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BFG PhysX 128 MB im Test

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Seite 3: PhysX in Spielen - wann, wo und wie?

Drei Knaller hat Ageia im Portfolio, die PhysX unterstützen werden: Unreal Tourament 2007, Rise of Rome: Rise of Legends und Sacred 2.

Erkennungszeichen: Spiele mit PhysX-Logo unterstützen Ageias Hardware

Aber, wer sich mit diesen Spielen bereits beschäftigt hat wird wissen: Alle drei sind noch nicht auf dem Markt. So sieht es auch in anderen Bereichen aus.

Welche Spiele werden aber aktuell unterstützt? Wir haben sie aufgelistet, es sind nämlich noch nicht viele:

  • Tom Clancy's Ghost Recon Advanced Warfighter (Demo verfügbar)
  • Rise of Nations: Rise of Legends (Demo verfügbar, Release 26. Mai)
  • Bet on Soldier: Blood Sport
  • Cell Factor
  • City of Villains
  • Gunship Apocalypse

Bei Ageia findet sich eine umfangreiche Liste weiterer kommender Titel. Auch wenn bereits 60 Publisher angekündigt haben, PhysX zu unterstützen, ist diese Liste noch sehr klein - allerdings wird sich dies wohl in Zukunft noch ändern. Auf Seiten der Publisher stehen große Namen wie Ubisoft, Midway Games oder Microsoft auf der Liste, auf Developer-Seite bekannte Größen wie Epic Games oder Mythic Entertainment. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis genügend Titel am Markt erscheinen werden, damit die PhysX-Karte ihr Können auch zeigen kann.

Meistens wird die PhysX-Karte aber nicht dazu eingesetzt, Effekte "schneller" berechnen zu lassen als bislang. Dies würde meistens nur einen geringen visuellen Effekt bringen - und man könnte notfalls auch mit einer schnelleren CPU die Berechnungen flüssig ablaufen lassen. PhysX-Games werden demnach zwei Zustände besitzen: Einen Modus mit PhysX-Unterstützung, der dann reichhaltigere Effekte beinhalten wird, und ein "Non-PhysX-Modus", wenn eine Physikkarte zum Einsatz kommt. Aus diesem Grund ist es mit den aktuell uns vorliegenden Spielen bzw. Demos (Ghost Recon Advanced Warfighter, Rise of Nations: Rise of Legends und Cell Factor) auch nicht möglich, "Benchmarks" in der Form zu machen, dass FPS-Zahlen angezeigt werden - zumal Ghost Recon eher die GPU belastet.

So besitzen alle dieser drei Spiele im PhsyX-Modus ein anderes Verhalten bei physikalischen Aktionen. Ein sehr gutes Beispiel ist hier Ghost Recon - hier lässt sich ohne die Physik-Karte bei einem Auto der Reifen zerschießen, die Türen klappen hin und her etc. Im PhysX-Modus lassen wirken die Effekte aber teilweise realistischer. Wenn man von innen auf die Tür schießt, springt diese auf und federt dann je nach Schusswinkel zurück. Alles wirkt etwas realistischer - und insgesamt wirkt das Spiel durch das Explodieren, Demolieren und Splittern sehr viel besser als ohne PhysX.

Noch extremer ist Cell Factor: Hier läuft der uns vorliegende RC3 gar nicht ohne PhysX-Karte - was aber wohl auch am frühen Status des Spiels liegt.

Mit den neuen Möglichkeiten bieten sich für Spiele ganz andere Ablaufmöglichkeiten: Gegner können mit Gegenständen getötet werden, unter Geröll und ähnlichem begraben werden oder die Deckung hinter einem Auto kann durch herumfliegende Scheibenstücke zu Verletzungen führen. Sollte dieses aber zum Gameplay eines Levels gehören, muss der Hersteller irgendwie dafür Sorge tragen, dass der Level auch ohne PhysX-Karte gemeistert werden kann. Wie die Hersteller diesen Spagat bewältigen, wird sich erst in kommenden Entwicklungen zeigen. Bislang hat man nur an Feinheiten gefeilt, aber nicht komplette Spiele unter diesem Gesichtspunkt entwickelt.