> > > > Low-End-Grafikkarten im Test

Low-End-Grafikkarten im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 2: Vergleich der Grafiklösungen von NVIDIA und ATI

In den folgenden beiden Tabellen haben wir jeweils einen Ausschnitt der aktuellen PCI-Express-Grafikkarten von NVIDIA und ATI aufgelistet. Das Lineup von ATI ist hier deutlich umfangreicher Dank der hinzu gekommenen R430 und R480-GPUs, NVIDIAs Update im High-End-Bereich steht in Kürze an. Die hier getesteten Karten gehören alle zur Einstiegs-Welt und sind so sehr weit rechts in den Tabellen zu finden. Sie besitzen allesamt vier Pixelpipelines und zwei bwz. drei Vertex-Shader.

Die Unterschiede der NVIDIA GeForce 6200 zur GeForce 6200 Turbo-Cache sind schnell aus der Tabelle zu erkennen:

Zunächst fällt auf, dass die GeForce 6200 TurboCache einen um 50 Mhz höheren GPU- und Speichertakt besitzt. In Anwendungen, wo die 64 MB Grafikspeicher ausreichen, könnte sie also durchaus auch schneller sein als eine GeForce 6200 mit 128 MB und 64bit-Speicherinterface. Die Karten mit 128bit-Interface sind jedoch aufgrund der deutlich schnelleren Speicheranbindung schneller als die beiden Einstiegsversionen.

Der zweite Unterschied besteht in der Fähigkeit, bis zu 256 MB Systemspeicher für die TurboCache-Funktion in Beschlag zu nehmen. Dann wird das PCI-Express-Interface für den Austausch der Daten verwendet, die Performance hängt also unter anderem ziemlich stark von dem verwendeten Speichertyp und dem entstehenden Durchsatz ab. Wie TurboCache genau funktioniert, haben wir schon in einem seperaten Artikel beschrieben.

Auf ATIs Seite sieht es ähnlich aus - auch hier setzt man den Takt höher an, beschränkt sich aber hier auf eine Anhebung des Speichertaktes, der GPU-Takt verbleibt bei 325 Mhz. Sollten die Texturen aber in den 32 MB großen GDDR3-Speicher passen, so könnte auch hier die X300SE geschlagen werden.

HyperMemory-Karten gibt es mit maximal 128 MB, sie besitzen alle ein 64bit-Speicherinterface. Auch hier greift der X300-Kern auf den Systemspeicher zu, bei der X300SE geschieht dies nicht. Dafür haben diese Grafiklösungen dann maximal 128 MB dedizierten Grafikspeicher. Auch bei der X300SE HyperMemory limitiert dann praktisch die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers die Grafikkarten-Performance. Setzt man hier DDR2-667 ein und schnappt sich die CPU vielleicht nur 6,4 GB/s, dann kann durchaus eine gute Performance erreicht werden. Konkurriert die CPU jedoch mit der Grafikkarte um Speicherzugriffe, kann auch die Systemleistung deutlich niedriger ausfallen.

Eiin Unterschied zwischen HyperMemory und TurboCache besteht jedoch in der Fähigkeit direkt in den Arbeitsspeicher zu rendern. Die NVIDIA-Lösung unterstützt dies, ATI leider nicht:

Zudem setzt ATI auf den Karten realtiv teuren GDDR3 ein, sodass die X300SE HyperMemory-Karten aktuell noch auf demselben Preisniveau liegen wie die X300SE-Karten. Welche der beiden Techniken zum Sparen zusätzlicher Speichermodule sich also am Markt durchsetzt, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass dieses nur dann einen Sinn macht, wenn die Karten deutlich günstiger sind als Karten mit 128 MB Speicher. Auch müssen sie dann schneller sein als eine Onboard-Grafik, was wir in diesem Test natürlich überprüfen werden.