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Test: 2x Radeon HD 7770 - leise, schnell und OC-freudig

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Seite 21: Fazit

Mit seiner Referenzversion der Radeon HD 7770 hat AMD kräftig vorgelegt und in Sachen Lautstärke die Bordpartner vor eine große Aufgabe gestellt. Trotzdem wagen sich einige Hersteller daran, eigene Kühllösungen aufzusatteln. Zumindest unter Last ist dies ASUS und Sapphire gelungen, die Lautstärke der Grafikkarte weiter zu reduzieren und das bei höheren Taktraten, als es AMD eigentlich vorschreibt. Unser Fazit zu beiden Testkandidaten nun im Detail:


ASUS Radeon HD 7770 DirectCU II:

Um es vorweg zu nehmen: Die ASUS Radeon HD 7770 DirectCU II ist die perfekte Grafikkarte für Sparfüchse, die einen leisen 3D-Beschleuniger suchen, aber selbst noch in Sachen Overclocking Hand anlegen wollen. Zwar machte es der Hersteller schon vor und beschleunigte Chip und Speicher von 1000/1125 auf 1120/1150 MHz, doch war dies noch längst nicht das Ende der Fahnenstange. Wir mussten selbst an den Reglern für Chip und Speicher drehen, um noch mehr aus der Grafikkarte herauszuholen. Die Ergebnisse, die dabei herauskamen, können sich durchaus sehen lassen: Selbst mit 1170 respektive 1255 MHz durchlief das Sample unseren ausgewählten Benchmark-Parcours fehlerfrei und machte selbst bei den Stabilitätstests keine Zicken. Dennoch reicht die Leistung schon ab Werk aus, um aktuelle Spieletitel in annehmbaren Qualitätssettings ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern.

Ab Werk positioniert sich der "Cape Verde XT"-Zuwachs von ASUS oberhalb einer normalen Radeon HD 7770, bleibt aber hinter der Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X zurück, die wir heute ebenfalls ausführlich getestet haben. Aufgrund des Taktupgrades fällt die Leistungsaufnahme ein klein wenig höher aus - dafür bleibt der 75-mm-Lüfter angenehm laufruhig und konnte den filigranen 28-nm-Chip dennoch auf einem anständigen Temperatur-Niveau halten. Unter Volllast bescheinigten wir der GPU eine Temperatur von 66 °C - genau wie bei der AMD-Vorlage. Das Betriebsgeräusch fiel im normalen 2D-Betrieb zwar leicht höher aus, dafür konnte sich der Kühler, der zudem mit einigen Aluminiumfinnen und zwei 8-mm-Heapipes ausgestattet war, mit seiner Leistung an die Spitze des Testfeldes setzen. Wir konnten einen Maximalwert im 3D-Modus von 48,2 dB(A) messen. Die Referenz war hier mit 50,1 dB(A) deutlich lauter unterwegs. Nerviges Brummen oder hochfrequentes Pfeifen blieben aus.

Einzig beim Lieferumfang hätte ASUS eine Schippe drauf legen können, denn hier beschränkt sich der Hersteller wieder einmal mehr nur auf das Wesentliche. Neben einem Quick-Start-Guide samt Treiber-CD gibt es als Extra lediglich noch eine CrossFire-Brücke und einen Adapter von DVI auf VGA mit obendrauf. Hier hätten wir gerne etwas mehr gesehen. Ein actionreicher DirectX-11-Titel, mit dem man die Leistung der Grafikkarte gleich hätte ausprobieren können, wäre sicherlich nicht verkehrt gewesen.

Alles in allem durchaus eine Karte, die von Sparfüchsen mit in die engere Auswahl gepackt werden sollte.

alles
Die ASUS Radeon HD 7770 DirectCU II ist eine leise Grafikkarte, die genügend Power für aktuelle Spieletitel mit sich bringt und obendrauf im Overclocking-Test gute Werte liefert.

 

ASUS Radeon HD 7770 DirectCU II
Straßenpreis ab 125 Euro
Homepage ASUS-Produktseite
Technische Daten
GPU Cape Verde XT
Fertigung 28 nm
Transistoren 1,5 Milliarden
GPU-Takt 1120 MHz
Speichertakt 1150 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 128 Bit
Speicherbandbreite 73,6 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 640 (1D)
Shadertakt 1120 MHz
Textur Units 40
ROPs 16
Pixelfüllrate 17,9 Gigapixel
SLI/CrossFire CrossFire
Lautstärke
Idle-Modus 36,9 dB(A)
Last-Modus 48,2 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 106,1 Watt
Last-Modus 254,4 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 36 °C
Last-Modus 66 °C

Im Vergleich zur Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X fällt das Overclocking-Potential und der Lieferumfang nicht ganz so gut aus. Auch die Kühleffizienz der Konkurrenz-Lösung liegt minimal vor dem ASUS-Modell.

Positive Aspekte der ASUS Radeon HD 7770 DirectCU II:

  • Sehr geringe Geräuschkulisse
  • Höhere Taktrate ab Werk

Negative Aspekte der ASUS Radeon HD 7770 DirectCU II:

  • Spartanisches Zubehör

 

Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X:

Wer bereit ist fünf Euro mehr auf die Ladentheke zu legen, der sollte den Aufpreis zur Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X wagen. Belohnt wird diese Entscheidung mit einer leicht besseren Kühleffizienz bei ähnlich guter Geräuschkulisse, aber nochmals höheren Taktraten (zumindest beim Speicher) und einem etwas besseren Overclocking-Potential. In unseren Tests konnten wir der kleinen 28-nm-GPU 1180 MHz entlocken. Der 1024 MB große GDDR5-Videospeicher, der gewohnt über ein 128 Bit breites Speicherinterface angebunden war, erreichte sogar 1350 MHz. Damit rangiert die Vapor-X nur knapp hinter der hauseigenen Radeon HD 7770 OC, die in unserem Test die magische 1,2-GHz-Schallmauer durchbrechen konnte.

Aufgrund der werksseitigen Übertaktung fällt aber auch hier die Leistungsaufnahme höher aus. Während der Unterschied im Leerlauf zu vernachlässigen ist, fällt er unter Last mit knapp 17 Watt eher ins Gewicht. Mit unseren OC-Werten waren es sogar bis zu 271,2 Watt (gemessen am Gesamtsystem). Bei der Lautstärke liefern die beiden 75-mm-Axiallüfter, die von zwei Vapor-Chambers mit einem Durchmesser von etwas schlankeren 6 mm und zahlreichen Aluminiumfinnen unterstützt wurden, ein ähnliches Bild ab wie die ASUS Radeon HD 7770 DirectCU II: im Leerlauf etwas lauter als die Vorgabe, unter Last hingegen deutlich laufruhiger. Mit einem Schallpegel von 48,5 dB(A) schonte sie die Ohren. Auch die Temperaturen stimmen. Unter Volllast mussten wir einen Wert von maximal 62 °C messen. Immerhin knapp vier Grad weniger als bei der Konkurrenz bzw. Referenz. Im Leerlauf zeigte unser Thermometer 34 °C an.

Beim Lieferumfang zeigte sich Sapphire etwas großzügiger als ASUS - wenngleich das zusätzliche HDMI-Kabel nicht wirklich ein großer Fortschritt ist. Ansonsten sind im Karton auch hier ein Quick-Start-Guide, eine Treiber-CD und ein Adapter von DVI auf VGA zu finden. Ein kleiner Aufkleber für das Computer-Gehäuse liegt als kleines i-Tüpfelchen obendrauf. Einen aktuellen Spieletitel vermissen wir auch hier.

alles
Hohe Taktraten, ein gutes Overclocking und ein leises Kühlsystem zählen zu den Keyfeatures der Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X.

 

Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X
Straßenpreis ab 130 Euro
Homepage Sapphire-Produktseite
Technische Daten
GPU Cape Verde XT
Fertigung 28 nm
Transistoren 1,5 Milliarden
GPU-Takt 1100 MHz
Speichertakt 1300 MHz
Speichertyp GDDR5
Speichergröße 1024 MB
Speicherinterface 128 Bit
Speicherbandbreite 83,2 GB/Sek.
DirectX-Version 11.1
Shadereinheiten 640 (1D)
Shadertakt 1100 MHz
Textur Units 40
ROPs 16
Pixelfüllrate 17,6 Gigapixel
SLI/CrossFire CrossFire
Lautstärke
Idle-Modus 36,7 dB(A)
Last-Modus 48,5 dB(A)
Leistungsaufnahme
Idle-Modus 104,5 Watt
Last-Modus 240,3 Watt
Temperaturen
Idle-Modus 34 °C
Last-Modus 62 °C

Die Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X kostet nur fünf Euro mehr als die ASUS Radeon HD 7770 DirectCU II. Dafür besitzt sie unter der Haube deutlich höhere Taktraten und leistet somit unterm Strich nochmals etwas mehr. Dazu gesellen sich ein leises Betriebsgeräusch und ein besseres Overclocking-Potential. 

Positive Aspekte der Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X:

  • Angenehm leise
  • Hohe Taktraten ab Werk

Negative Aspekte der Sapphire Radeon HD 7770 Vapor-X:

  • Spartanisches Zubehör