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Low-End-Grafikkarten im Test

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Seite 5: Sapphire X300SE HyperMemory

Unsere HyperMemory-Karte kam von Sapphire - eine mit 32 MB ausgestattete Karte, die nun endlich auch das von uns erwartete Low-Profile-PCB besitzt. Anstatt aber trotz der geringeren Größe auf einen Anschluß zu verzichten, werden auch bei dieser Karte DVI, VGA und TV-Out geboten - die Karte kann also sowohl als Bürokarte wie auch in anderen Bereichen eingesetzt werden. Auch ist sie passiv gekühlt und somit durchaus geeignet für kleine HTPC-Gehäuse zum geräuschlosen Einsatz in einem Media Center PC.

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Interessant ist die Tatsache, dass Sapphire auf der Verpackung deutlich mit 128 MB wirbt. So viel Speicher kann die Radeon X300SE HyperMemory vom Arbeitsspeicher adressieren, aber auf der Karte selber befinden sich natürlich nur 32 MB. Etwas irreführend ist dies sicherlich, würde Sapphire nicht in kleiner Schrift auf den Karton drucken, dass die Karte selber nur 32 MB besitzt. Auch auf der Karte selber befindet sich ein Aufkleber mit der Aufschrift 128 MB - alles ziemlich wirr, man täte bei ATI gut daran, deutlich zu kommunizieren, dass HyperMemory-Karten nicht tatsächlich 128 MB dedizierten Grafikspeicher besitzen. Allerdings gilt in vielen Bereichen für NVIDIA dasselbe, denn auch hier ist oft nach dem Kürzel TurboCache die Angabe "256 MB" zu finden.

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Der Kühlkörper der X300SE HyperMemory ist lange nicht so massiv und voluminös wie der NVIDIA-Kühlkörper - obwohl die GPU mit 325 Mhz und ebenso 4 Pixelpipelines nicht wirklich langsamer ist als der NV44. Zumindest auf dem Papier ähneln sich die beiden GPUs bezüglich der Leistung, mit dem Unterschied, dass die NVIDIA-GPUs mal wieder mit ShaderModel 3 auftrumpfen können. Allerdings mag das bei einer Low-End-Karte nicht wirklich von Bedeutung sein, die ATI-Karte kann statt dessen 3Dc Normal Map Compression, was sicherlich auch nicht wirklich hilft, bei sehr modernen Spielen mit höchsten Detailleveln zu spielen.

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Auch bei ATI finden wir auf der Rückseite keine Komponenten, da ATI hier auch nur zwei Speicherchips verwendet.

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Die Speicherchips sind erst sichtbar, wenn man den passiven Kühlkörper abnimmt - es handelt sich um GDDR3-Module von Samsung mit einer Zugriffszeit von 3,3ns. Immerhin 333 Mhz sind also möglich, der tatsächliche Takt liegt mit 300 Mhz also etwas unter dem möglichen Wert. Hier könnte sich also noch etwas Overclocking-Spielraum ergeben. Der Nachteil der ATI-Karte ist sicherlich, dass hier teurer GDDR3 unter der Haube steckt und somit die NVIDIA-Karte mit normalem DDR etwas preisgünstiger hergestellt werden muß - auf der anderen Seite sind die vier Module auf der NVIDIA-Karte aber sicherlich etwas schwieriger unterzubringen.

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Einen externen Power-Anschluß benötigt natürlich auch diese Karte nicht. Unter dem passiven Kühlkörper versteckt sich natürlich auch noch der RV470:

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Auch bei Sapphire werfen wir einen Blick auf den Lieferumfang, hier sehen wir anhand der kleinen Verpackung allerdings schon, dass nicht viel enthalten sein kann:

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Der Lieferumfang im Detail:

  • Treiber CD
  • Sapphire-Sticker
  • S-Video auf Chinch-Adapter
  • Sapphire X300SE-Karte

Hier haben wir den typischen Fall einer Low-End-Karte: Sogar am Handbuch wird gespart, dies ist auf CD enthalten. Auch ein DVI-to-VGA-Adapter ist nicht mehr enthalten, auch ein Spiel hat sich Sapphire gespart. Allerdings ist dies bei einer Karte, die knapp über 50 € kostet auch nicht verwunderlich - hier muß der Hersteller halt an jedem Euro sparen.

Eine Karte mit demselben X300SE-Chip aber ohne Hypermemory zeigen wir auf der nächsten Seite.