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NVIDIA GeForce 7900 GTX, GT und 7600 GT im Test

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Seite 2: NVIDIA GeForce 7900 GTX

Die GeForce-7900-Modelle sind mit dem neuen G71-Grafikchip ausgestattet. Der G71-Grafikchip stellt eine Weiterentwicklung der G70 dar. Die neue Fertigungsgröße von 90 nm erlaubt es, kleinere Dies herzustellen. NVIDIA hat die Architektur des Grafikchips im Vergleich zum Vorgänger optimiert, sodass es gelungen ist, die Transistorenzahl zu verringern und dennoch höhere Taktfrequenzen und somit Leistungssteigerungen zu erreichen. Beim G70 waren noch 302 Millionen Transistoren vorhanden, beim neuen G71 sind es nur noch 278 Millionen Transistoren, sodass die Transistorenanzahl um 9 Prozent verringert wurde.

Neben diesen offensichtlichen Veränderungen hat sich nicht viel bei Pixel-Pipelines, Vertex-Shadern oder Textur-Einheiten geändert. Sowohl bei der GeForce 7900 GTX als auch bei der GeForce 7900 GT stehen 24 Pixel-Pipelines, 8 Vertex-Shader und 16 Textur-Einheiten zur Verfügung. Die GeForce 7900 GTX stellt NVIDIAs neues Flaggschiff dar und löst die GeForce 7800 GTX 512 ab. Dafür ist die neue Grafikkarte mit Taktfrequenzen von 650 MHz (GPU) und 800 MHz (RAM) ausgestattet. Somit läuft die GPU 100 MHz schneller als bei der GeForce 7800 GTX 512, der Grafikspeicher hingegen ist 50 MHz langsamer getaktet. Das Layout gleicht der einer GeForce 7800 GTX 512, sodass die Grafikkarte zwei Slots im Gehäuse belegt. Mit einem Anfangspreis von rund 500 Euro ist die Grafikkarte für ein Top-Modell verhältnismäßig günstig.

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Wie bei der GeForce 7800 GTX 512 wird der leise Quadro-Kühler verwendet, der zwei Slots im Gehäuse besetzt. Die Platine der Grafikkarte hat die Ausmaße von 23 x 10 Zentimetern und bringt 624 Gramm auf die Waage, wiegt damit 66 Gramm weniger als eine ATI Radeon X1900 XTX, die 690 Gramm wiegt.

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Deutlich zu erkennen sind die Aluminium-Finnen, die die Abwärme der Heatpipes aufnehmen und dann an den im Betrieb vorhandenen Luftstrom abgeben. Es ist ein 6-Pin-Stromanschluss vorhanden, der erforderlich ist, um die Grafikkarte mit ausreichend Strom zu versorgen.

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Wie bei allen High-End-Grafikkarten üblich, sind bei der GeForce 7900 GTX zwei Dual-Link-fähige DVI-Ports vorhanden. Des Weiteren gibt es einen 7-Pin-HDTV-Ausgang. Bei den Vorgänger-Grafikkarten verwendete man 9-Pin-HDTV-Ausgänge, die eine Kabelpeitsche benötigten, um beispielsweise ein S-Video-Kabel oder Composite-Kabel anzuschließen. Dies ist bei dem 7-Pin-Anschluss nicht mehr vonnöten - alle Kabel können nun direkt an die Grafikkarte angeschlossen werden.

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Zur Kühlung gehören vier Heatpipes, die die Abwärme der GPU abführen und an die Aluminium-Finnen abgeben.

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Auf dem PCB finden sich insgesamt 512 MB GDDR-III von Samsung mit einer Latenzzeit von 1,1 ns. Der Grafikspeicher ist mit 800 MHz getaktet - 50 MHz weniger als bei der GeForce 7800 GTX 512. NVIDIA hat wohl eine Lehre aus GeForce 7800 GTX 512 gezogen, denn diese Grafikkarte ist selbst bis zum heutigen Zeitpunkt so gut wie nicht erhältlich. Das liegt größtenteils an dem enorm hohen Grafikspeicher-Takt, den nur die allerwenigsten RAM-Bausteine mitmachen, sodass entsprechend wenig Grafikkarten hergestellt werden können. Bei der GeForce 7900 GTX hat sich NVIDIA daher entschieden den Grafikspeicher mit 800 MHz zu takten, die wesentlich einfacher erreicht werden. Der Grafikspeicher ist mit 256 Bit angebunden.

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Dass eine massive Kühlung notwendig ist, erkennt zum einen an den relativ hohen Taktfrequenzen und zum anderen der maximalen Leistungsaufnahme, die NVIDIA mit 120 Watt angibt. In diesem Fall hat der Schritt zur 90-nm-Fertigung keine nennenswerten Stromsparmöglichkeiten geschaffen. NVIDIA empfiehlt mindestens ein 350-Watt-Netzteil zum stabilen Betrieb zu verwenden. Der Lüfter arbeitet selbst unter Last leise, sodass die Grafikkarte nicht als Hauptlärmquelle ausgemacht werden kann. Über dem Grafikkern befindet sich eine Kupferplatte, die die Abwärme besser ableiten kann als die umliegende Aluminiumplatte, die zugleich die Speicherbausteine kühlen soll. Die Kühlung funktioniert auch unter Last sehr effektiv - so überschritt die GPU unter Last eine Temperatur von 50 Grad nur knapp, bei einer Raumtemperatur von 18 Grad Celsius.

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Auf dem linken Bild ist links von der GPU die Lötstelle des TV-Chips zu erkennen, der bei den älteren Grafikkarten nötig war, um Video-Funktionalitäten zu ermöglichen. Dieser entfällt bei der G71-GPU, da NVIDIA die Video-Funktionen direkt in die GPU integriert hat, sodass die "Pure Video"-Technologie weiterhin verwendet werden kann. NVIDIA hat letztgenannte Technologie weiterentwickelt und so unterstützt Pure Video nun auch die Dekodierung von H.264-Videos mit verschiedenen Videoabspiel-Programmen wie CyberLink PowerDVD. Bei einer Vorführung von NVIDIA konnten wir uns von der Verbesserung von Pure Video überzeugen. Uns wurde ein HD-Video vorgespielt, die ohne Beschleunigung mittels der GPU für eine CPU-Auslastung von 100 Prozent sorgte. Wurde die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte aktiviert, halbierte sich der Wert der CPU-Auslastung. Der Die der G71-GPU ist im Vergleich zum G70-Grafikkern geschrumpft.

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Eine weitere minimale Änderung zum G70 besteht im MIO-Port: Dieser überträgt nun auch beim SLI-Antialiasing Daten für die Samples, die vormals über den PCI-Express-Bus übertragen werden mussten. Somit wird im SLI-Betrieb eine effektivere Skalierung erreicht.