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ATI Radeon HD2900 XT

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Seite 1: ATI Radeon HD2900 XT

Bisher war der DirectX-10-Sektor einzig in der Hand von NVIDIA. Der GeForce-8800-Serie und den nachgefolgten Mid-Range-Modellen aus dem GeForce-8600- und 8500-Segment konnte ATI nur die Altvorderen aus der Radeon-X1900- und X1950-Baureihe entgegen setzen. Mit der nun erfolgten Vorstellung der neuen Generation der Radeon-HD-Karten versucht ATI/AMD nun dem Throninhaber wieder Marktanteile streitig zu machen.

Mit der neuen Generation kommt auch ein neuer Name einher. Der beliebte Marketingbegriff "HD" prangt derzeit auf unzähligen Produkten und so auch auf der Radeon HD2900 XT, dem neuen Topmodel des Herstellers. Die Erwartungen an ATIs Sprössling waren und sind immernoch sehr hoch, doch wie schon bereits aus diversen Vorabgerüchten erkennbar war, kann der R600-Chip in der derzeiten Ausführung auf der Radeon HD2900 XT nicht ganz mit NVIDIAs GeForce 8800 GTX mithalten. Die 2900 XT wird dahingegen eher gegen die GeForce 8800 GTS platziert und kostet im Handel wohl um 399 Euro.

Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns noch ein neuer, überarbeitetet Treiber von AMD, mit dem alle Benchmarks durchgeführt wurden. Der neue Treiber mit der Versionsnummer 8.37.4.2.47323 hatte ambivalente Wirkung: Während in einigen Benchmarks die Frameraten stiegen, sanken sie wiederum bei anderen. Hier gibt es also noch einigen Nachholbedarf. Die Programmierer sind sicherlich noch in der Lage, einige Frames aus dem Treibern heraus zu holen. Das letzte Wörtchen scheint also noch nicht gesprochen zu sein.

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Technische Daten der ATI/AMD Radeon HD2900 XT und dem Konkurrenz-Umfeld sowie den kleineren Karten der HD-Serie:

Der direkte Vergleich zwischen HD2900 XT und GeForce 8800-Serie zeigt, dass die GPU der ATI-Karte zwar höher getaktet ist, dafür aber die Streamprozessoren nur mit einem geringeren Takt rechnen. Durch die andere Architektur sind auch die Angaben der Anzahl der Prozessoren mit Vorsicht zu genießen. ATI kann maximal fünf Instruktionen pro Takt mit 64 Recheneinheiten ausführen und zählt deshalb gerne 320 Stream-Prozessoren. Bei gleicher Rechenweise könnte NVIDIA mit 1+1 Instruktionen pro Takt 256 Streamprozessoren angeben. Überlegen ist ATI beim Speicherinterface, welches mit einem geringeren Takt als bei der GeForce 8800 GTX durch die 512-Bit-Anbindung hervorragende 106 MB/s überträgt.