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Test: EVGA GeForce GTX 570 HD SuperClocked

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Seite 1: Test: EVGA GeForce GTX 570 HD SuperClocked

evga-gtx570-hd-sc-1280mbSeitdem die NVIDIA GeForce GTX 570 im Dezember 2010 offiziell vorgestellt wurde, sind schon wieder etliche Wochen ins Land gezogen. Dennoch erreichen uns immer wieder neue Modelle des kleineren GF110-Ablegers. Während meist noch das alte Layout, welches im Großen und Ganzen dem der NVIDIA GeForce GTX 580 entspricht, zum Einsatz kommt, trudeln nun endlich auch Versionen ein, die ein eigenes Platinenlayout besitzen. Die EVGA GeForce GTX 570 HD SuperClocked ist eine solche Karte, die oben drauf auch mit einem DisplayPort-Anschluss aufwarten kann, welchen die kalifornische Grafikschmiede bislang außen vor ließ. Wir haben der neuen EVGA-Grafikkarte, die zudem noch mit höheren Taktraten ausgestattet ist, auf diesen Seiten kräftig auf den Zahn gefühlt.

Anfang November beendete NVIDIA das Fermi-Debakel und stellte sein neustes Flaggschiff in Dienst, das endlich die anfangs erwarteten 512 Shadereinheiten bot und zugleich mit einer besseren Energieeffizienz aufwarten konnte. Nur knapp vier Wochen später ließ man den kleineren GF110-Ableger in Form der NVIDIA GeForce GTX 570 folgen. Um ihn möglichst schnell auf den Markt werfen zu können, griff man zu großen Teilen auf das Platinenlayout seiner schnellsten Single-GPU-Grafikkarte zurück. Damit verfügte das zweite Familienmitglied der GeForce-500-Serie über die gleichen Abmessungen und den leistungsstarken, aber mächtigen Dual-Slot-Kühler der ersten Variante. Doch seit der Markteinführung der NVIDIA GeForce GTX 570 sind schon wieder etliche Tage ins Land gezogen. Zeit, die die Boardpartner nutzten, um ihre Ableger auf das neue, kürzere Layout umzubauen. Als eines der ersten Modelle überhaupt erreichte uns dieser Tage nun die EVGA GeForce GTX 570 HD SuperOverclocked. Sie fällt mit 23 cm deutlich kürzer aus und verfügt über ein Kühlsystem, das stark an das der NVIDIA GeForce GTX 560 Ti angelehnt ist. Obendrauf gibt es höhere Taktraten und einen zusätzlichen DisplayPort-Anschluss auf der Slotblende, welchen NVIDIA bislang außen vor ließ. Wie sich die neue Revision in unserem Test geschlagen hat, erfährt man auf diesen Seiten. Wir haben unseren jüngsten Zuwachs durch unseren altbewährten Benchmark-Parcours gejagt. 

Trotz kleinerer Abmessungen setzt auch die EVGA GeForce GTX 570 HD SuperClocked natürlich noch immer auf NVIDIAs GF110-Chip. Dieser läuft, wie alle anderen, aktuellen Grafikchips des Herstellers auch, in 40-nm-Fertigungsverfahren bei TSMC vom Band. Dabei beherbergt er knapp 3,0 Milliarden Transistoren, muss aber im Vergleich zur NVIDIA GeForce GTX 580 auf einen Streaming-Multiprozessor verzichten. Damit stehen nicht mehr die vollen 512 Shadereinheiten zur Verfügung, sondern nur noch 480 Rechenwerke. Jeder der 15 SMs setzt sich aus 32 Shader-Prozessoren und einer Quad-TMU zusammen. Damit stehen der inzwischen drittschnellsten NVIDIA-Grafikkarte 60 Textureinheiten zur Verfügung. Die NVIDIA GeForce GTX 580 brachte es hier noch auf 64 Einheiten. Da auch einer der sechs 64-Bit-Controller dem Rotstift zum Opfer fallen musste, sank auch die Anzahl der Rasterendstufen von ehemals 48 auf nun 40 ROPs. Die übrigen Speichercontroller steuern jeweils zwei 128-MB-Chips an, womit insgesamt 1280 MB GDDR5-Videospeicher, welcher über 320 Datenleitungen kommunizieren darf, bereitsteht. Im Vergleich zum Single-GPU-Flaggschiff wurden auch die Taktraten etwas nach unten korrigiert. EVGA drehte bei seiner SuperClock-Edition allerdings ein klein wenig an der Taktschraube und lässt seine GeForce GTX 570 HD SuperClocked nicht mit 732/1646/1900 MHz arbeiten, sondern mit 797/1594/1950 MHz. Dazu gibt es den eben erwähnten Dual-Slot-Kühler, auf dessen Eckdaten wir später noch genauer eingehen werden.


Zunächst aber kommen wir zu den Eckdaten:

Hersteller und Bezeichnung EVGA GeForce GTX 570 HD SuperClocked
Straßenpreis ca. 275 Euro
Homepage http://www.evga.com/
Technische Daten
GPU
GF110
Fertigung 40 nm
Transistoren
3,0 Milliarden
GPU-Takt
797 MHz
Speichertyp
1950 GDDR5
Speichergröße
1280 MB
Speicherinterface
320 Bit
Speicherbandbreite
156,0 GB/Sek.
Shader Model Version
5.0
Shadereinheiten
480 (1D)
Shadertakt
1594 MHz
Texture Units
60
ROPs
40
Pixelfüllrate
31,9 Gigapixel
SLI/CrossFire
SLI

Aufgrund der etwas höheren Taktraten fallen Speicherbandbreite und Pixelfüllrate ein klein wenig höher aus, als bei unserem direkten Vergleichsmodell. Diese liegen jetzt bei 156,0 GB/Sek. bzw. bei 31,9 Gigapixel pro Sekunde.

evga

Leistungsmäßig sollte die EVGA GeForce GTX 570 HD SuperClocked aufgrund ihrer werksseitigen Übertaktung etwas mehr bieten, als wir es bislang von einer NVIDIA GeForce GTX 570 gewohnt waren. Ob allerdings auch das Kühlsystem der neuen Revision zu gefallen weiß, versuchen wir auf den nachfolgenden Seiten zu klären.

Ein großes Dankeschön gebührt dabei auch unserem User martma, der uns für die Fotos seine Zeit und sein Labor zur Verfügung stellte.