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Test: PowerColor Radeon HD 6970 Devil 13 - Fazit

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Seite 16: Fazit

Auch nach fast einem Jahr weiß die Radeon HD 6970 zu überzeugen. Dies natürlich nur durch die zahlreichen Modifikationen, die PowerColor vorgenommen hat. Warum sich übertaktete Karten immer mit dem Thema Hölle, Teufel oder tödlichen Waffen beschäftigen müssen, erschließt sich uns allerdings noch immer nicht. Bunte Ponys, die auf einem Regenbogen reiten, sind sicher auch keine Alternative, aber etwas mehr Kreativität ist sicherlich wünschenswert. Vielleicht versucht PowerColor mit Devil 13 aber auch einen Brand zu entwickeln, der auch bei zukünftigen Karten zum Einsatz kommt.

Der erste und für uns wichtigste Punkt ist die Performance. Hier bietet PowerColor dem Nutzer die Möglichkeit die Karte mit dem Standard-Takt oder übertaktet arbeiten zu lassen. Mit dem OC-BIOS kommt sie dann auf 960 MHz und ist damit die ab Werk derzeit schnellste Radeon HD 6970. In den Benchmarks zeigt sich dies dann auch anhand der Tatsache, dass sie die bisher schnellste MSI Radeon HD 6970 Lightning übertrumpft. 20 MHz GPU-Takt machen sich allerdings nur in den Benchmarks bemerkbar. Während der normalen Spiele-Tätigkeit dürfte dies nicht spürbar sein. Eines ist PowerColor mit der Radeon HD 6970 Devil 13 allerdings gelungen: ihnen gehört die Performance-Krone bei den Radeon HD 6970.

Der zweite Punkt ist die Kühlung. Zwei 92-mm-Lüfter und die vier 8-mm-Heatpipes sind eine gute Basis. In der Praxis machen viele Hersteller dann aber immer wieder den Fehler den oder die Lüfter unter Last zu schnell drehen zu lassen, obwohl die Temperaturen noch relativ gering sind. nicht so PowerColor. Die Temperaturen bewegen sich sowohl im Idle- wie auch Last-Betrieb auf niedrigem Niveau. Einzig der ASUS Radeon HD 6970 DirectCU II muss sich die Radeon HD 6970 Devil 13 geschlagen geben. Gleiches gilt auch bei der Last-Lautstärke. Allerdings gilt zu beachten, dass das Modell von ASUS mit einem wesentlich geringeren Takt zurechtkommen muss.

Die Leistungsaufnahme ist auf gewohntem Radeon-HD-6970-Niveau. Unter Last muss PowerColor dann der Übertaktung Tribut zollen. Wer allerdings eine gewisse Performance erwartet, kann nicht gleichzeitig auch nach einer niedrigen Leistungsaufnahme rufen. Kompromisse können hier beim Idle-Betrieb gemacht werden, unter Last allerdings sind die Hersteller den Gesetzen der Physik unterstellt.

PowerColor richtet sich auch an Overclocker, die noch etwas höher als die 960 MHz ab Werk gehen wollen. Dazu bietet die Radeon HD 6970 Devil 13 eine 12-phasige Spannungsversorgung, Spannungsmesspunkte und hochwertige Bauteile in der Strom- und Spannungsversorgung. Wir haben einen schnellen OC-Versuch gestartet und erreichten einen GPU-Takt von 1015 MHz. Beim Speicher war bei 1450 MHz Schluss. Letztendlich wirkt sich dies in den Benchmarks mit einem Performance-Gewinn von etwa fünf Prozent aus.

Wer auf der Suche nach der derzeit schnellsten Radeon HD 6970 ist, dessen Suche ist bei der PowerColor Radeon HD 6970 Devil 13 beendet. Zusätzlich bietet sie auch noch eine effiziente Kühlung und ein ausreichendes OC-Potenzial. Dafür müssen allerdings auch 430 Euro auf den Tisch gelegt werden (Hardwareluxx-Preisvergleich). Die derzeit günstigste Radeon HD 6970 mit 2 GB Grafikspeicher wird für 280 Euro angeboten. Insofern muss sich also jeder selbst überlegen, wie viel Aufpreis ihm die Übertaktung und Kühlung wert ist.

Positive Aspekte der PowerColor Radeon HD 6970 Devil 13:

  • ab Werk schnellste Radeon HD 6970
  • effiziente Kühlung (gute Temperaturen und geringe Lautstärke)
  • zusätzliche OC-Features (z.B. Messpunkte für Spannungen)
Negative Aspekte der PowerColor Radeon HD 6970 Devil 13:
  • mit 430 Euro relativ teuer
  • recht hoher Last-Stromverbrauch

excellent_award

Aufgrund der hohen werksseitigen Übertaktung und guten Kühlung
vergeben wir den Hardwareluxx-Excellent-Hardware-Award

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