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Test: SPARKLE GeForce GTX 650 OC Dragon Cyclone

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Seite 18: Fazit

In unserem Test zur NVIDIA GeForce GT 640 konnte die bislang kleinste „Kepler“-GPU keine Lorbeeren absahnen. Zu hoch waren die Leistungsaufnahme, zu gering die 3D-Leistung im Vergleich zur Konkurrenz. Auch der Preis, der sich im Übrigen kaum geändert hat, war völlig überzogen. Den größten Flaschenhals hat NVIDIA bei der GeForce GTX 650 nun aber behoben und den kleinen GK107-Chip schnellen GDDR5-Speicher sowie deutlich höhere Taktraten spendiert. Mit Frequenzen von standardmäßigen 1058 MHz ist die GeForce GTX 650 sogar die bislang höchst getaktete „Kepler“-Grafikkarte. In der Praxis schafft es NVIDIA damit mit AMDs Radeon HD 7750 nahezu aufzuschließen und überholt die Konkurrenz in vielen Disziplinen.

Unsere getestete SPARKLE GeForce GTX 650 OC Dragon Cyclone baut die Führung endgültig aus, macht sie doch mit schnellen 1124 MHz auf sich aufmerksam und beschleunigt zudem den Speicher von ehemals 1250 auf 1400 MHz ordentlich. Teilweise rückt sie auch einer Radeon HD 7770 gefährlich nahe auf die Pelle. Bei der Leistungsaufnahme zeigt die AMD-Konkurrenz der SPARKLE-Karte allerdings den Rücken. Sowohl unter Last wie auch im Leerlauf fällt diese höher aus. Im 2D-Betrieb mussten wir für das Gesamtsystem 103,8 Watt messen. Unter Volllast waren es hingegen bis zu 243,9 Watt. AMDs Radeon HD 7750 begnügte sich hier mit 96,6 bzw. 220,7 Watt. Wer also eine energieeffiziente Grafikkarte sucht, ist in dieser Leistungsklasse derzeit bei AMD besser aufgehoben.

Generell reicht die Leistung der SPARKLE GeForce GTX 650 OC Dragon Cyclone dafür aus, um aktuelle Titel in geringen Auflösungen und ohne hinzugeschalteten Bildverbesserungs-Modi ruckelfrei auf den Bildschirm zu bringen. Bei Spielen, die deutlich hardware-hungriger sind, hat man allerdings das Nachsehen. Vor allem Crysis Warhead oder Metro 2033 gleichen eher einer Ruckelpartie.

Bei der Lautstärke lieferte unser Testmuster kein schlechtes Bild ab und blieb selbst unter Last noch auf einem erträglichen Niveau. Hier mussten wir einen Maximalwert von 47,2 dB(A) messen. Im Leerlauf waren es hingegen bis zu 37,2 dB(A). Trotzdem haben auch die Temperaturen gestimmt. Diese blieben mit 30 bzw. 65 °C auf einem sehr kühlen Level. Das Kühlsystem der SPARKLE GeForce GTX 650 OC Dragon Cyclone leistet also beste Dienste. Große Unterschiede zu den im Lieferumfang enthaltenen "Turbo"- und "Silent"-Lüfter gibt es nicht. Hier attestierten wir Werte von 47,6 dB(A)/62 °C (Turbo) bzw. 47,2 dB(A)/66 °C (Silent).

Ein wirklicher Gewinner zwischen der GeForce GTX 650 und der Radeon HD 7750 ist nicht ausfindig zu machen. Dies muss über den Preis geschehen. Zu Redaktionsschluss war die SPARKLE GeForce GTX 650 OC Dragon Cyclone leider noch nicht erhältlich. Der günstigste Vertreter der GeForce GTX 650 wechselte zu diesem Zeitpunkt jedoch für knapp 95 Euro seinen Besitzer. Der günstigste Radeon-Gegner war schon für etwa 80 Euro zu haben und damit gut 15 Euro billiger.

GeForce-GTX-650-Serie im Überblick
Modell SPARKLE GeForce GTX 650 OC Dragon Cyclone
Straßenpreis unbekannt
Homepage www.sparkle.com.tw
Technische Daten
GPU GK107 (GK107-301-A2)
Fertigung 28 nm
Transistoren 1,3 Milliarden
GPU-Takt 1124 MHz 
Speichertakt 1400 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 128 Bit
Speicherbandbreite 89,6 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 384 (1D)
Texture Units 32
ROPs 16
Lautstärke
Idle-Modus 37,2 dB(A)
Last-Modus 47,2 dB(A) 
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 103,8 Watt
Last-Modus 243,9 Watt 
Temperaturen
Idle-Modus 30 °C
Last-Modus 65 °C 

Die SPARKLE GeForce GTX 650 OC Dragon Cyclone liefert für nicht anspruchsvolle Spieler ein gutes Bild ab. Große Überraschungen blieben allerdings aus.

Positive Aspekte der SPARKLE GeForce GTX 650 OC Dragon Cyclone:

  • Sowohl im 2D- wie auch im 3D-Betrieb angenehm leise
  • Vom Takt her bislang schnellste "Kepler"-Grafikkarte

Negative Aspekte der SPARKLE GeForce GTX 650 OC Dragon Cyclone:

  • Für aktuelle Grafikkracher zu langsam
  • Teurer als die Konkurrenz