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Sapphire Radeon X800XL für AGP

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Seite 2: Sapphire Radeon X800XL - Layout und Besonderheiten

Der R430-Chip wird in 110-nm-Technik hergestellt, wohingegen die Vorgängerchips R420 und R481 in 130-nm-Technik produziert wurden. Es ist eine übliche Vorgehensweise von Chipherstellern neue Fertigungstechnologien an nachrückenden Modellen auszuprobieren, da diese zumeist nicht die Top-Modelle verdrängen sollen, sondern die Palette ergänzen sollen. Diese Modelle sind zumeist nicht auf höchste Taktung ausgelegt, sodass den Herstellern die Gelegenheit geboten wird, die neue Technik auszuprobieren, um diese dann in der nächsten Generation voll auszunutzen. Außerdem bringt es die kleine Fertigungsgröße mit sich, dass die Kerne günstiger produziert werden können, wodurch die Hersteller dann die Grafikkarten billiger anbieten können.

Anders als der Sapphire X800XL für PCI-Express befindet sich auf der AGP-Version ein größerer Kühlkörper, der dem Standard-Design von ATI entspricht. Wir möchten noch einmal die prägnanten Daten der Grafikkarte nennen. Der Kern hat eine Taktfrequenz von 400 MHz und die 256 MB GDDR3-Speicher sind mit 490 MHz getaktet, welche mit 256 Bit angebunden sind, wodurch eine Bandbreite von 32 GB/s erreicht wird. Zudem stehen 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shader zur Verfügung. Das Layout der Grafikkarte entspricht dem Referenzdesign von ATI und es handelt sich um eine Ein-Slot-Grafikkarte, sodass die Möglichkeit besteht, die Grafikkarte auch in Barebones einzubauen, wo üblicherweise nicht viel Platz vorhanden ist, um Zwei-Slot-Lösungen, wie die ATI Radeon X850XT, einzubauen.

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Die Grafikkarte benötigt als zusätzliche Stromquelle einen Molex-Stecker, da der AGP-Port für die meisten aktuellen Grafikkarten nicht genügend Energie liefern kann. Bei der PCI-Express-Version haben wir gesehen, dass die Grafikkarte keinen zusätzlichen Stromanschluss hat, da der PCI-Express-Port genügend Energie liefern kann. Anders als bei den X800XT- und X800 Pro-Grafikkarten verfügt die Sapphire Radeon X800 nicht über den gelben ViVo-Port, mit dem man Video-Kabel an die Vorderseite des Gehäuses legen könnte, obwohl die Grafikkarte über die ViVo-Funktionen verfügt. Dies ist aber auch nicht unbedingt notwendig, da nur die wenigsten Gehäuse die Möglichkeit bieten, um solche Anschlüsse optisch ansprechend nach vorne zu legen. Der Kühlkörper besteht aus Aluminium, wobei auf der Grundplatte Lamellen aus Aluminium gelötet wurden, die die Wärme der Grafikkarte effizienter abführen können, da der Radiallüfter die Luft durch diese bläst. An der Stelle, wo der Kühlkörper auf der GPU aufliegt, ist eine Kupferplatte in den Aluminium-Grundkörper eingelassen, da Kupfer die Wärme besser als Aluminium ableiten kann. Außerdem werden vier der insgesamt acht Speicher-Bausteine durch den Kühlkörper gekühlt.

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Beim Kühlkörper-Design hält sich Sapphire an die Vorgaben von ATI. Auch ist der standardmäßige Radiallüfter verbaut. Leider sind die Standardkühlungen nicht immer die leisesten Modelle, was sich auch bei dieser Grafikkarte zeigte. Der Lüfter dreht sowohl im 2D- als auch im 3D-Modus sehr schnell, wobei das Lüftergeräusch hochtönig ist. Befindet sich das Computergehäuse unter dem Tisch, ist das Drehen des Lüfters nicht sehr laut zu vernehmen. Wird die Grafikkarte aber in einem Barebone-System eingebaut, könnte das Lüftergeräusch ein wenig nervig sein, da man zumeist das kleine Gehäuse neben dem Monitor stehen hat. Auch eignet sich die Grafikkarte nicht für Silent-PCs, da der Lüfter für diesen Zweck einfach zu laut ist. Für alle anderen, die keinen großen Wert auf ein leises System legen, eignet sich die Grafikkarte, da sie sicherlich nicht zu den richtigen Krachmachern gehört.

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Wie bei vielen anderen Grafikkarten, verfügt die Sapphire Radeon X800XL über einen VGA- und einen DVI-Ausgang sowie einen Video-Port, der mittels beigelegter Kabelpeitsche Video-In- und -Out-Funktionen anbietet.

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Auf der Rückseite der Grafikkarte finden sich der Rialto-Chip sowie der ATI-Theater-Chip, der die Video-Funktionen der Grafikkarte bereitstellt. Unter dem Metallwinkel finden sich die restlichen vier Speichermodule der Grafikkarte. Außerdem dienen die Metallschienen zur Befestigung des Kühlkörpers.

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Der Rialto-Chip befindet sich unter einem rosanen Wärmeleitpad, der den Chip wahrscheinlich gegen Beschädigungen schützen soll, da das Leitpad ohne Kühlkörper keine effektive Kühlungfunktion ausüben kann.

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Auf der Grafikkarte befinden sich 256 MB GDDR3-Speicher. Auf der Ober- als auch auf der Unterseite der Grafikkarte befinden sich vier FBGA-Module, die jeweils 32 MB groß sind. Diese wurden von Samsung hergestellt und tragen die Kennzeichnung K4J55323QF-GC20, die für einen maximalen Takt von 500 MHz bei einer Latenzzeit von 2 ns spezifiziert sind. Da die Speicherbausteine der Sapphire Radeon X800XL schon mit 490 MHz getaktet sind, können wir keine großen Übertaktungen erwarten. Wir werden auf der nächsten Seite sehen, ob es dennoch gelingt ein paar MHz aus dem Speicher heraus zu holen.

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Auf dem Die ist deutlich zu lesen, dass es sich um die PCI-Express-GPU handelt. Der R430-Chip ist mit 400 MHz getaktet.

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Abschließend folgt ein Bild mit dem Lieferumfang der Grafikkarte.

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Sapphire legt seinen typische Software und Hardware bei:

Software:

  • Treiber-CD
  • CyberLink PowerDVD 5
  • CyberLink PowerDirector 3DE
  • Sapphire Redline Tweak Software
  • Splinter Cell: Pandora Tomorrow
  • Prince of Persia: The Sands of Time
Hardware:
  • Handbuch
  • Casebadge
  • Stromkabel
  • diverse Videokabel (S-Video, Composite, RGB)
  • DVI-to-VGA-Adapter

Der Lieferumfang ist recht umfassend, wie wir es von Sapphire gewohnt sind. Mit Splinter Cell 2 und Prince of Persia liegen zudem noch recht aktuelle Spiele bei, um die Grafikkarte zu fordern. Das Redline-Tweaking-Tool kann man zum Übertakten der Grafikkarte verwenden, denn bei den X800-GPUs ist diese Funktion im Catalyst Control Center deaktiviert. Alternativ kann man natürlich auch das ATI-Tool oder ähnliche Tools verwenden.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns die Stromaufnahme und die Overclocking-Ergebnisse der Grafikkarte an.