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NVIDIA GeForce 7900 GTX, GT und 7600 GT im Test

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Seite 1: NVIDIA GeForce 7900 GTX, GT und 7600 GT im Test

Die Cebit 2006 ist vor kurzem zu Ende gegangen. Auf der weltgrößten Computermesse in Hannover wurden die neuesten Trends der Computerbranche gezeigt. NVIDIA hat die Cebit 2006 als Zeitpunkt gewählt, um die neuesten Grafikkarten vorzustellen. Dazu gehören die GeForce 7900 GTX, GeForce 7900 GT und die GeForce 7600 GT, die wir alle ausgiebig testen konnten. Uns wurde die Möglichkeit geboten zur Hauptzentrale von NVIDIA in Santa Clara, USA zu fliegen und dort beim Editor's Day als eine der wenigen Redaktionen weltweit einen ersten Blick auf die neuen Grafikkarten der GeForce-7-Familie zu werfen und auch schon erste Tests zu machen. Da wir dafür nur sehr wenig Zeit hatten und wir auch nicht unsere Testumgebung benutzen konnten, hat uns NVIDIA insgesamt sechs Grafikkarten mit auf den Weg nach Deutschland gegeben, um mit unserem Testsystem die Grafikkarten intensiv testen zu können.

In diesem Review werden alle neuen Modelle sowohl im Einzel- als auch im SLI-Betrieb getestet, sodass man sich einen Eindruck verschaffen kann, ob eines der neuen Modelle von Interesse ist. Zu Beginn möchten wir schon darauf aufmerksam machen, dass in machen Benchmarks keine SLI-Konfigurationen zu finden sind, da unser aktuelles Testsystem in gewissen Benchmarks mit Grafikkarten im SLI-Betrieb überfordert ist, sodass verfälschte Werte herauskommen, die daher ungültig sind. Sobald Intel den angekündigten Conroe-Prozessor auf den Markt bringt, werden wir unser Testsystem aktualisieren - für heutige Grafikkarten ist unsere FX-57-CPU einfach unterdimensioniert.

Durch die drei neuen GeForce-7-Modelle verändert sich auch das Lineup von NVIDIA. Die GeForce 7900 GTX ist das neue Flaggschiff, welche die GeForce 7800 GTX 512 ablöst, die eigentlich nie erhältlich war, und wenn doch dann nur zu viel zu hohen Preisen. Das zweite High-End-Modell ist die GeForce 7900 GT, die die GeForce 7800 GTX und GT überflüssig machen soll. Für den Mainstream-Bereich ist die GeForce 7600 GT vorgesehen, die NVIDIAs erfolgreichste Grafikkarte GeForce 6600 GT beerben soll. Für den Low-End-Bereich ist die seit längerem erhältliche GeForce 7300 GS ausgelegt, die für Gamer nur vom geringen Interesse ist, da diese Grafikkarte nicht über genügend 3D-Leistung verfügt. Erfreulich ist, dass die GeForce 7900 GTX ab 479 Euro im Handel erhältlich ist, was für ein Topmodell am Beginn seines Produktlebenszyklus relativ günstig ist - bei der Vorstellung der GeForce 7800 GTX im vergangenen Jahr waren Startpreise von weit über 500 Euro üblich.

Auch der Verkaufspreis von 299 Euro für eine GeForce 7900 GT ist für eine High-End-Grafikkarte akzeptabel und liegt damit im Preisbereich einer ATI Radeon X1800 XT. Die neue Mainstream-Grafikkarte GeForce 7600 GT ist ab 199 Euro erhältlich - ein Preis, den sicherlich die große Mehrheit von Spielern bereit ist zu bezahlen, solange die Leistung stimmt. Sicherlich werden die Preise in den nächsten Wochen und Monaten noch ein wenig fallen, sodass man eine GeForce 7600 GT noch günstiger erwerben könnte. ATI hat kurz vor der Cebit 2006 auf NVIDIAs neuen Grafikkarten mit der Vorstellung der Radeon X1800 GTO reagiert, um im gehobenen Mittelklasse-Bereich etwas "Neues" zu bieten: Eigentlich handelt es sich dabei aber nur um eine langsamer getaktete Radeon X1800 XT. Laut NVIDIA stellt die Radeon X1800 GTO keine direkte Konkurrenz zur GeForce 7600 GT dar, da die neue ATI-Grafikkarte mit einem Verkaufspreis von 250 Euro deutlich mehr kostet als eine GeForce 7600 GT. Auch die ATI Radeon X1600 XT kann nicht direkt mit der GeForce 7600 GT verglichen werden, da diese sowohl leistungsmäßig als auch preislich unterhalb der NVIDIA-Grafikkarte liegt.

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Nachfolgend aktuelle Grafikkarten von ATI und NVIDIA im Vergleich:

Als erstes fällt bei den neuen NVIDIA-Grafikkarten auf, dass diese über neue Grafikchips mit einer Fertiungsgröße von 90 nm verfügen. Ebenso sind die Taktfrequenzen im Vergleich zu den Vorgängermodellen gestiegen. Auch hat sich die Anzahl an Transistoren im Vergleich zu den Vorgänger-GPUs verringert, die durch Optimierungen der neuen Grafikkerne zustande kamen. Ansonsten hat sich auf den ersten Blick nicht viel im Vergleich zu den älteren Modellen verändert - so sind bei den beiden GeForce-7900-Grafikkarten weiterhin 24 Pixel-Pipelines, 8 Vertex-Shader und 24 Texture-Einheiten vorhanden. Man könnte daher zu dem Schluss kommen, dass es sich bei den neuen NVIDIA-Grafikkarten lediglich um geschrumpfte Grafikchips mit höheren Taktfrequenzen handelt. Ob dies tatsächlich der Fall ist, werden die folgenden Seiten aufzeigen.