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Sapphire Radeon X800XL für AGP

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Seite 1: Sapphire Radeon X800XL für AGP

In wenigen Monaten wird es im Grafikkarten-Bereich zu einigen Neuerungen kommen. Nachdem NVIDIA schon vor mehreren Monaten seine SLI-Technologie für die PCI-Express-Schnittstelle präsentiert hat, hat ATI gerade seine CrossFire-Technologie vorgestellt, die es auch erlaubt zwei Grafikkarten in einem System einzusetzen, um dadurch eine höhere Performance zu erreichen. Von all diesen interessanten Entwicklngen können Besitzer von Mainboards mit AGP-Schnittstelle leider nicht profitieren. Und ob es die nächsten Grafikkarten-Generationen auch für AGP geben wird, steht noch nicht fest. Aber dennoch gibt es im AGP-Bereich weiterhin leistungsfähige und attraktive Grafikkarten, die mit den PCI-Express-Varianten konkurrieren können.

So haben wir vor zwei Monaten die ATI Radeon X850XT Platinum Edition für AGP getestet, was momentan einer der Top-Modelle im Grafikkarten-Bereich darstellt. Bei dieser Grafikkarte wurde der R480-Chip modifiziert und ein AGP-Interface integriert, woraus der sehr ähnliche R481-Chip entstand. Dieser Schritt ist bei dieser Grafikkarte notwendig, da die Taktraten zu hoch sind, sodass man den Rialto-Chip einsetzen könnte. Anders ist es bei der Sapphire Radeon X800 AGP, die über den R430-Chip verfügt. Diese PCI-Express-GPU wird mittels Rialto-Chip für AGP fit gemacht.

Nun haben wir mit der Sapphire Radeon X800XL eine weitere PCI-Express-Grafikkarte im Test, die durch den Rialto-Chip für die AGP-Schnittstelle vorbereitet wurde. Wir haben schon die PCI-Express-Version der Sapphire Radeon X800XL getestet. Wir haben gesehen, dass die X800XL eine sehr gute Performance bietet, wobei der Preis nicht zu hoch ist. Ob es sich bei der AGP-Version auch so verhält, werden wir in diesem Review näher beleuchten. Die X800XL basiert ebenso wie die X800 auf dem R430-Kern von ATI, der in 110-nm-Technik gefertigt wird, wodurch die neue X800-Serie kostengünstiger produziert werden kann. Dadurch ist es den Grafikkartenherstellern auch möglich, Grafikkarten mit dem R430-Kern zu einem guten Preis auf den Markt zu bringen, was den Kunden natürlich zugute kommt. Die Sapphire Radeon X800XL ist zudem mit 16 Pixelpipelines und 6 Vertex-Shadern ausgestattet. Weiterhin stehen der Grafikkarte 256 MB GDDR3 zur Verfügung, die mit 256 Bit angebunden sind, was eine gute Performance ermöglicht. Die GPU ist mit 400 MHz getaktet, genau wie bei der PCI-Express-Version. Dafür ist der Speicher mit 490 MHz Taktfrequenz um 10 MHz geringer als bei der PCI-Express-Version, die mit 500 MHz getaktet wird.

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Nachfolgend präsentieren wir in tabellarischer Form die GPUs von ATI für die AGP-Schnittstelle:

Wir sehen, dass die X850-Grafikkarten momentan die Top-Modelle von ATI darstellen. Die X800XL kann man eher mit den Grafikkarten, die über den älteren R420-Chip verfügen vergleichen. Dabei sehen wir, dass die GPU der X800XT um 100 MHz schneller getaktet wird, die Speicherperformance hingegen ist gleich und auch die anderen Merkmale sind identisch. Daher können wir vermuten, dass die X800XT sich vor der X800XL in den Benchmarks einfinden wird, da sie die schnellere GPU besitzt. Ein Vergleich der X800XL mit der X800 Pro könnte interessanter sein. Der Kern der X800 Pro ist zwar um 75 MHz schneller getaktet, aber dafür ist der Speicher um 50 MHz langsamer getaktet als bei der X800XL. Außerdem hat die X800XL den Vorteil, dass sie 16 Pixelpipelines verfügt, wohingegen die X800 Pro nur 12 Pixelpipelines anzubieten hat. In den folgenden Benchmarks werden wir uns genauer auf diese beiden Grafikkarten konzentrieren.

Interessant ist die Frage, ob die Grafikkarte aufgrund der 110-nm-Fertigung ein besonders gutes Übertaktungsergebnis zulässt. Damit einhergehend stellt sich die Frage, ob durch die kleinere Fertigungsgröße auch Stromspareffekte erreicht werden können. Wir werden auf den folgenden Seiten diese Fragen beantworten und uns näher mit dem Layout und der Performance befassen.