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Low-End-Grafikkarten im Test

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Seite 11: Auflösungs-Tests

In unseren Auflösungstests wollen wir schauen, wann die Grafikkarten einbrechen. Dies ist unter anderem für unseren Test interessant: Testen wir hier mit einer zu hohen Auflösung, werden wir bei allen Grafikkarten Ergebnisse im gleichen Bereich erhalten, da sie überfordert sind. Zum zweiten wird uns dadurch auch visualisiert, wann TurboCache und HyperMemory-Karten effektiv Probleme bekommen und der Arbeitsspeicher zum Nadelöhr wird.

Für unsere Tests haben wir uns zwei nicht mehr ganz so aktuelle Spiele herausgesucht: Unreal Tournament 2003, welches wir mit den beiden Demo-Durchläufen Flyby und Botmatch testen, und Quake3Arena. Wir beginnen zunächst mit Unreal Tournament 2003 Flyby:

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Hier sieht man recht deutlich, dass alle Grafikkarten bei 1600x1200 um 50fps erreichen. Die Unterschiede sind recht gering - man kann nur noch erkennen, dass die X300SE die langsamste Karte ist und die X300 sowie die GeForce 6200 TurboCache mit am besten abschneiden. Aber eine Aussage würde ein Test bei 1600x1200 kaum mehr geben. Die größten Unterschiede sieht man zweifelsohne bei 640x480, da hier die Grafikkarten noch recht wenig gefordert werden und die Last teilweise auf die CPU verschoben wird. Ein guter Test wäre also im Bereich von 800x600 und 1280x1024.

Interessanter ist aber ein Blick auf die Performance der Grafikkarten selber: Die X300 (braun) mit 128bit-Interface schneidet durchaus gut ab und ist in allen Bereichen oben mit dabei. Die HyperMemory-Karte startet an zweiter Stelle, bricht dann aber ein: Bei 1024x786 wird dies am deutlichsten. Hier scheint der Effekt einzugreifen, dass die Karte Texturen in den Arbeitsspeicher auslagern muß. Auch bei der Turbo-Cache-Karte ist dies der Fall, aber die NVIDIA-Technik scheint besser zu funktionieren, denn die Karte fällt nicht hinter die XFX GeForce 6200 zurück, die zwar ebenfalls ein 64bit-Speicherinterface, aber mit 128 MB, besitzt.

Beim Botmatch sehen wir, warum ein Test bei 640x480 oft keinen Sinn macht:

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Die Karten starten hier alle bei knapp 100fps - dies ist die Leistungsgrenze unserer CPU, denn das Botmatch ist hier stark CPU-lastig. Größere Unterschiede zwischen den Karten sieht man hier erst bei 1024x786 und 1280x1024, bei 1600x1200 vermutet man hingegen schon wieder ein Konvergieren der Leistung.

Interessant ist hier natürlich auch wieder ein Blick auf den Vergleich TurboCache und HyperMemory: Die Sapphire X300SE HyperMemory liegt zunächst wieder vor der GeForce 6200 TurboCache, aber bei 1024x786 überholt die TurboCache-Karte wieder die HyperMemory-Karte, bei 1280x1024 ist der Abstand schon recht deutlich. Auch hier scheint also TurboCache gerade mit etwas höheren Auflösungen noch besser zurecht zu kommen, wenn der Arbeitsspeicher deutlicher in Beschlag genommen werden muß.

Quake3Arena haben wir als zweites Spiel zur Analyse verwendet:

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Die Wellenform entsteht bei den X300-Karten aufgrund unserer mathematischen Funktion, die wir über die einzelnen Ergebnisse zur Visualisierung gelegt haben. Bei 320x200 haben wir wieder eine klare CPU-Limitierung, alle Karten starten aus dem Bereich um 430fps. Anschließend fallen die GeForce 6200-Karten recht linear ab, die X300 kann zunächst noch eindeutig besser abschneiden, rutscht dann allerdings auch zunehmend auf das Niveau der 6200er-Karten. Die X300SE HyperMemory liegt zunächst noch bei 640x480 auf dem Niveau der GeForce 6200 TurboCache, fällt dann allerdings auch klar zurück. Die Powercolor X300SE bildet hier das klare Schlußlicht.

Insgesamt bleibt also festzuhalten: Die größten Unterschiede zwischen den Karten sieht man im Bereich 1024x768 und 1280x1024. Unsere Tests mit 1024x768 bilden also eine recht gute Performance ab. In einigen Benchmarks - so zum Beispiel Quake3Arena - liegen die Karten bei 1280x1024 schon wieder recht nahe beieinander, auch wenn von den Frames pro Sekunde ein flüssiges Gameplay möglich wäre.

Des Weiteren scheint HyperMemory zwar gut zu funktionieren, da die X300SE HyperMemory teilweise deutlich vor der X300SE liegt, allerdings ist TurboCache effektiver: Die GeForce 6200 TurboCache kann sich mindestens auf dem Niveau der GeForce 6200 64bit halten, der Leistungsrückgang durch die Nutzung des Arbeitsspeichers ist gering. Insgesamt scheint also die NVIDIA-Technik - und wohl gerade das Rendern in den Systemspeicher - etwas besser zu funktionieren als die ATI-Technik.