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NVIDIA GeForce 7800 GTX 512

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Seite 1: NVIDIA GeForce 7800 GTX 512

Am 5. Oktober 2005 stellte ATI seine neue Radeon-X1000-Reihe vor, die den Grafikkarten von NVIDIA Konkurrenz machen sollen. Dabei setzt sich die Reihe zu Beginn aus sieben verschiedenen Grafikkarten zusammen. Die High-End-Modelle entstammen der X1800-Serie, bestehend aus Radeon X1800XT und Radeon X1800XL. Die Mittelklasse wird durch die Radeon-X1600-Serie und der Low-End-Bereich durch die Karten der Radeon-X1300-Reihe abgedeckt. Allen voran interessiert die ATI Radeon X1800XT am meisten, da diese Grafikkarte ATIs momentanes Top-Modell ist, welches über eine Kerntaktung von 625 MHz und einem Speichertakt von 750 MHz verfügt. Die Radeon X1800XT ist ATIs erste Grafikkarte mit ganzen 512 MB GDDR-III von Samsung. Bisher waren 256 MB die übliche Bestückungskapazität, so auch bei NVIDIAs vormaligem Flaggschiff GeForce 7800 GTX. Obwohl die GeForce 7800 GTX und die Radeon X1800XT auf einem ähnlichen Leistungsniveau liegen, präsentiert NVIDIA nun mit der GeForce 7800 GTX 512 ein neues Spitzenmodell, das deutlich schneller sein soll als die ATI Radeon X1800XT.

Als signifikante Neuerung tritt der größere Grafikspeicher von 512 MB zum Vorschein, der bereits durch den Produktnamen erkenntlich wird. Mit 850 MHz ist der Grafikspeicher ganze 100 MHz schneller getaktet als bei der ATI Radeon X1800XT. Dies wird durch hochwertigen Speicher von Samsung mit einer Latenzzeit von 1,1 ns ermöglicht, der sogar für eine Taktfrequenz von 900 MHz spezifiziert ist. Ebenso wurde die Taktfrequenz der GPU stark erhöht - 550 MHz ist bei der GeForce 7800 GTX 512 der Standardtakt. Auch bei der GeForce 7800 GTX 512 wird der bekannte G70-Kern verwendet, der schon bei den ersten GeForce-7800-Karten verwendet wird. Bei der GeForce 7800 GTX und GT wurde durch Übertakten überwiegend eine Kerntaktung von 490 MHz erreicht. Dass der gleiche Grafikchip nunmehr 550 MHz verträgt, zeigt, dass NVIDIA kontinuierlich an der Qualität der Chips gearbeitet hat. Zwar ist die ATI Radeon X1800XT standardmäßig mit 625 MHz getaktet, es muss aber beachtet werden, dass der G70-Kern von NVIDIA in 110-nm-Fertigungsweise produziert und man bei ATI alle X1000-Chips in einer Transistorgröße von 90 nm fertigt. Je kleiner die Bauteile des Chips gefertigt werden können, desto höhere Taktraten können erzielt werden.

Im Vergleich mit der GeForce 7800 GTX wurde die Anzahl der Pixel-Pipelines und Vertex-Shader bei 24 bzw. 8 belassen. Neben der Erhöhung der Taktraten hat NVIDIA den Fertigungsprozess optimiert, um die GPU zu verbessern. Ebenso hat NVIDIA am Design des PCB gefeilt, sodass eine bessere Performance erreicht wird. Obwohl die GeForce 7800 GTX 512 um einiges flotter unterwegs als ihr Vorgänger, soll die maximale Leistungsaufnahme 120 Watt nicht überschreiten - bei der GeForce 7800 GTX sind es 100 Watt. Daher bleiben NVIDIAs Empfehlungen für Netzteile bestehen. Wer eine einzelne GeForce 7800 GTX 512 einsetzen möchte, sollte mindestens ein 350-Watt-Netzteil verwenden. Und sollte es jemanden geben, der sich zwei dieser Grafikkarten kaufen kann, sollte mindestens ein 500-Watt-Netzteil einsetzen. Da bei der GeForce 7800 GTX 512 der G70-Kern benutzt wird, werden die bereits bekannten Features wie Shader Modell 3.0, CineFX 4.0 und Pure Video unterstützt. Wir sind in unserem Launch-Artikel zur GeForce 7800 GTX auf die gerade genannten Features eingegangen.

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Nachfolgend eine Auswahl von aktuellen Grafikkarten der Hersteller ATI und NVIDIA:

Die NVIDIA GeForce 7800 GTX 512 soll einen deutlichen Vorsprung im Vergleich zu ATIs Radeon X1800XT einbringen, weshalb die Speicherbestückung mit 512 MB identisch ausfällt. Auch bei den Taktfrequenzen möchte man nicht nachstehen, sodass der GPU-Takt im Vergleich zur GeForce 7800 GTX um 120 MHz auf 550 MHz erhöht wurde, was zwar noch 75 MHz weniger sind als bei der Radeon X1800XT. Dafür ist der Grafikspeicher der GeForce 7800 GTX 512 100 MHz flotter als bei der Radeon X1800XT. Durch die Taktung von 850 MHz wird eine beachtliche Speicherbandbreite von 54,4 GB/s erreicht, was sicherstellen sollte, dass die Performance nicht durch eine zu geringe Datenbandbreite verschlechtert wird. Neben der Vergrößerung des Grafikspeichers und der Anhebung der Taktraten lassen sich auf den ersten Blick keine großen Neuerungen erkennen.