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Test: ASUS Radeon HD 7970 Matrix Platinum Edition

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Seite 18: Fazit

Mit der GHz Edition der Radeon HD 7970 konnte AMD leistungsmäßig wieder mit der GeForce GTX 680 gleichziehen. Die ASUS Radeon HD 7970 Matrix Platinum Edition schließt hier nahtlos an und kann sich dank der höheren Taktraten nochmals etwas absetzen. In fast allen Benchmarks führt sie das Feld der Single-GPU-Karten an, nur vereinzelt muss sie sich der Konkurrenz geschlagen geben. So viel zur Leistung. Die Vorteile der neusten Matrix-Grafikkarte sind aber natürlich an anderer Stelle zu suchen. Zum Beispiel im Kühlsystem, denn hier hat ASUS wieder einmal dick aufgetragen. Der hauseigene DirectCU-II-Matrix-Kühler ist ein mächtiger Vertreter. Dank seiner zahlreichen Aluminiumfinnen, den fünf bis zu 8 mm dicken Kupfer-Heatpipes und den riesigen 100-mm-Lüftern schafft es ASUS, die Lautstärke noch weiter zu drücken. In unseren Tests konnten wir unserem Muster eine Geräuschkulisse von angenehmen 49,2 dB(A) attestieren. Damit konnte sich die ASUS Radeon HD 7970 Matrix auf Platz 2 der leisesten Grafikkarten unseres Testfeldes setzen und der Referenz somit deutlich den Rang ablaufen. Im normalen 2D-Betrieb blieb die Karte mit 37,4 dB(A) ebenfalls angenehm laufruhig. Auch die Temperaturen stimmen, wenngleich diese vier Grad Celsius schlechter ausfallen. Wir haben einen Höchstwert von 76 °C gemessen. Betätigt man allerdings die Turbo-Taste direkt auf dem PCB, fahren die beiden Rotoren auf ihr Maximum und erzeugen einen Schallpegel von unerträglichen 57,5 dB(A), drücken die Temperatur aber auf einen Spitzenwert von gerade einmal 61 °C.

Wer bereit ist, dies in Kauf zu nehmen, hat anderes vor: Durch Overclocking noch mehr aus dem 3D-Beschleuniger herauszuholen - und das ist das eigentliche Ziel der ASUS Radeon HD 7970 Matrix. Um dies zu ermöglichen, entwickelten die Taiwanesen eine Platine in Überlänge und -Breite, die mit hochwertigen Bauteilen und einer deutlich aufgemöbelten Spannungs- und Stromversorgung ausgestattet ist. Die hochwertigen Komponenten sollen nicht nur eine fünffach höhere Lebenserwartung besitzen, sondern auch eine größere Temperatur-Spanne ermöglichen. ASUS spricht hier von 10.000 Stunden bzw. von -70 bis hinzu 125 °C. Während sich die Referenz mit gerade einmal sechs Phasen und einem zusätzlichen 6- und 8-Pin-Stromstecker begnügen muss, hat ASUS seiner neuesten Matrix-Karte satte 20 Phasen spendiert und den 6-Pin-PCI-Express-Stecker gegen ein 8-Pin-Modell getauscht. Damit könnten theoretisch bis zu 375 Watt aus dem Netzteil gesaugt und noch höhere Taktraten ermöglicht werden.

Overclocker dürften sich außerdem über die leicht zu erreichenden Spannungsmesspunkte und die zusätzlichen Buttons freuen, die in Echtzeit die Spannung erhöhen, die Lüfter mit maximaler Leistung arbeiten lassen und die Karte im Worst-Case wieder zurück auf die Werkseinstellungen setzen. Auch über die Auslastung der Grafikkarte wird informiert. Das Matrix-Logo an der Seite färbt die LEDs je nach Last in verschiedenen Farben ein. Bei unseren Overclocking-Versuchen halfen die Verbesserungen jedoch nicht ganz so viel. Zwar konnten wir den Chiptakt von ehemals 1050 auf 1210 MHz um gut 160 MHz nach oben treiben, doch zeigte sich der 3072 MB große Videospeicher nicht gerade von seiner besten Seite. Hier konnten wir gerade einmal 39 MHz mehr aus den Chips herausholen. Hierfür erhöhten wir die Spannungen auf 1,3 respektive 1,7 Volt. Mit noch höherer Spannung - bis zu 1,4 Volt waren auf dem Grafikprozessor mittels der hauseigenen Software möglich - war kein einziges Megahertz mehr möglich. Verglichen mit der Sapphire Radeon HD 7970 Toxic (zum Test), die sogar mehr als 1300 MHz über sich ergehen ließ, fällt das Ergebnis eher ernüchternd aus.

Im Lieferumfang liegt allerdings noch ein spezielles Endurance-Frame für LN2-Pötte bei. Vielleicht können niedrigere Temperaturen das Overclocking-Potential noch weiter erhöhen. Generell kann sich der Lieferumfang des neuen AMD-Flaggschiffs von ASUS sehen lassen. Neben dem obligatorischen Quick-Start-Guide und der Treiber-CD sind im Karton noch ein Adapter für die Stromversorgung der Grafikkarte, ein Adapter von DVI auf VGA, ein Gehäuse-Badge, eine CrossFire-Brücke und die nötigen Kabel für VGA Hotwire zu finden. Auch ein schickes Diablo-III-Mauspad von Steelseries ist enthalten. Da hätte die Vollversion des gleichnamigen Titels mit Sicherheit auch noch gut getan - diese liegt nämlich leider nicht bei. 

Die ASUS Radeon HD 7970 Matrix ist in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die hier getestete Platinum Edition soll laut ASUS knapp 499 Euro kosten. Die normale Matrix-Version, die von ASUS nicht handverlesen wurde und auf das Taktupgrade beim Grafikprozessor verzichten muss, ist bisher noch nicht eingepreist. 

ASUS Radeon HD 7970 Matrix Platinum Edition

Straßenpreis ab 499 Euro
Homepage www.asus.de
Technische Daten
GPU Tahiti XT2
Fertigung 28 nm
Transistoren 4,3 Milliarden 
GPU-Takt 1050 MHz (Boost: 1100 MHz)
Speichertakt 1650 MHz
Speichertyp GDDR5 
Speichergröße 3072 MB 
Speicherinterface 384 Bit 
Speicherbandbreite 316,8 GB/Sek. 
DirectX-Version 11.1 
Shadereinheiten 2048 (1D) 
Textur Units 128 
ROPs 32 
Pixelfüllrate 35,2 Gigapixel
SLI/CrossFire CrossFire 
Lautstärke
Idle-Modus 37,4 dB(A)
Last-Modus 49,2 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 106,7 Watt
Last-Modus 381,8 Watt 
Temperaturen
Idle-Modus 38 °C
Last-Modus 76 °C 

Alles in allem ist die ASUS Radeon HD 7970 Matrix Platinum Edition eine schnelle Grafikkarte mit einer gewaltigen Featureliste, einem sehr effizienten Kühlsystem und einem umfangreichen Lieferumfang. Wir zücken unseren Technik-Award:

Technik Award ASUS Matrix HD7970 

Positive Aspekte der ASUS Radeon HD 7970 Matrix Platinum Edition:

  • Sehr gute Performance
  • Effizientes und leises Kühlsystem
  • Große Featureliste
  • Umfangreiches Zubehör

Negative Aspekte der ASUS Radeon HD 7970 Matrix Platinum Edition:

  • Hohe Taktraten haben wir nicht erreicht
  • Teuer