> > > > NVIDIA GeForce 9800 GX2

NVIDIA GeForce 9800 GX2

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 1: NVIDIA GeForce 9800 GX2

Mit der Vorstellung der GeForce 9600 GT vor einigen Wochen führte NVIDIA die GeForce-9-Serie ein. Bereits im Vorfeld war aber klar, dass es sich dabei nicht wie sonst üblich auch um eine komplett neu entwickelte GPU-Generation handelt, sondern die aktuelle weiter optimiert wurde. So überrascht es auch nicht, dass NVIDIA mit der GeForce 9800 GX2 ebenfalls noch einmal auf altbekanntes zurückkommt. Erinnerungen an die GeForce 7900 GX2 bzw. 7950 GX2 werden wach, denn damals schnappte sich NVIDIA die G71-GPU, die auf der GeForce 7900 GTX zum Einsatz kam, setzte jeweils eine GPU auf ein PCB und verschraubte zwei PCBs miteinander. Gleiches macht NVIDIA heute wieder: Man nehme zweimal den G92, packe den Chip auf jeweils ein PCB und verbinde diese miteinander. In einem Gehäuse entsteht dann die neue 9800 GX2.

NVIDIA sieht mehrere Vorteile des GeForce-9800-GX2-Designs gegenüber der ATI Radeon HD 3870 X2. Zum einen besitzt jede GPU ihr eigenes PCB. Dieses sorgt auch dafür, dass ein gewisser Teil der erzeugten Abwärme abtransportiert wird. Bei der ATI Radeon HD 3870 X2 sitzen beide GPUs auf einem PCB, was den Abtransport einschränkt. Zweitens hat NVIDIA durch diese Konstruktion deutlich mehr Platz, kann also die Speicherbausteine besser um die GPU platzieren, was positiven Einfluss auf das Routing der Signale hat. Die Signallaufzeit der Daten die von der GPU zum Speicher und wieder zurück fließen, sollten bei allen Speicherbausteine nahezu identisch sein. So konnte NVIDIA den Speichertakt von 900 MHz der GeForce 8800 GT auf 1000 MHz anheben. ATI musste ihn von 1125 MHz (GDDR4) der Radeon HD 3870 auf 900 MHz (GDDR3) bei der Radeon HD 3870 X2 absenken. Ebenfalls von NVIDIA hervorgehoben wird die Tatsache, dass bei der GeForce 9800 GX2 beide GPUs gleich gut gekühlt werden können, während bei ATIs Radeon HD 3870 X2 die warme Luft der ersten GPU für die Kühlung der zweiten verwendet wird.

Aus unserer Sicht können wir die von NVIDIA aufgeführten Argumente nur teilweise bestätigen. So lässt sich nur schwer nachprüfen, ob der Einsatz von zwei PCBs einen Vorteil hat. Ebenso zeigten sich bei der durch ATI gewählten Kühlkonstruktion keinerlei Probleme in der Praxis. Dem Endkunden kann die Konstruktion auch eigentlich egal sein - hauptsache die Leistung stimmt.

Ein erster Blick auf die Features der Karte zeigt das Potential:

Die GPUs der NVIDIA GeForce 9800 GX2 basieren, wie bereits erwänt, auf dem bekannten G92, die schon bei der GeForce 8800 GT und GTS zum Einsatz kam. Der Chip wird in 65-nm-Technik gefertigt und verfügt über 754 Millionen Transistoren. In den Marketing-Abteilungen der Hersteller werden bei solchen Multi-GPU-Lösungen gerne die Werte der beiden GPUs addiert, was hier dann zu einer Gesamttransistoranzahl von 1508 Millionen führt. Der GPU-Takt liegt mit 600 MHz auf Niveau der GeForce 8800 GT. Die Steam-Prozessoren arbeiten mit 1500 MHz, auch hier in etwa die Werte der GeForce 8800 GT. Beim Speicher setzt NVIDIA auf 2x 512 MB GDDR3 der mit 1000 MHz arbeitet, was wiederum einer GeForce 8800 GTS sehr nahe kommt. Der Speicherinterface ist 256 Bit breit - jede GPU verfügt also über eine Speicherbandbreite von 64 GB/Sekunde. Auch hier wird gerne addiert, was dann zu 128 GB/Sekunde führen würde, technisch aber nicht korrekt ist. NVIDIA gibt eine maximale Leistungsaufnahme von 197 Watt an. Die maximale Temperatur der GPU liegt bei 105 °C und sollte diesen Wert auch nicht überschreiten. Die NVIDIA GeForce 9800 GX2 benötigt kein Mainboard mit SLI-Unterstützung.

Danke an dieser Stelle an XFX, die uns als NVIDIA-Launch-Partner eine GeForce 9800 GX2 zur Verfügung stellten.