ein wenig mehr als ihr direkter Vorgänger und hält sich auch gegen AMDs Radeon HD 7730 meist an der Spitze. Bei der Leistungsaufnahme legte NVIDIA ebenfalls eine Schippe oben drauf. In unseren Tests blieb die Neuauflage tatsächlich knapp zwölf Watt genügsamer. Insgesamt liegt sie in dieser Disziplin an der Spitze aller drei Konkurrenten. Einzig bei der Lautstärke hätten wir gerne einen deutlich laufruhigeren Kühler erwartet. Mit einer Geräuschkulisse von knapp 50 dB(A) ist der kleine 3D-Beschleuniger doch deutlich aus dem geschlossenen Testsystem herauszuhören. Ein passiver Ableger der GeForce GT 640 ist aber durchaus denkbar.

Über den Lieferumfang gibt es nicht viel zu sagen. Dieser fällt aufgrund der Preisklasse dieser Grafikkarte - zu Redaktionsschluss kostete die Gainward GeForce GT 640 fast 80 Euro - eher gering aus. Gainward gibt dem neuen GK208-Ableger gerade einmal eine Schnellstart-Anleitung und eine Treiber-CD mit auf den Weg. Preislich liegt AMD mit seiner Radeon HD 7730 knapp in Führung, denn leistungsmäßig nehmen sich die beiden Konkurrenten nicht sonderlich viel. Dafür ist die Radeon mit knapp 70 Euro etwas günstiger.

Gainward GeForce GT 640
Modell Gainward GeForce GT 640
Straßenpreis etwa 80 Euro
Partnummer 426018336-2913
Homepage www.gainward.com
Technische Daten
GPU GK208-400
Fertigung 28 nm
Transistoren 1,5 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1046 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1046 MHz
Speichertakt 1253 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 64 Bit
Speicherbandbreite 40,1 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0
Shadereinheiten 384 (1D)
Texture Units 32
ROPs 8
Lautstärke
Idle-Modus 37,8 dB(A)
Last-Modus 48,8 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 102,9 Watt
Last-Modus 212,3 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 32 °C
Last-Modus 56 °C

Alternativen? Da gibt es in dieser Preisklasse eigentlich nur die Radeon HD 7730, die ebenfalls mit schnellen GDDR5- und langsamen DDR3-Speicher erhältlich ist. Je nach Benchmark liegt mal die Radeon und mal die GeForce GT 640 in Führung - dafür ist die Radeon HD 7730 derzeit etwas günstiger im Preis. Wer allerdings aktuelle Spieletitel mehr als nur anspielen möchte, der sollte nach einem deutlich potenteren 3D-Beschleuniger Ausschau halten. Hier wären vor allem die Radeon HD 7750 und die Radeon HD 7770 hervorzuheben, die es bereits schon für gerade einmal fünf bzw. zehn Euro mehr gibt. Ein Aufpreis, der lohnt!

 

Persönliche Meinung

Zwar ist es NVIDIA gelungen, die GeForce GT 640 sinnvoll zu verbessern, doch hat die Gainward GeForce GT 640 ein preisliches Problem. Für knapp 80 Euro bekomme ich eine Grafikkarte, mit der ich als Gamer nicht wirklich viel anfangen kann. Für aktuelle Spieletitel hat die Karte einfach zu wenig Leistung - zumindest, um die Titel in FullHD und in ansehnlichen Qualitätssettings spielen zu können. Da zwacke ich gerne fünf Euro mehr von der Haushaltskasse ab und hole mir eine deutlich schnellere Radeon HD 7750 mit der sich aktuell noch ordentlich spielen lässt. (Andreas Stegmüller)