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Powercolor Radeon X800GT

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Seite 8: Fazit und Empfehlungen

Bislang waren die Mid-Range-ATI-Karten etwas unattraktiv: Die X600-Karten waren nicht wirklich der Renner für den Spieler, NVIDIA besitzt mit der GeForce-6600-Serie einen starken Chip am Markt. Mit der X800GT schlägt man also genau in eine Kerbe, die man etwas unterbesetzt hatte. Die günstigsten X800-Karten waren bislang deutlich über 200 Euro angesiedelt, sodass der Spieler mit dem schmalen Geldbeutel im ATI-Portfolio schon suchen musste, um eine gute und günstige Karte zu erstehen. Die X800GT ist fast zweimal so schnell wie die X700 Pro, lässt sich zudem noch übertakten und liefert in jedem von uns getesteten Spiel eine gute Spielqualität.

Flüssig sind alle Spiele, wenn man vielleicht auch teilweise von der fordernden 1600x1200er-Auflösung mit 4xAA und 16x AF etwas herunterschalten muss. Dies tut dem Spieler aber in der Regel nicht weh, denn gute TFTs mit 8ms oder weniger haben selbst bei 19"-Auflösung nur 1280x1024 Pixel. Hierfür passt die X800GT einfach perfekt, da "mehr" Performance" verpuffen würde und höhere Auflösungen nicht gefahren werden können. Natürlich wird es in ein paar Monaten Spiele geben, die die X800GT mehr fordern - aber im Bereich um 150 Euro ist die X800GT perfekt.

 

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Zu kritisieren ist an diesem Produkt wenig: Die Performance stimmt, die Lautstärke der Grafikkarte ist auch in Ordnung. Die Stromaufnahme ist für heutige Grafikkarten typisch und fällt auch nicht aus dem Rahmen. Schön ist die Tatsache, dass man aus der Karte noch einmal knapp 25% mehr Takt herausholen kann - wenn auch der Speichertakt nicht wirklich angehoben werden kann. Eventuell lässt sich ja sogar mit ein paar Tweaks aus dem kastrierten R480 ein richtiger R480 machen. Karten mit R423 werden in der Regel nicht ganz so gut zu übertakten sein, die Grundperformance ist jedoch dieselbe.

Gegenüber der GeForce 6600GT hat ATI nun gute Karten. Nicht umsonst kontert NVIDIA mit einer ebenso unsinnig bezeichneten GeForce 6800XT. Die Karte besitzt wie die GeForce 6600GT acht Pixelpipelines, aber auch das 256bit-Speicherinterface der großen Karten. Warten wir ab, wie sich die Schlacht um den Mainstream-Sektor entwickelt, denn schließlich stehen bis Ende des Jahres auch noch neue GPUs an, die bis Weihnachten im Handel stehen sollen.

Ein paar Worte wollen wir natürlich auch noch zum Powercolor-Paket sagen: Die Grafikkarte an sich ist nicht besonders, da man den ATI Referenzkühlkörper verwendet und auch sonst nicht vom Standarddesign abweicht. Zwei DVI-Anschlüsse und der TV-Out sind sehr zu begrüßen, allerdings lässt sich Powercolor nicht viel Kreatives einfallen. Auch im Lieferumfang ist Standardkost angesagt: Ein Spiel, die typische DVD-Suite und ein paar Kabel sind alles, was wir vorfinden. Mehr verlangt man von einer Grafikkarte ja eigentlich auch nicht, aber ein Lifestyle-Produkt ist die Powercolor X800GT nicht. Wahrscheinlich wird es die Powercolor-Karte deshalb eher zu einem attraktiveren Preis im Handel geben, als bei ähnlichen X800GT-Karten von HIS oder Sapphire. Wer also nur die Performance benötigt und auf Schnick-Schnack keinen Wert legt, ist hier genau richtig.

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