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XFX GeForce 6800 GT

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Seite 3: Die XFX GeForce 6800GT - Stromaufnahme, Overclocking und Lautstärke

Lüfterlautstärke:

Beginnen wir mit der Lüfterlautstärke. Hier haben wir mit einem Schalldruckmessgerät nachgemessen - allerdings nicht, um tatsächliche db-Werte zu ermitteln, sondern um eine Tendenz festzuhalten. Da wir kein Messequipment für mehrere tausend Euro samt schallisoliertem Raum oder Ähnlichem unser Eigen nennen, haben wir unter bestmöglicher Isolierung mit einem normalen Schalldruckmessgerät aus nächster Entfernung gemessen. Die gemessenen Zahlen werden zwar vom Messgerät als db-Werte ausgegeben, sind aber nur aus einem Abstand von 5 cm gemessen worden, was somit nicht der Norm entspricht. Trotzdem kann man hier sagen, dass Karte A leiser / lauter ist als Karte B.

Unser Test lieferte folgende Werte unter Last:

Der XFX-Lüfter gehört schon mit zu den lauteren Modellen. Da man den NVIDIA-Standard-Kühler verwendet, hatten wir aber eigentlich eine noch höhere Lautstärke erwartet - denn das 6800 GT-Modell war mit 67,5 Watt noch etwas lauter. Da uns die Referenzkarte noch für unsere CPU-Tests vorliegt, haben wir erneut gemessen, tatsächlich hört sich der Lüfter unserer Referenzkarte auch etwas lauter an. Zwei Möglichkeiten ergeben sich: XFX verwendet einen etwas modifizierten, neueren Lüfter - oder unser Referenzsample besitzt aufgrund eines Lüfterdefektes eine etwas zu hohe Lautstärke. Mit 63 dB ist die XFX-Karte auf jeden Fall sogar leiser als die kürzlich getestete Leadtek WinFast GeForce 6800GT. Störend ist die Karte ebenfalls nicht - auch im 3D-Modus nervt sie nicht, ist aber deutlich hörbar.

Stromaufnahme:

Bei der Stromaufnahme haben wir die Aufnahme des Gesamttestsystems gemessen. Hier kommt also auch der Verbrauch der CPU, des Speichers, der Festplatte und weiteren Stromfressern mit hinzu. Darstellen wollen wir also auch hier nur eine Tendenz und wir visualisieren hierzu Unterschiede zwischen den Karten. Unter Last ist dies natürlich besonders interessant:

Natürlich liegt die XFX-Karte hier auf dem gleichen Niveau wie die GeForce 6800 GT und die Leadtek WinFast PX6800GT TDH - die geringen Unterschiede kommen wohl zustande, da die Karte einen anderen Lüfter verwendet und wir in der Berechnung der Leistung auch Mittelwerte verwenden. Im Vergleich zu der High-End-Karte von ATI ist die GeForce 6800 GT natürlich ein wahres Stromsparwunder, aber man liegt immer noch deutlich über den 110 nm-Karten. Auch NVIDIA muss natürlich auf die Stromaufnahme der kommenden GPUs achten, denn viel mehr lässt sich hier nicht sinnvoll verwirklichen. In unserem Fall - lässt man die Beachtung einzelner 12 V-Leitungen innerhalb des Netzteils einmal weg - sollte man bei einem Wirkungsgrad eines sehr guten Netzteils von 80% also ein Modell besitzen, welches dauerhaft in jedem Fall knapp 300 bis 360 W bereitstellen kann. Im Idealfall sollte man also auch hier ein Netzteil mit über 400 W einsetzen, um noch ein wenig Luft zu haben, denn viele Netzteile besitzen einen schlechteren Wirkungsgrad bei hoher Belastung. Hinzu kommt, dass einzelne 12 V-Leitungen sowohl für die CPU wie auch für die sonstigen Komponenten verwendet werden könnten - die Empfehlung von NVIDIA mit 480 W hat also seine Berechtigung, um auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein.

Auch im Idle-Modus verbraucht das System Strom, auch auf diese Werte werfen wir einen kurzen Blick:

Im Idle-Modus muss sich NVIDIA etwas für die kommenden Grafikkarten einfallen lassen. Im Vergleich zu den ATI-Karten verbraucht man hier zu viel Saft - 20 W weniger sollten es schon sein. ATI hat hierfür in die neuen R480-Chips bereits Stromsparfeatures aus der Radeon Mobility-Serie eingebaut - NVIDIA dürfte es also auch nicht schwerfallen, hier entsprechend nachzurüsten und Features aus der GoForce 6-Serie in die Desktop-Rechner zu überführen. Gerade wenn die 3D-Features nicht benötigt werden, können diese in vielen Fällen komplett deaktiviert werden.

Overclocking:

Kurz haben wir natürlich auch das Overclocking angetestet - wirklich fordern wollten wir das Muster jedoch noch nicht, denn ein Referenzmodell soll natürlich nicht gleich beim ersten Test den Geist aufgeben. Interessant ist hier natürlich, wie hoch sich die 130 nm-GPU tatsächlich takten lässt und ob NVIDIA noch etwas Spielraum beim Übertakten lässt. Gerade die GPU ist mit maximal 350 MHz sicherlich in der Lage, auf etwas höhere Frequenzen zu kommen.

Insgesamt ein mäßiges Overclocking-Ergebnis - sowohl die GeForce 6800 GT von Leadtek wie auch unser Referenzsample von NVIDIA konnten praktisch Ultra-Performance erreichen und kamen mit knapp 425 Mhz / 1200 Mhz ins Ziel. XFX bleibt leider unter diesem Wert, wobei dies natürlich an unserer Karte liegen kann und kein allgemeines Phänomen sein muss.

Auf der nächsten Seite stellen wir unser Testsystem vor.