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Test: Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile

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Seite 17: Fazit

AMDs Radeon HD 7750 zielt auf preisbewusste Käufer ab, denen es ausreicht nur hin und wieder einen aktuellen Spieletitel anzuwerfen. Die Leistung reicht aus, um aktuelle Spieletitel ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern, wenngleich hier und da ein bisschen die Qualität zurückgeschraubt werden muss. Gegen eine ähnlich teure GeForce GT 640 hat die Radeon HD 7750 ein leichtes Spiel. Die Leistungsaufnahme fällt deutlich besser aus und das obendrein bei höheren Frameraten. Trotz ihrer geringen Bauweise gilt dies auch für die Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile. Abstriche zur AMD-Vorlage müssen keine gemacht werden. Dem kleinen 3D-Beschleuniger stehen die üblichen 512 Streamprozessoren, die gewohnten 1024 MB GDDR5-Videospeicher und das altbekannte 128-Bit-Interface zur Verfügung. Mit 800 respektive 1125 MHz hat der Hersteller auch bei den Taktraten keinen Gang zurückgefahren.

Im Gegenteil: Mittels Übertaktung war noch mehr aus Chip und Speicher herauszuholen. Wir erreichten in dieser Disziplin stabile 920/1245 MHz - ein aber eher nur durchschnittliches Ergebnis für eine "Cape Verde Pro"-GPU. 3D-Leistung, Leistungsaufnahme, Lautstärke und Temperaturen stiegen damit aber in jedem Fall weiter an. Doch auch so liegt die Geräuschkulisse der Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile auf einem für eine Radeon HD 7750 leider hohen Niveau. Unter Volllast mussten wir unserem Testmuster 51,8 dB(A) attestieren. Das Referenz-System begnügte sich hier schon mit 49,7 dB(A). Im normalen 2D-Betrieb war mit einer Geräuschkulisse von bis zu 37,3 dB(A) aber ein ruhiges Arbeiten möglich.

Auch bei den Temperaturen steigt die Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile mit höheren Werten in den Ring. Im 2D-Betrieb dümpelte unser Sample noch bei 38 °C herum, unter Last waren es immerhin schon 74 °C. Unser Pressesample blieb in diesen beiden Disziplinen mit 35 und 68 °C etwas kühler. Eine große Überraschung ist dieses Ergebnis jedoch nicht, schließlich erlaubt die kompakte Bauweise keine aufwendigen und leistungsstarken Kühlsysteme. Sapphire musste hier auf einen simplen Aluminiumblock samt Mini-Axiallüfter mit einem Durchmesser von 55 mm ausweichen. Andere Grafikkarten mit einem solchen Kühlsystem drehen dabei gerne noch weiter auf.

Beim Lieferumfang beschränkt sich der Hersteller leider nur auf das Wesentliche, legt wie für Low-Profile-Karten aber üblich, zwei verschiedene Slotblenden bei. Je nachdem wo die Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile ihren Einsatz finden soll, sind eine normale Single-Slot-Blende und eine kürzere Low-Profile-Version im Karton zu finden. Einen Quick-Start-Guide, eine Treiber-CD und einen Adapter von DVI auf VGA gibt es aber auch hier. Preislich mussten zu Redaktionsschluss 105 Euro eingeplant werden. Damit liegt die Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile nur unwesentlich über dem Preis einer normalen Radeon HD 7750.

Wer auf eine schlanke Low-Profile-Grafikkarte angewiesen ist, kommt an der Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile fasst nicht vorbei. Mehr Leistung gibt es in dieser Bauweise kaum und das bei einer zugleich sehr guten Energie-Effizienz. Einzig der kleine 55-mm-Lüfter könnte den Wohnzimmer-Spaß ein wenig trüben. Im normalen Windows-Betrieb oder beim Abspielen von Videomaterial ist die Lautstärke aber noch kein Problem.

Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile
Straßenpreis ca. 105 Euro
Homepage Sapphire-Produktseite
Technische Daten
GPU Cape Verde Pro
Fertigung 28 nm
Transistoren 1,5 Milliarden
GPU-Takt 800 MHz
Speichertakt 1125 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 128 Bit
Speicherbandbreite 79,7 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 512 (1D)
Shadertakt 800 MHz
Textur Units 32
ROPs 16
Pixelfüllrate 14,7 Gigapixel
SLI/CrossFire -
Lautstärke
Idle-Modus 37,3 dB(A)
Last-Modus 51,8 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 101,9 Watt
Last-Modus 234,9 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 38 °C
Last-Modus 74 °C

Sapphires Radeon HD 7750 Low-Profile ist nicht perfekt, sie wird etwas wärmer als die Referenz und sorgt für eine lautere Geräuschkulisse. Dennoch können sich Energieeffizienz und Leistung für diese Preisklasse durchaus sehen lassen. Zudem gibt es auf dem Markt kaum vergleichbare Low-Profile-Grafikkarten - wer auf den Platz angewiesen ist, kann hier also bedenkenlos zugreifen. 

Positive Aspekte der Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile:

  • Schlankes Low-Profile-Format
  • Für aktuelle Spieletitel schnell genug
  • Gute Energieeffizienz

Negative Aspekte der Sapphire Radeon HD 7750 Low-Profile:

  • Unter Last leider etwas zu laut
  • Vergleichsweise hohe Temperaturen