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Sechs Modelle der GeForce GTX 770 im Test

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Seite 2: ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

Den Start in alphabetischer Reihenfolge macht die ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC. Sie ist bei ASUS das Top-Modell mit alternativer Kühlung und der werksseitigen Übertaktung.

Werfen wir zunächst einmal einen Blick auf den GPU-Z-Screenshot, um uns die technischen Daten bestätigen zu lassen.

GPU-Z-Screenshot der ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

 

Das Sample im Detail

Während NVIDIA einen Basis-Takt von 1046 MHz vorsieht, hebt ASUS diesen bereits auf 1059 MHz an. Dies ist keine allzu große Steigerung (1,2 Prozent) und wir werden im Testfeld noch höhere OC-Einstellungen sehen, aber immerhin stellt ASUS so sicher, nicht im Einheitsbrei der Referenzversionen zu verschwinden. Den Boost-Takt bringt man dementsprechend von 1085 auf 1111 MHz, was einer Übertaktung von 2,3 Prozent entspricht. Den 2 GB fassenden GDDR5-Speicher belässt man allerdings bei 1753 MHz. In der Praxis sahen wir in den meisten Anwendungen einen GPU-Takt von 1176 MHz. Damit kann die ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC ihre eigenen Vorgaben um 5,8 Prozent übertreffen.

Die ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC im Detail
Taktraten (2D/3D) Chip 324 MHz/1059 MHz
Speicher 162 MHz / 1753 MHz
Turbo 1111 MHz
Speicherausstattung Größe 2048 MB
Hersteller, Typ Samsung, GDDR5
Speicherinterface 256 Bit
Layout Länge (inkl. Slotblech) 26,5 cm
Länge (inkl. Kühler) 26,5 cm
Breite (inkl. Kühler) 13,0 cm
Höhe (inkl. Kühler) 4 cm (Dual-Slot)
  Stromversorgung 1x 8-Pin
1x 6-Pin
Spannungsversorgung 8+2 Phasen
Kühler Größe Dual-Slot
Kühlkörper 3 vernickelte Kupfer-Heatpipes
vernickelte Aluminiumfinnen
Lüfter 2x 75-mm-Axiallüfter
Anschlüsse 2x DL-DVI
1x DisplayPort
1x HDMI
Lieferumfang

Handbuch
Treiber-CD
2x PCI-Express-Stromadapter
1x DVI-VGA-Adapter
SLI-Brücke

Bevor wir einen Blick auf die Karte werfen, wollen wir noch einige Besonderheiten ansprechen. Wie viele andere Hersteller auch, spricht ASUS natürlich von besonders hochwertigen Komponenten für die Strom- und Spannungsversorgung. Diese ist entsprechend etwas größer dimensioniert, als von NVIDIA vorgesehen. Anstatt fünf Phasen, gesteuert von einem analogen IC, kümmern sich auf der ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC acht Phasen, gesteuert von einem digitalen IC, um die Versorgung der GPU. Die Versorgung des Speichers ist von einer auf zwei Phasen verdoppelt worden.

Von all diesen Maßnahmen verspricht sich ASUS eine längere Lebensdauer, höhere Performance und eine höhere Effizienz der Kühlung. Die meisten dieser Punkte werden wir in den Messungen auf den Prüfstand stellen.

ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC
ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

Das DirectCU-II-Design ist bereits hinlänglich bekannt, doch immer wieder ergeben sich je nach Modell kleinere Unterschiede in der Art und Weise, wie der Kühler auf dem PCB platziert wird. Die ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC misst 26,5 cm, was eine übliche Länge für eine solche Karte ist. Auf obigem Foto ist bereits zu sehen, dass einige der nach oben geführten Heatpipes über das PCB hinaus stehen. Dafür ist dies beim Kühler in der Länge dieses Mal nicht der Fall.

ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC
ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

Von der Rückseite des PCBs ist nichts zu sehen, da ASUS eine Backplate einsetzt. Einige Löcher sollen für die nötige Luftzirkulation sorgen. Ansonsten hat ASUS hier noch einige Aussparungen gelassen, auf die wir allerdings erst später etwas genauer eingehen wollen.

ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC
ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

Zwei Axiallüfter mit einem Durchmesser von 75 mm sollen für ausreichend Frischluft sorgen. Darunter ist der eigentliche Kühlkörper aus vernickeltem Aluminium zu erkennen. Die Abwärme wird allerdings erst einmal von den drei Heatpipes aufgenommen, die direkt auf der GPU aufliegen. Diese transportieren sie dann in den Kühlkörper.

ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC
ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

Über die beiden SLI-Anschlüsse können zwei, drei oder gar vier dieser Karten in einem SLI-System betrieben werden. Aufgrund der Höhe von nur 4 cm stellt ein solches Setup auf allen Mainboards kein größeres Problem dar - Voraussetzung ist natürlich, dass genügend PCI-Express-Steckplätze vorhanden sind.

ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC
ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

Die Aussparungen der Backplate haben wir bereits angesprochen und wollen diese nun näher erläutern. Links sind einige Spannungsmesspunkte zu sehen. Hier kann die Spannung von GPU, Speicher und PLL abgegriffen werden. Für diese drei Spannungsdomains lässt sich auch eine "Overvoltage" freischalten, in dem die entsprechenden Kontakte geschlossen werden.

Eine Verbindung zum Mainboard lässt sich über die bekannte "VGA Hotwire"-Lösung herstellen. Die entsprechenden Lötpunkte findet ihr auch der rechten Seite.

ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC
ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

Wie die Referenzversion der GeForce GTX 770, verfügt auch das Modell von ASUS über jeweils einen 6-Pin- und einen 8-Pin-Anschluss für die zusätzliche Stromversorgung. Damit lassen sich theoretisch 300 Watt an die Karte bringen, was in Anbetracht der TDP von 230 Watt mehr als ausreichend sein sollte.

ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC
ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

Ein Blick von oben auf die Karte zeigt die drei Heatpipes, die aus Kupfer bestehen, wegen der Optik aber vernickelt wurden. Zwei der drei Heatpipes laufen auf beiden Seiten durch die Bodenplatte direkt auf der GPU. Die dritte ist etwas verkürzt, was der unsymmetrischen Position der GPU unter dem Kühler geschuldet ist. 

ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC
ASUS GeForce GTX 770 DirectCU II OC

Auf der Slotblende finden wir die üblichen Anschlüsse in Form von zweimal Dual-Link-DVI (1x DVI-I und 1- DVI-D) sowie jeweils einmal HDMI 1.4a und DisplayPort 1.2.