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Test: ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II mit 4 GB Speicher

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Seite 21: Fazit

ASUS hat es wieder einmal mehr geschafft, eine schnelle und zugleich leise Grafikkarte zu zaubern. Zwar leistet die ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II aufgrund der Standard-Taktraten, die NVIDIA seinen Boardpartnern mindestens vorschreibt, nicht mehr als die Referenz, kann dafür aber mit einem mächtigen Kühlsystem auf sich aufmerksam machen - sowohl was die Lautstärke als auch das Temperatur-Verhalten anbelangt. So zählt die in diesem Artikel getestete 4-GB-Version der ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II zu den leisesten Grafikkarten am Markt. Mit einer Geräuschkulisse von gerade einmal 48,9 dB(A) bleibt sie weit von der magischen 50-dB(A)-Marke entfernt. Im 2D-Betrieb unterbietet sie sogar die 40-dB(A)-Marke. Die beiden 80-mm-Lüfter erzeugen hier einen Schalldruck von 35,4 dB(A). Keine Grafikkarte unseres Testfeldes blieb laufruhiger.

Trotzdem behält die filigrane 28-nm-GPU stets einen kühlen Kopf - und das mit gutem Abstand zu Referenz und Konkurrenz. Heizte sich der Grafikprozessor unseres Testmusters unter Volllast auf bis zu 64 °C auf, waren es im Leerlauf stattliche 30 °C weniger. Die Referenz heizte sich hier auf bis 80 °C hoch. Nachteil: Im Gegensatz zur NVIDIA-Vorlage wird die Abluft der Grafikkarte nicht aus dem Computer-Gehäuse hinausbefördert, sondern verbleibt im Gehäuse-Inneren. Diese Aufgabe muss die Gehäuse-Kühlung übernehmen. Da ASUS allerdings auf zwei Axiallüfter mit einem Durchmesser von jeweils 80 mm setzt, ist das kein großes Geheimnis. 

Die Leistungsaufnahme bewegt sich auf dem Niveau der Referenz. Warum sollte dies auch anders sein, wenn sich ASUS für die Standardfrequenzen entschieden hat? Die kleinen Abweichungen, die sich in unseren Tests in dieser Disziplin ergeben haben, fallen durchaus noch in den Bereich der Messtoleranz bzw. sind einem unterschiedlichen Verhalten im Boost-Takt zuzuschreiben. Wer mehr aus seiner neuen Grafikkarte herausholen möchte, der muss selbst Hand anlegen. In unseren Overclocking-Tests erzielte das Sample durchaus respektable Werte. Wir konnten Chip und Speicher um 122 bzw. 413 MHz nach oben treiben. Nach zahlreichen Stabilitäts- und Leistungstests standen am Ende stabile 1128/1709 MHz auf dem Zähler. Der Boost-Takt erhöhte sich von ehemals 1058 auf 1187 MHz. Leistungsaufnahme, Lautstärke und Temperatur-Verhalten stiegen damit allerdings natürlich etwas an.

Beim Lieferumfang beschränkt sich ASUS leider nur auf das Wesentliche und gibt seiner 4-GB-Version der GeForce GTX 680 DirectCU II gerade einmal eine Schnell-Start-Anleitung, einen Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte und die obligatorische Treiber-CD mit auf den Weg. Ein Spielbundle ist leider nicht enthalten. Das hätte sicherlich nicht geschadet - zumal der Aufpreis im Vergleich zu günstigsten GeForce GT 680 beachtliche 100 Euro beträgt. Dafür bekommt man aber auch die doppelte Speichermenge, die sich zumindest in grafikstarken Titeln wie Hitman oder Far Cry 3 bemerkbar macht. 

ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II 4096 MB
Straßenpreis ca. 500 Euro
Homepage www.asus.de
Technische Daten
GPU GK104
Fertigung 28 nm
Transistoren 3,54 Milliarden
GPU-Takt (Base Clock) 1006 MHz
GPU-Takt (Boost Clock) 1059 MHz
Speichertakt 1502 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 4096 MB
Speicherinterface 256 Bit
Speicherbandbreite 192,3 GB/Sek.
DirectX-Version 11.0
Shadereinheiten 1536 (1D)
Textur Units 128
ROPs 32
Pixelfüllrate 36,1 GPixel/Sek.
SLI/CrossFire SLI
Lautstärke
Idle-Modus 35,4 dB(A)
Last-Modus 48,9 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 111,6 Watt
Last-Modus 358,7 Watt 
Temperaturen
Idle-Modus 34°C
Last-Modus 64 °C 

Die ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II ist eine leistungsfähige Grafikkarte mit zugleich sehr leisem und starkem Kühlsystem, die sich allerdings strikt an die Vorgaben der kalifornischen Grafikschmiede halten muss, dafür aber auch ein sehr gutes Overclocking-Potential besitzt. Wer 40 Euro sparen möchte und ohnehin nicht in 2560x1600 Bildpunkten spielt, kann bedenkenlos zur 2-GB-Variante greifen. Wie beim kleineren (TOP)-Ableger zücken wir auch an dieser Stelle unseren Excellent-Hardware-Award:

EH Award

 

Alternativen? Gibt es nach oben und unten genug. Wer wert auf viele Features und ein brachiales Overclocking-Potential legt, der sollte noch etwas tiefer in die Tasche greifen und in die EVGA GeForce GTX 680 Classified investieren, die es inzwischen sogar in einer wassergekühlten Version gibt. Wer jedoch auf ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis aus ist und auf die doppelte Speichermenge getrost verzichten kann, für den ist die Gigabyte GeForce GTX 680 OC 2GB zu empfehlen, die obendrein schon ab Werk höhere Taktraten mit sich bringt und für knapp über 400 Euro zu haben ist. 


Persönliche Meinung

Die ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II 4 GB ist ein flotter Rechenkünstler für den echten Silent-Fan. Mit einer Geräuschkulisse von gerade einmal 48,9 dB(A) ist sie kaum aus dem geschlossenen Testsystem herauszuhören. Unser CPU-Kühler übertönt die beiden 80-mm-Lüfter mit Leichtigkeit, wenngleich wir diesen für unsere Lautstärkemessungen eigentlich anhalten.  Trotzdem kann das Gespann aus zwei Axiallüftern und drei Heatpipes die Temperaturen im Vergleich zur Referenz deutlich drücken und so die Aussicht auf höhere Taktraten im Overclocking-Test verbessern, was auch geklappt hat, denn die Taktraten blieben in unseren Tests nur unwesentlich unterhalb der magischen 1,2-GHz-Marke. Mit etwas mehr Spannung, geht da sicherlich noch was!

Müsste ich mich heute aber für eine neue Grafikkarte entscheiden, würde ich eher nicht zur ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II 4GB greifen, auch wenn ich Fan besonders leiser Modelle und aufwendiger Kühlsysteme bin. Der Grund: Mein privater Monitor unterstützt maximal eine Auflösung von 1920x1200 Bildpunkte und ich spiele kaum grafiklastige Spiele wie Crysis 3 oder Far Cry. Meine derzeitigen Favoriten sind immer noch Portal 2 im Koop oder DiRt 3.

Ich würde mich eher für die 2-GB-Version entscheiden und die gesparten 40 Euro in die Umzugs- bzw. Reisekasse legen. (Andreas Stegmüller)

 

Positive Aspekte der ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II 4 GB:

  • Sowohl im 2D- wie auch 3D-Betrieb sehr leise
  • Leistungsstarkes Kühlsystem
  • Gutes Overclocking-Potential

Negative Aspekte der ASUS GeForce GTX 680 DirectCU II 4 GB:

  • Geringer Lieferumfang
  • Nur Standard-Taktraten

 

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Kommentare (12)

#3
Registriert seit: 15.12.2011

Obergefreiter
Beiträge: 78
Ich zitiere mal
"Mit etwas mehr Spannung, geht da sicherlich noch was!"
cool man kann jetzt wieder mehr spannung ohne bios/vmod geben?
#4
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Registriert seit: 08.07.2012
Dresden
Gefreiter
Beiträge: 48
Guter, authentischer Text bei der persönlichen Meinung!
#5
customavatars/avatar136469_1.gif
Registriert seit: 24.06.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5267
In den Benchmarks sieht die GTX670/680 gar nicht so schlecht gegen die 7970 aus.
#6
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Registriert seit: 04.01.2007

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 482
Ich hab die Karte seit ein paar Tagen und bin sehr gluecklich damit. Die Stock Drehzahl im Idle ist bei 10%, nicht 40% wie bei meiner alten MSI.
Zu den 4GB: Ich hab jetzt schon oefters bei 1080p eine VRAM Auslasung von 2300-2500 MB gesehen, z.B. mit max Details & max ingame AA bei Hitman Absolution und Tomb Raider (lustigerweise spielbar mit dem Hitman Treiberprofil). Ich weiss dass das nicht unbedingt zu Geschwindigkeitsvorteilen fuehren muss, aber es ist nett zu wissen, dass der Speicher nicht komplett brach liegt.

Ich finde auch nicht, dass die Karte zu spaet kommt, es gibt sie ja auch schon seit ein paar Monaten, zumindest in den USA. Angesichts des Preises von Titan kommt diese Karte genau richtig, wenn man kein AMD kaufen will.
#7
Registriert seit: 15.03.2013

Matrose
Beiträge: 3
komisches teil
#8
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Registriert seit: 25.04.2011

Obergefreiter
Beiträge: 113
Datt is doch net Komisch lol
#9
Registriert seit: 29.09.2011
Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 768
Dieser Satz kommt einem heute dann auch komisch vor:

"Wer 40 Euro sparen möchte und ohnehin nicht in 2560x1600 Bildpunkten spielt, kann bedenkenlos zur 2-GB-Variante greifen."
#10
customavatars/avatar62957_1.gif
Registriert seit: 29.04.2007
Hamburg
Admiral
Beiträge: 17336
Tja, 1998 sah das noch ganz anders aus.

Hier mal ein Auszug aus einem Test der 3dfx Voodoo2

Zitat tomshardware.de

Im Quake Test sind die 12 MB Karten einen Tick schneller als die 8 MB Versionen. Das eine Prozent ist aber sicherlich nicht Grund genug, um die Zusatzkosten zu erklären oder zu rechtfertigen.

Der Test hat gezeigt, daß 8 MB Karten in Bezug auf die Performance mit 12 MB Karten gleichwertig sind. In Quake II konnte man die Qualität der Benchmarks sehr gut erkennen. Mit dem Gebrauch von Spielen, die mehr 3D Features benutzen, wie z.B. triliniares Filtern, ist das Beste, was man tun kann, 12 MB Karten zu benutzen.


Da muss man aber auch bedenken, dass das Testsystem ein ganz anderes Kaliber war:

Soyo SY-6BA Motherboard mit einem 400 MHz Pentium II Prozessor. 128 MB SDRAM von LGS Matrox Millenium II AGP Karte mit 8 MB Quantum Fireball 3,2 Ultra DMA Festplatte Windows 95 Release 2.1 mit USB Erweiterung Direct X 6.0 Final Version
#11
customavatars/avatar22571_1.gif
Registriert seit: 06.05.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2829
Immer das gleiche Spiel. Und heute wird dennoch zur GTX1060 mit 3GB geraten. Kann man wie geschrieben nur drüber munzeln, wenn man das aus einem größeren Abstand betrachtet (Zeit) und zudem bereit ist die Brille abzunehmen (in welcher Farbe auch immer).
#12
customavatars/avatar120827_1.gif
Registriert seit: 03.10.2009

Kapitän zur See
Beiträge: 3100
Naja für die Leistung die die GTX 680 erbringen konnte waren die 2GB doch halbwegs gut dimensioniert.
Hatte die Karte auch gehabt und war schon ok.

Auch die 4GB bei der 980 fand ich gut und 6GB bei der 980TI langen ja auch soweit .
8GB bei der 1080 sind denke auch ok und 12 GB für die Titan (Pascal)

Die GTX 780 TI hätte ruhig mehr Speicher haben können.
Da hätten 4GB ebenfalls gepasst bzw. hätten sie dann 6 GB verbauen können ,
aber irgendwie musste die Titan (Kepler) sich ja absetzen.

Rede von Single GPU Anwendung.
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