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NVIDIA GeForce 7950 GX2

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Seite 1: NVIDIA GeForce 7950 GX2

Die letzte große Grafikkarten-Präsentation hat vor rund drei Monaten auf der Cebit 2006 in Hannover stattgefunden, als NVIDIA die bis dato aktuelle GeForce-7900-Grafikkarten vorstellte. Dazu gehörte auch die GeForce 7900 GX2. Diese Grafikkarte gibt es aber nicht separat im Handel zu kaufen, sondern nur in einem Komplettrechner von NVIDIA ausgewählten PC-Herstellern wie Dell. Auf einer GeForce 7900 GX2 werden auf zwei PCBs jeweils eine G71-GPU verbaut. Dabei werden in die Komplettrechner immer zwei GeForce 7900 GX2 eingebaut, so dass diese dann im Quad-SLI-Modus laufen, was bedeutet, dass man insgesamt 4 GPUs in einem System hat, was enorme Grafikperformance ermöglicht und sich daher für extrem hohe Auflösungen wie 2.560 x 1.600 Pixel eignet. Nun stellt NVIDIA eine leicht verbesserte Version der GeForce 7900 GX2 vor.  

 

Die neue Grafikkarte hört auf den Namen GeForce 7950 GX2 und lässt somit leicht erkennen, dass diese Grafikkarte sehr nahe mit der GeForce 7900 GX2 verwandt ist. Das besondere an der neuen GeForce 7950 GX2 ist, dass jedermann diese Grafikkarte einzeln im Handel erwerben kann, was beim Vorgängermodell offiziell nicht möglich war. Laut NVIDIA ist die GeForce 7950 GX2 die schnellste Einzelgrafikkarte. Auch wenn auf der Grafikkarte zwei Grafikkerne vorhanden sind, betrachtet man dieses Modell wie eine GeForce 7900 GTX oder eine ATI Radeon X1900 XTX. Vergleichbar ist dies mit der momentanen Entwicklung bei den CPUs. Fast alle neuen Prozessoren sind mit zwei Kernen ausgestattet, dennoch würde niemand behaupten, dass es sich daher um zwei einzelne CPUs handelt.

Die GeForce 7950 GX2 ist mit zwei GeForce-7950-GPUs ausgestattet - so bezeichnet NVIDIA die Grafikkerne der GeForce 7950 GX2. Aber eigentlich handelt es sich um leicht modifizierte G71-Grafikchips. Beide GPUs takten mit 500 MHz, genauso wie beim Vorgänger GeForce 7900 GX2. Auch die Taktfrequenz des Grafikspeichers ist unverändert geblieben; jeder GPU stehen 512 MB GDDR-III mit Taktfrequenzen von 600 MHz zur Verfügung, so dass insgesamt 1 GB Grafikspeicher zur Verfügung stehen. Bis hierhin gleicht sich die GeForce 7950 GX2 vollständig mit seinem Vorgängermodell. Die kleinen Neuerungen sind, dass die Grafikkarte mit rund 23 Zentimetern ganze 7 Zentimeter kürzer ist als die GeForce 7900 GX2. Dies war der Hauptgrund, weshalb NVIDIA letztgenannte Grafikkarte nur den PC-Herstellern zur Verfügung stellte, da zum Einbau einer solch langen Grafikkarte entsprechende Gehäuse verwendet werden müssen. Die meisten PC-Gehäuse im Handel können solch eine lange Grafikkarte nicht aufnehmen. Die bedeutendere Neuheit der Grafikkarte ist die volle Unterstützung von HDCP (High Bandwidth Digital Content Protection), was zur Verschlüsselung von Video- und Audio-Daten vorgesehen ist.

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Technische Daten ausgewählter Grafikkarten von ATI und NVIDIA:

Betrachtet man die reinen Werte, ist die NVIDIA GeForce 7950 GX2 bis auf den Bereich der Taktfrequenzen den übrigen Grafikkarten überlegen. Der GeForce 7950 GX2 stehen insgesamt 1.024 MB GDDR-III zur Verfügung. Da jeder GPU jeweils die Hälfte des Grafikspeichers zustehen, wird eine Speicherbandbreite von 76,8 GB/s bei eine Taktfrequenz von 600 MHz erreicht. Die GPUs takten mit 500 MHz ganze 150 MHz langsamer als bei der GeForce 7900 GTX, was aus thermischen Gründen so ausgewählt wurde, genauso wie bei der Taktrate des Grafikspeichers. Die GeForce-7950-GPU hat wie die G71 278 Millionen Transistoren, 24 Pixel-Shader und 8 Vertex-Shader. Da zwei Grafikchips vorhanden sind, muss man die Anzahl verdoppeln. Außerdem unterstützt die GeForce 7950 GX2 das weiterhin aktuelle Shader Model 3.0. Mit einem Verkaufpreis von mindestens 599 Euro ist die GeForce 7950 GX2 sehr teuer und wohl nur etwas für den Enthusiasten, der ansonsten auch nur die neueste Hardware besitzt. Auf den folgenden Seiten werden wir die Grafikkarte im Detail betrachten und ausführlich testen.