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Test: AMD Radeon HD 7970

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Seite 4: PowerTune und ZeroCore Power

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PowerTune:

Mit der Radeon-HD-6900-Serie führte AMD Die PowerTune-Technologie ein. Dabei wird innerhalb der GPU im Millisekundenbereich die Aktivität der verschiedenen Bereiche des Chips gemessen. Es wird also nicht mehr einfach nur über die Temperatur oder Spannung und Strom der Verbrauch ermittelt, sondern deutlich detaillierter auf dem Chip selbst. AMD richtet den Maximalverbrauch auf praktische Anwendungen aus. Dies sind Spiele und Anwendungen mit höchster Last und entsprechend höchstem Verbrauch. Alles, was darüber hinaus durch spezielle Tools wie Furmark oder OCCT erreicht wird, wird durch PowerTune dynamisch auf den gewünschten Wert angepasst. Sollte der typische Takt von 925 MHz bei der Radeon HD 7970 allerdings dazu führen, dass es noch etwas Luft bis zum maximalen Verbrauch von 225 Watt vorhanden ist, hat AMD noch weitere P-States eingeführt, die einen höheren Takt erlauben. Im mittleren Bereich sind ebenfalls mehr P-States hinterlegt als dies bei der Radeon-HD-6900-Serie der Fall ist, sodass die GPU in eine höhere Anzahl an Takt- und Spannungslevel wechseln kann. Dies soll auch den Stromverbrauch bei der Verwendung von zwei oder mehr Displays reduzieren. Der hohe Verbrauch bei Verwendung von mindestens zwei Displays ist einer der Hauptkritikpunkte beim ansonsten guten Eindruck, den AMD bei der Leistungsaufnahme hinterlassen hat. AMD versucht so eine auf Abruf höhere Performance mit einem geringeren Verbrauch in Einklang zu bringen.

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Neben der besseren Performance war vor allem die höhere Effizienz ein Beweggrund für AMD für die neue Architektur. Den bereits geringen Idle-Verbrauch will man aber auch durch eine weitere Technologie reduzieren.

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ZeroCore Power:

ZeroCore Power schaltet die GPU komplett ab, wenn der Monitor ausgeschaltet ist. ZeroCore Power hat nichts mit einem Standy-Betrieb gemein. Hier geht es einzig und alleine um den Zustand eines laufenden Rechners, bei dem das Display abgeschaltet wird. AMD will den Verbrauch noch einmal um 95 Prozent gegenüber einem Standard-Idle-Betrieb reduziert haben. Einzig die Kommunikation über das PCI-Express-Interface muss aufrechterhalten werden, was AMD mit einem Verbrauch im Milliwatt-Bereich beziffert. Aufgrund des geringen Verbrauchs wird in diesem Zustand sogar der Lüfter komplett abgeschaltet. ZeroCore Power kann seine Vorteile aber besonders im CrossFire-Betrieb ausspielen. Bei Verwendung nur einer GPU, schalten sich die restlichen Karten in den „ZeroCore Power“-Modus - verbrauchen somit fast keinen Strom mehr und sind zudem keine zusätzliche Geräuschquelle.

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Ab Werk wird die "Tahiti XT"-GPU mit 925 MHz ausgeliefert, doch AMD sieht ein Overclocking-Potenzial, das auch einen Takt von 1 GHz und mehr möglich machen soll. Im Abschnitt dazu werden wir uns dieses Themas etwas genauer annehmen.