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Low-End-Grafikkarten im Test

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Seite 8: Lüfterlautstärke, Stromverbrauch und Overclocking

Lüfterlautstärke :

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Bei vier Karten und dem integrierten Chipsatz geht es ganz schnell: 0db. Bei der XFX GeForce 6200-Karte haben wir dann jedoch nachmessen müssen, denn sie hat einen aktiven Lüfter und keinen passiven Kühlkörper.

Hier haben wir mit einem Schalldruckmeßgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Meßequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmeßgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Meßgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser / lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last :

Wie die GeForce 6200 von NVIDIA landete auch die GeForce 6200 von XFX mit 59,5db auf einem guten Platz. Wenigstens ist also der Lüfter recht leise, auch wenn er für die Grafikkarte eigentlich komplett überflüssig ist.

Stromaufnahme :

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant :

Natürlich verbrauchen diese Karten nicht viel, selbst unter Last: So liegen alle fünf Karten und auch die integrierte Grafik unter Last bei knapp 180W - das ist recht gut. Allerdings ist deutlich zu sehen, dass eine X600 oder GeForce 6600-Karte bereits nur 10W mehr verbraucht, aus Verbrauchsgründen sollte man demnach eine Low-End-Karte nicht erwerben, denn von der Effizienz her sind die Karten mit einer mittleren Grafikleistung besser.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick :

Auch im Idle-Modus liegen die Low-End-Karten vorne und verbrauchen nur um die 100W. Hier ist Intels i915G dann auch noch einmal etwas besser unterwegs. Der Unterschied zu den GeForce 6600-Karten (z.B. dem Modell von Gigabyte) ist hier wohl im fehlenden Lüfter zu suchen, denn ein Lüfter verbraucht gerne zwischen 2 und 5 Watt je nach Modell.

Overclocking :

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet - bei den Low-End-Karten könnte dies teilweise ein Weg sein, um gerade die Leistung herauszukitzeln, um auch noch das neue Spiel halbwegs flüssig genießen zu können. In der Regel spielt Overclocking bei diesen Karten aber eher eine geringe Rolle und aufgrund der passiven Kühlung sind die Karten auch nicht für große Übertaktungsspielchen ausgelegt.

Kommen wir nun aber zu unseren Ergebnissen:

Immerhin knapp 60 Mhz mehr GPU- und 120 Mhz mehr Speichertakt konnten wir aus der GeForce 6200 TurboCache herausholen. Damit liegt die Karte knapp 150 Punkte besser bei 3DMark 2005.

Bei der XFX-Karte erreichen wir aufgrund der NV43-GPU wieder einmal bombastische Taktraten, auch wenn das Freischalten der brach liegenden Pipelines nicht möglich war. Dafür konnte der Speicher leider kaum übertaktet werden. Immerhin 200 Punkte mehr erreichen wir bei 3DMark 2005 gegenüber der Standardtaktung.

Auch hier können wir die GPU gut übertakten - die Performance wird allerdings nicht unbedingt besser. Bei 3DMark 2005 erreichen wir knapp 40 Punkte mehr, hier bremst die geringe Speichermenge das System zu stark aus.

Deutlich besser liegt die X300SE-Karte aufgrund der vorhandenen 128 MB - hier bringt auch das Overclocking wieder einiges, aufgrund des hohen GPU-Taktes kommen über 300 Punkte mehr bei 3DMark 2005 zustande als im unübertakteten Zustand.

Aufgrund des besseren Samsung-Speichers erreicht die X300 von Powercolor deutlich bessere Ergebnisse beim Übertakten des RAMs im Vergleich zur X300SE. Auch die GPU kann besser übertaktet werden, fast 500 Mhz konnten wir ohne Fehler erreichen. Daraus resultiert der höchste Wert im 3DMark 2005 in diesem Roundup - immerhin 1861 Punkte erreichen wir mit dieser Low-End-Karte. Sie liegt damit auch noch einmal fast 300 Punkte über dem Standard-Wert.

Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf die Systemauslastung beim DVD- und HDTV-Playback.